Die Rallye an der Wall Street steht kurz vor einem wichtigen Meilenstein. Der S&P 500 liegt nur noch 0,5% unter seinem Allzeithoch von 7.002, das im Januar 2026 erreicht wurde.
Der Index ist im laufenden Jahr wieder im positiven Bereich, nachdem eine starke Erholung den Marktwert seit dem 30. März um fast sechs Billionen USD gesteigert hat. Diese Entwicklung entspricht etwa 550 Milliarden USD pro Handelstag innerhalb von zehn aufeinanderfolgenden Sessions, wobei Dienstag ein positiver Tag für den Index war.
S&P 500 steht kurz vor dem Allzeithoch: Die Rallye hält an
Besonders bemerkenswert ist die Erholung, da sie vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen zwischen den USA und Iran begann. Zwar einigten sich beide Seiten auf eine zweiwöchige Waffenruhe, jedoch sorgen gescheiterte diplomatische Gespräche und die Blockade der Straße von Hormus durch die USA weiterhin für Unsicherheit.
Dennoch zeigen die Märkte eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit, denn die Aktienkurse steigen trotz fortbestehender geopolitischer Risiken weiter an.
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BeInCrypto berichtete, dass Führungskräfte von Citadel Securities weiteres Potenzial sowohl bei Aktien als auch Anleihen sehen. Sie argumentieren, dass das schlimmste Risiko im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt bereits „deutlich eingedämmt“ sei.
Darüber hinaus sagte Tom Lee, Vorstandsvorsitzender von Bitmine, vergangene Woche, dass das Tief des Aktienmarktes bereits erreicht sei. Seiner Prognose zufolge könnte der S&P 500 im laufenden Jahr auf bis zu 7.300 steigen und damit ein neues Allzeithoch markieren.
Hedgefonds lösen Positionen auf, zurückgehaltenes Kapital kehrt zurück
Die Veränderungen in den Positionen zeigen ein deutliches Bild. Der Kobeissi Letter wies darauf hin, dass die Short-Positionen von Hedgefonds auf US-ETFs innerhalb von nur fünf Handelstagen vom höchsten Stand seit Mai 2025 auf ein Niveau unter dem 97. Perzentil der vergangenen fünf Jahre gefallen sind.
„Das Kapital, das wegen des Iran-Krieges zunächst abgezogen wurde, fließt nun rasch zurück in KI-Aktien. Unternehmen wie Nvidia und Apple waren nach der jüngsten Korrektur beim erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis fast halb so teuer wie Costco und Walmart“, sagten die Analysten . Gleichzeitig ist die Inflation von 4% zurück und Investoren suchen nach jeder Renditequelle als Absicherung. Neue Rekordstände sind in Sicht.“
Allerdings treibt die Rallye die Bewertungskennzahlen auf historische Höchststände. Global Markets Investor berichtete, dass der Buffett-Indikator auf 232,6% gestiegen ist. Das ist der höchste Wert in der Geschichte.
Dieser Indikator wird genutzt, um einzuschätzen, ob ein Aktienmarkt im Vergleich zur zugrunde liegenden Wirtschaft über- oder unterbewertet ist. Ein Wert von über 100% deutet oft auf eine Überbewertung hin.
Der aktuelle Wert liegt deutlich über dem Höchststand der Dotcom-Blase im Jahr 2000 (162,6%) und dem Markt-Hoch aus 2021 (218,7%).
„Seit dem Tiefpunkt der globalen Finanzkrise ist das Verhältnis um 163,6 Prozentpunkte gestiegen, also mehr als verdreifacht. US-Aktien bewegen sich in unbekanntem Terrain“, so der Beitrag.
Insgesamt deutet dies auf einen historisch teuren und potenziell anfälligen Markt hin. Zwar bleibt das Momentum bullisch und ein neues Rekordhoch rückt näher, jedoch wird das Umfeld zunehmend komplexer.
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