CBDC: Japan springt auf den Digital Currency Zug auf

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IN KÜRZE
  • Bank of Japan kündigt technische Tests zur Machbarkeit von CBDC an

  • Im Februar 2020 wollte die Bank of Japan noch nichts von Plänen bzgl. wissen

  • Japan reiht sich in eine Reihe von Nationen ein, die CBDC bereits testeten

  • promo

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Mit Meldung vom 02. Juli 2020 kündigte die Bank of Japan erste Tests mit Central Bank Digital Currency (CBDC) an. Es geht bei diesen Tests um die Machbarkeit eines digitalen Yen und dessen technischer Voraussetzungen.



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Besonders die Beliebtheit und Beschaffenheit der meisten Kryptowährungen ist dabei etwas, das Regierungen weltweit nicht mehr ignorieren können. Gewollt sind Bitcoin und Co. deshalb allerdings noch lange nicht! Der Trend für Regierungen rund um den Globus heißt darum Central Bank Digital Currency (CBDC). Diesem Trendclub traten bereits viele Länder bei und nun will auch Japan und seine Zentralbank mitmischen (Quelle in Japanisch).



Bank of Japan will beim Rennen um digitale Währungen mitspielen

China, Frankreich, Italien und Südkorea. Diese vier Nationen haben eines gemeinsam. Sie sind, unter vielen anderen Nationen, Vorreiter in Sachen CBDC.

China scheint dabei die Nase im Rennen um die erste landeseigene, digitale Währung vorne zu haben. Die Bank of Japan gab nun bekannt, dass auch Japan seinen Platz im weltweiten CBDC-Club haben möchte. Gemäß einem Bericht der japanischen Zentralbank sollen nun erste Tests erfolgen.

“[Es geht] um die Machbarkeit von CBDC von der technischen Perspektive her und um die Kooperation mit anderen Zentralbanken bzw. relevanten Institutionen. Aber auch um die Frage, ob CBDC [in Japan] eingeführt werden sollte.”

Es geht also um die technischen Voraussetzungen eines digitalen Yen. Und es geht um die Zusammenarbeit mit anderen Zentralbanken zum Thema CBDC. Diese Zusammenarbeit geht auf ein geplantes Treffen der Bank of Japan mit Vertretern von Zentralbanken aus der Euro-Zone, Kanada, Schweden und der Schweiz. Ein erster Termin war der April 2020, höchstwahrscheinlich kreuzte die Coronakrise allerdings diese Pläne.

Reuters berichtete aber im Februar dieses Jahres, dass die Vertreter der Zentralbanken gemeinsame Forschungen und Wissensaustausch vereinbarten. Ein Meeting der Zentralbanken hätte zudem erste Diskussionen über den grenzübergreifenden Einsatz von CBDC ergeben sollen.

Bank of Japan hatte im Februar 2020 noch keine Pläne für CBDC

Anfang Februar 2020 hieß es von der japanischen Zentralbank zudem noch, dass Japan keine Pläne für CBDC habe. Zeiten ändern sich.

Mittlerweile offenbart Japan entsprechende Pläne für einen digitalen Yen und Tests sollen jetzt zeigen, wie tragbar diese Pläne, vor allem technischer Natur, sind. Dennoch ist das Statement des Vorstandsmitglieds der Bank of Japan, Takako Masai, aus dem Februar dieses Jahres interessant:

“In Japan gibt es [derzeit] keine Pläne für Central Bank Digital Currency. Allerdings müssen wir alles dafür tun bereit zu sein, sollte der öffentliche Bedarf an Central Bank Digital Currency dramatisch ansteigen.”

Ein “dramatischer Anstieg” von “öffentlichem Bedarf” an CBDC kann nur dann zustande kommen, wenn schon ein gewisser Bedarf gegeben ist. Ansonsten müssten wir von einem Aufkommen an “öffentlichem Bedarf” an CBDC sprechen.

Unter dem Strich sagte Masai also nichts anderes, als dass Japan gegenwärtig keinen digitalen Yen herausgeben will bzw. kann, aber daran arbeitet diese Möglichkeit herzustellen. So wird aus den Aussagen aus Februar und der Ankündigung der Bank of Japan vom 02. Juli am Ende auch ein Schuh.

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