US-Finanzminister Scott Bessent nutzte den Tax Day, um die Working Families Tax Cuts zu loben. Seinen Aussagen nach behalten nun mehrere zehn Millionen US-Amerikaner mehr von ihrem Gehalt. Für Bitcoin (BTC)-Nutzer zeichnet der Steuercode jedoch ein anderes Bild.
Nicholas Anthony, Research Fellow am Cato Institute, veröffentlichte eine neue Analyse. Darin argumentiert er, dass die Regeln zu Kapitalgewinnen es fast unmöglich machen, Bitcoin in den Vereinigten Staaten als Geld zu verwenden.
Bitcoin-Zahlungen lösen eine Papierflut aus
Anthony erklärte, dass jeder Einkauf mit BTC Nutzer dazu verpflichtet, das Erwerbsdatum, das Ausgabedatum, die ursprünglichen Kosten sowie Gewinn oder Verlust zu dokumentieren.
Alle diese Angaben müssen auf IRS-Formular 8949 und Schedule D des Formulars 1040 eingetragen werden.
Laut seiner Auswertung ist das Ergebnis erheblich. Wer täglich mit Bitcoin einen Kaffee kauft, könnte bis Jahresende mit mehr als 100 Seiten Unterlagen rechnen. Für tägliche Transaktionen kann allein das Formular 8949 etwa 70 Seiten erreichen.
„Die Steuersätze auf Kapitalgewinne sind so gestaltet, dass sie langfristiges Halten fördern. Diese Regelung verzerrt den Markt, da sie Käufe und Verkäufe nur zu dem Zweck anregt, steuerliche Verluste zu vermeiden. Besonders problematisch ist diese Verzerrung, wenn es um Geld geht. Langfristiges Halten wird gefördert, während die Verwendung als Währung entmutigt wird”, schrieb Nicholas Anthony,
Congress hat verschiedene Möglichkeiten, sagt Anthony
Anthony stellt mehrere mögliche Lösungen vor. Die einfachste Variante wäre, die Kapitalertragssteuer komplett abzuschaffen. Ein gezielter Ansatz würde vorsehen, Kryptowährungen und ausländische Währungen von der Kapitalertragssteuer auszunehmen.
Er verweist außerdem auf den Virtual Currency Tax Fairness Act, welcher eine De-Minimis-Ausnahme für Gewinne unter 200 USD schaffen würde. Seiner Meinung nach sollte dieser Schwellenwert jedoch an die durchschnittlichen Ausgaben eines Haushalts von 80.000 USD angepasst werden.
Inzwischen entwickelt sich die Zahlungsinfrastruktur schneller als das Steuergesetz. Square hat kürzlich gebührenfreie Bitcoin-Zahlungen an Händlerterminals eingeführt, und selbstverwaltete Wallets von Bull Bitcoin, Zeus und Trezor erleichtern zudem die Ausgaben für Verbraucher.





