Größtes makroökonomisches Risiko für Bitcoin erstmals seit 2006

  • Drei Zentralbanken könnten erstmals seit 2006 gemeinsam die Geldpolitik straffen
  • Im Jahr 2006 verloren die risikoreichsten Anlagen am stärksten, Schwellenmärkte gaben über 20% nach.
  • Bitcoin fiel um 20%, als der Yen Anfang 2024 zuletzt sprang: Dieses Mal blieb der Kurs stabil.
Promo

Drei Zentralbanken wollen gleichzeitig die Geldpolitik straffen, was es seit 2006 nicht mehr gab. Damals traf es zuerst die Vermögenswerte, die mit geliehenem Geld gekauft wurden.

Die Europäische Zentralbank hat bereits erhöht. Die US-Notenbank entscheidet am Mittwoch. Die Bank von Japan entscheidet am Freitag. Für Bitcoin (BTC) besteht das makroökonomische Risiko darin, dass beim letzten Mal Risikovermögenswerte betroffen waren.

Gesponsert
Gesponsert

Die Vorlage von 2006 für Risikovermögenswerte

Die EZB handelte am 10. September und erhöhte ihren Einlagenzins auf 2,50%. An den Terminmärkten liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed aktuell bei fast 90%.

„Der Konflikt im Nahen Osten erhöht weiterhin den Inflationsdruck, und die Inflation dürfte für längere Zeit deutlich über dem Ziel bleiben”, erklärte das Council der EZB.

Im Jahr 2006 zeigte sich die geldpolitische Straffung am 10. Mai. Im darauffolgenden Monat traten schnell Verluste auf.

  • Der S&P 500 sank um 7,7%.
  • Der Euro Stoxx in Europa verlor 13,3%.
  • Der TOPIX in Japan fiel um 16,5%.
  • Schwellenländer-Märkte verloren über 20%.

Diese Reihenfolge war kein Zufall. Günstiges Geld wurde geliehen und überall investiert, wo es am meisten einbrachte. Sobald das Leihen teurer wurde, verkaufte man zuerst die weit entferntesten Investitionen.

Später erholten sich die Märkte wieder. Der S&P 500 schloss das Jahr 2006 dennoch mit einem Plus von 15,79% ab. Der eigentliche Crash folgte zwei Jahre später aufgrund der Hypotheken-Schulden.

Gesponsert
Gesponsert

Wo das makroökonomische Risiko von Bitcoin tatsächlich liegt

Bitcoin gab es im Jahr 2006 noch nicht, jedoch hat die Kryptowährung inzwischen eine fast vergleichbare Belastung erlebt.

Im August 2024 erhöhte die Bank von Japan die Zinsen, woraufhin der Yen stark stieg. Der TOPIX-Index in Japan verlor an einem Tag 12%. Auch Bitcoin fiel um bis zu 20%.

Wenn man das mit dem Muster von 2006 vergleicht, entspricht Bitcoin nicht dem S&P 500, sondern den Schwellenländern. Die Straffung hat bereits begonnen, da japanische Aktien innerhalb eines Monats um 8,4% gefallen sind.

Was könnte helfen?

Doch in diesem Monat hat sich etwas geändert. Der Yen ist in drei Sessions um 3,7% gestiegen, doch Bitcoin blieb über 79.000 USD und hat das Muster von 2024 damit durchbrochen.

Der Bitcoin-Kurs ist aber bereits im vergangenen Jahr um 33% gefallen und notiert aktuell bei 77.871 USD. Die Abwertung erfolgte also vor der Straffung, nicht währenddessen.

Entwicklung des Bitcoin (BTC)-Kurses. Quelle: BeInCrypto
Entwicklung des Bitcoin (BTC)-Kurses. Quelle: BeInCrypto

Hinzu kommt ein Käufer, den es in früheren Zyklen nicht gab. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs sammelten im August 3,52 Milliarden USD ein. Damit wurde der Nettoabfluss von 5,30 Milliarden USD aus den vergangenen sieben Monaten mehr als ausgeglichen.

Dieses Kapital ist nicht in Yen geliehen. Eine steigende Finanzierungslast führt also nicht automatisch zu Abflüssen. Wenn kein Verkaufsdruck entsteht, könnten die täglichen ETF-Zuflüsse diese Woche die Effekte der Zinserhöhungen abfedern.

Haftungsausschluss

BeInCrypto hat sich einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung verpflichtet. Dieser Nachrichtenartikel soll genaue und aktuelle Informationen liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und eine Fachperson zu konsultieren, bevor sie auf Grundlage dieser Inhalte Entscheidungen treffen. Bitte beachten Sie, dass unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen, unsere Datenschutzrichtlinie und unsere Haftungsausschlüsse aktualisiert wurden.

Gesponsert
Gesponsert