Galaxy Digital fordert SEC auf, den Handel mit tokenisierten Wertpapieren auf AMMs zuzulassen

  • Galaxy Digital teilt der SEC mit, dass AMMs nicht als Börsen gelten sollten.
  • Die Einreichung stellt Wall Streets Bestreben infrage, tokenisierte Aktien weiterhin auf traditionellen Infrastrukturen abzuwickeln.
  • Galaxy schlägt eine bedingte Ausnahme mit Volumenobergrenzen und Offenlegungspflichten vor.
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Galaxy Digital hat in dieser Woche einen Brief an die Crypto Task Force der SEC eingereicht und argumentiert darin, dass automatisierte Market Maker (AMMs) berechtigt sein sollten, tokenisierte Wertpapiere zu handeln, ohne sich als Börse registrieren zu müssen.

Die Eingabe widerspricht direkt den Positionen von SIFMA, der Lobbygruppe, die traditionelle Broker-Dealer an der Wall Street vertritt.

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Galaxy: AMMs unterliegen nicht den Börsenregeln

In ihrer Eingabe legt Galaxy Digital dar, warum AMMs, die bestimmte Kriterien erfüllen, nicht als „Börsen” im Sinne des Securities Exchange Act von 1934 gelten sollten.

Das Unternehmen verweist dabei unter anderem auf Merkmale wie deterministische Abwicklung, vollständige Transparenz, nichtdiskriminierenden Zugang und den Verzicht auf beliebige Kontrolle.

Galaxy argumentiert zudem, dass Liquiditätsanbieter auf diesen Plattformen keine „Dealer” sind, da sie für eigene Konten handeln, keine Kunden haben und keine Aufträge anwerben.

Das Unternehmen schlägt eine bedingte Innovations-Ausnahme vor, die eine Whitelist, Volumenobergrenzen sowie verpflichtende Offenlegungspflichten umfasst, um die Integrität des Marktes zu wahren.

Im Brief wird die Debatte als grundsätzliche Frage dargestellt, ob tokenisierte Aktien über dezentrale Protokolle abgewickelt werden sollten oder weiterhin auf traditionelle Marktinfrastrukturen beschränkt bleiben müssen.

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SIFMA setzt sich dafür ein, dass diese Vermögenswerte im bestehenden System verbleiben. Galaxy bezeichnet diese Haltung jedoch als nicht vereinbar mit dem technologie-neutralen Ansatz der SEC.

Größerer regulatorischer Wandel

Die Eingabe erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem die SEC ihre positive Krypto-Haltung weiter ausbaut. Die Behörde hat Anfang dieses Jahres das Project Crypto gestartet, um Kapitalmärkte auf die Blockchain zu bringen.

Im März 2026 haben SEC und CFTC gemeinsam eine Taxonomie veröffentlicht, die digitale Vermögenswerte in fünf Kategorien einteilt, darunter auch tokenisierte Wertpapiere.

Galaxy selbst war das erste NASDAQ-gelistete Unternehmen, das seine Anteile auf einer öffentlichen Blockchain tokenisiert hat. Eine Aktionärsabstimmung dazu ist für Mai 2026 über die Governance-Plattform von Broadridge auf Avalanche geplant.

Ob die SEC künftig eher zu Galaxy oder zu SIFMA hinsichtlich der Einstufung von AMMs tendiert, könnte maßgeblich beeinflussen, wie sich Märkte für tokenisierte Aktien in den kommenden Jahren entwickeln.

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