Die Aktie von Blue Owl Capital (OWL) sank am 2. April auf ein neues Allzeittief von 7,95 USD. Zuvor hatte das Unternehmen den Investoren mitgeteilt, dass es Auszahlungen aus zwei seiner privaten Kreditfonds begrenzen werde, nachdem im ersten Quartal allein Rückgaben in Höhe von 5,4 Milliarden USD beantragt wurden.
Der Verwalter privater Kapitalanlagen hat seit Jahresbeginn mehr als 40% seines Marktwerts verloren, da das Vertrauen der Investoren in den privaten Kreditsektor mit einem Volumen von 1,8 Billionen USD weiter schwindet.
Blue Owl teilte mit, dass sein Flaggschiff-Fonds Blue Owl Credit Income Corp. (OCIC) mit einem Volumen von 36 Milliarden USD im ersten Quartal Rückgabeanträge in Höhe von 21,9% der ausstehenden Anteile erhalten hat.
Der technologieorientierte Blue Owl Technology Income Corp. (OTIC) erlebte sogar einen noch stärkeren Anstieg. Investoren wollten 40,7% der Anteile aus diesem Fonds mit einem Volumen von 6,2 Milliarden USD abziehen. In beiden Fonds begrenzte Blue Owl die Rückgaben auf jeweils 5%.
„Wir beobachten weiterhin eine deutliche Diskrepanz zwischen der öffentlichen Diskussion über private Kredite und den zugrunde liegenden Entwicklungen in unserem Portfolio”, heißt es in einem Brief von Blue Owl an die Anteilseigner.
Blue Owl ist nicht allein. Apollo Global Management hat ebenfalls eine 5%-Grenze eingeführt, nachdem Rückgaben in Höhe von über 11% der ausstehenden Anteile beantragt wurden. Auch BlackRock hat Auszahlungen aus seinem 26-Milliarden-USD-Fonds begrenzt.
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Bloomberg-Daten zeigen, dass sich die Rückgabewünsche bei mehr als einem Dutzend privater Kreditfonds bis Ende März auf etwa 13 Milliarden USD summiert haben. Private Kapitalverwalter stehen daher unter zunehmendem Druck, da Kursschwankungen am Markt und Sorgen wegen möglicher KI-bedingter Probleme bei Software-Kreditnehmern viele Investoren zum Ausstieg bewegen.


