Bitcoin-Kurs am Scheideweg: Liquidationswelle droht bei 82.000 USD

  • Bitcoin liegt zwischen den Liquidationszonen bei 80.000 USD Long und 82.000 USD Short.
  • Drei tiefere Hochs deuten darauf hin, dass der bullische Trend an Kraft verliert.
  • Tages-Chart: Kursziel 85.000 USD oder Rücksetzer Richtung 76.000 USD
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Bitcoin (BTC) befindet sich aktuell zwischen zwei großen Liquidationszonen. Unterhalb von 80.000 USD liegen viele Long-Positionen, oberhalb von 82.000 USD gibt es zahlreiche Short-Positionen. Ein klarer Ausbruch könnte zu einer Kettenreaktion bei den Liquidationen führen und die nächste große Bewegung auslösen.

Der Bitcoin-Kurs liegt bei etwa 80.107 USD, nachdem er in den vergangenen 24 Stunden um 0,48 % nachgegeben hat. Die Marktstruktur hat sich abgeschwächt: Es gab drei aufeinanderfolgende niedrigere Hochs. Gleichzeitig ist die Volatilität über mehrere Zeiträume hinweg auf historische Tiefstwerte gesunken.

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Liquidation-Heatmap zeigt: BTC hängt zwischen zwei Barrieren fest

Die 12-Stunden-Liquidation-Heatmap von CoinGlass zeigt, dass sich der Bitcoin-Kurs um 80.800 USD verfestigt. Zwei besonders große gehebelte Positionen liegen direkt um den aktuellen Kursbereich.

Leuchtend gelbe Bereiche befinden sich knapp über 82.000 USD, wo viele Short-Positionen von Liquidationen bedroht sind. Ein weiteres Cluster zwischen 79.800 und 80.500 USD signalisiert, dass dort gehebelte Long-Positionen ausgelöscht würden.

BTC 12-Stunden-Liquidation-Heatmap
BTC 12-Stunden-Liquidation-Heatmap. Quelle: CoinGlass

Liquidationswellen verstärken in der Regel kurzfristige Kursbewegungen, da zusätzlicher Druck in eine Richtung entsteht. Ein Anstieg über 82.000 USD könnte Short-Positionen zwangsliquidieren und eine schnelle Rallye auslösen. Ein Rückfall unter 80.000 USD würde hingegen gehebelte Long-Positionen liquidieren und die Abwärtsbewegung beschleunigen.

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Niedrigere Hochs deuten auf nachlassende Dynamik hin

Auch wenn die Heatmap auf ein klares Ergebnis hindeutet, zeigt sich die Marktstruktur aktuell eher bärisch.

In der vorherigen Aufwärtsphase hat Bitcoin meist nur ein niedrigeres Hoch gebildet, bevor der Trend wieder aufgenommen wurde. Nun sind es bereits drei. Dies zeigt, dass Käufer an der oberen Widerstandszone an Überzeugung verlieren.

Ein tieferes Tief ist bisher nicht entstanden, daher ist der bärische Trend noch nicht endgültig bestätigt.

BTC-Chart
BTC-Chart. Quelle: X

Ein wichtiger Auslöser wäre ein klarer Bruch unter das jüngste Verlaufstief bei etwa 79.200 USD, das im Chart als Key Support markiert ist. Ein Tagesschlusskurs darunter würde die Bären-Theorie bestätigen und zur unteren Liquidationszone passen.

Bitcoin-Ausblick: Aufschwung bis 85.000 USD oder Einbruch auf 76.000 USD?

Auf Tagesbasis ist Bitcoin am 4. Mai aus seinem aufsteigenden Parallelkanal ausgebrochen und hat mehr als eine Woche über der oberen Kanalgrenze verbracht. Zwei klare Tests dieser Linie am 8. Mai sowie am 13. Mai bestätigen, dass der frühere Widerstand nun als Unterstützung dient.

BTC Tageschart
BTC-Tageschart / Quelle: Tradingview

Verteidigen die Käufer die Trendlinie erneut, könnte der Bitcoin-Kurs in Richtung des 0,382-Fibonacci-Retracements bei 85.286 USD steigen. Das nächste Ziel nach oben liegt dann zwischen 85.000 und 87.000 USD. Gleichzeitig würde ein klarer Sprung über 82.000 USD das obere Liquidationscluster aktivieren und den Anstieg beschleunigen.

Ein Rückfall zurück in den aufsteigenden Kanal würde die Mittellinie beim 0,236-Fibonacci-Retracement bei rund 75.622 USD als nächstes Ziel freilegen. Ein breiter Unterstützungsbereich besteht zudem zwischen 74.000 und 76.000 USD.

Der Vier-Stunden-Chart zeigt ebenfalls die enge Handelsspanne: Der horizontale Widerstand bei 82.000 bis 82.500 USD hat in den letzten Versuchen jeden Ausbruch gestoppt. Eine schwache Unterstützung gibt es zwischen 79.500 und 80.000 USD.

BTC 4-Stunden-Chart
BTC 4-Stunden-Chart. Quelle: Tradingview

Die Volatilität laut BBWP-Indikator ist sowohl im Tages- als auch im Vier-Stunden-Chart auf ein extrem niedriges Niveau gefallen. Das deutet oft auf eine bevorstehende Ausweitung hin.

Da der RSI in allen Zeiträumen sinkt, aber weiter über der neutralen Zone liegt, dürfte der nächste Ausbruch wichtiger sein als jede Kursentwicklung der vergangenen drei Wochen.


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