CFTC untersucht verdächtige Ölgeschäfte vor US-Präsident Trumps Iran-Beiträgen

  • Die CFTC untersucht Öl-Futures-Handel vor US-Präsident Trumps Iran-Postings
  • Trader setzen 500 Millionen USD auf fallende Kurse kurz vor Ankündigung am 23. März
  • Die Senatoren Warren und Whitehouse forderten die Untersuchung in einem Schreiben vom 9. April.
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Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) untersucht Berichten zufolge verdächtige Öl-Futures-Handel, die nur wenige Minuten vor Beiträgen von US-Präsident Trump auf Truth Social zu Deeskalationsgesprächen mit Iran abgeschlossen wurden.

Die Untersuchung erfolgt nach wochenlangem Druck von demokratischen Abgeordneten, die ungewöhnliche Aktivitäten an den Rohölmärkten im Zusammenhang mit den Ankündigungen des Präsidenten gemeldet hatten.

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Hunderte Millionen Investitionen vor Trumps Beiträgen

Am 23. März platzierten Trader etwa 500 bis 580 Millionen USD in Brent- und WTI-Rohöl-Futures-Kontrakte zwischen 6:49 und 6:50 Uhr ET.

Das war ungefähr 15 Minuten bevor Trump auf Truth Social über produktive Gespräche mit Iran zur Deeskalation berichtet hatte.

Die Ölpreise fielen danach deutlich, wodurch die Trader mit Investitionen auf einen Preisrückgang profitierten.

Das Handelsvolumen in dieser Stunde lag laut CBS News etwa neunmal so hoch wie im Durchschnitt zu dieser Tageszeit. Es gab keine öffentliche Nachricht oder einen Auslöser, der die starke Zunahme erklärt hätte.

„Ist das der am besten getimte Handel des Jahres 2026?”, fragten Analysten vom Kobessi Letter damals.

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Ein ähnliches Muster soll sich am 7. April gezeigt haben, als etwa 950 Millionen USD auf fallende Ölpreise gesetzt wurden – nur wenige Stunden bevor Trump eine zweiwöchige Waffenruhe mit Iran ankündigte. Nach seinem Beitrag fielen die Ölpreise um etwa 15 %.

Abgeordnete fordern Aufklärung

Die Senatorinnen Elizabeth Warren und Sheldon Whitehouse sandten am 9. April einen formellen Brief an CFTC-Vorsitzenden Michael Selig. Sie beschrieben darin ein „wiederkehrendes Problem” mit möglichem Missbrauch von vertraulichen Regierungsinformationen entgegen dem Commodity Exchange Act.

Abgeordneter Ritchie Torres forderte zudem, dass sowohl die Securities and Exchange Commission (SEC) als auch die CFTC die Handelsaktivitäten rund um beide Ankündigungen prüfen.

Das Weiße Haus hat jegliche Beteiligung zurückgewiesen. Sprecher Kush Desai nannte die Vorwürfe zu Insiderhandel seitens der Regierung „haltlos und unverantwortlich”.

Die CFTC verfügt über Überwachungsinstrumente für die Futures-Märkte und kann Handelsdaten per Vorladung anfordern. Allerdings benötigen Untersuchungen dieser Art in der Regel mehrere Wochen oder Monate, um mit öffentlichen Ergebnissen abzuschließen.

Bisher gab es keine Anklagen und keine bekannten beteiligten Trader.

Die Ölpreise sind angesichts wechselnder Signale im US-Iran-Konflikt weiterhin volatil. Neue Ankündigungen aus dem Weißen Haus könnten daher erneut eine genauere Beobachtung des Handelsmusters vor den Veröffentlichungen auslösen.


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