Craig Wright stellt gerichtlichen Antrag, um Liste mit Bitcoin-Adressen geheim zu halten

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IN KÜRZE
  • Craig Wright möchte Beweismaterial aus Gericht halten

  • Digital signierte Nachricht soll nicht zugelassen werden

  • Verheimlicht CSW etwas, oder geht es nur um seine Privatsphäre?

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Die Anwälte von Craig S. Wright versuchen derzeit fieberhaft, eine weitere öffentliche Bloßstellung zu verhindern. Folglich ersuchen sie das Gericht, die Liste mit Bitcoin-Adressen, die angeblich ihrem Mandanten gehören sollen, unter Verschluss zu halten.



Laut einem Partner der Washingtoner Anwaltskanzlei Anderson Kill haben Wrights Anwälte einen Antrag an das Gericht gestellt, die Liste mit Wrights angeblichen Bitcoin-Adressen geheim zu halten. Ein Ausschnitt aus dem Antrag liest sich wie folgt:

Dr. Wright hat gute Gründe, um die persönlichen Informationen, welche an den Antrag des Klägers angefügt sind, unter Verschluss zu halten. Informationen über persönliche Finanzen unterliegen unbestreitbar der Geheimhaltungspflicht.

Kleiman v. Wright geht in die nächste Runde

Craig S. Wright war und ist an mehreren Gerichtsverfahren beteiligt. Der bekannteste davon ist der Rechtsstreit gegen Ira Kleiman. Dieser behauptet Wright hätte nach dem Tod seines Bruders Dave Kleiman, die gemeinsam geschürften Bitcoins unterschlagen. Da Wright von sich selbst behauptet, der Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto zu sein, geht es um eine Summe von nicht weniger als 1,1 Millionen BTC.



Noch im Januar diesen Jahres kündigte Wright medienwirksam an, dem Gericht ein ihm bislang unzugängliches Dokument vorzulegen, welches Licht in die Sache werfen würde. Tatsächlich reichte er wenig Später ein neues Dokument ein. Dieses enthielt allerdings lediglich eine Liste mit Bitcoin-Adressen. Allerdings fehlt von den privaten Schlüsseln zum “Tulip Trust” nach wie vor jede Spur.

Der tatsächliche Grund für den Rückzieher

Mit seiner Ankündigung löste Wright einen sprunghaften Kursanstieg bei Bitcoin SV (BSV) aus. BSV wurde durch einen Hard Fork von Bitcoin Cash durch Wright initiiert. Nun rudert sein Anwaltsteam zurück und pocht auf Wrights Persönlichkeitsrechte.

Der Grund dafür dürfte wohl die öffentliche Demütigung sein, die Wright erst kürzlich erfahren musste. Auf der Bitcoin-Blockchain tauchte erst vor wenigen Tagen eine versteckte Botschaft auf, welche Wright einen “Lügner und Betrüger” nennt. Da diese von 145 Bitcoin-Adressen signiert wurde, von denen Wright behauptet, dass sie ihm gehören würden, stammt die Nachricht nachweislich vom tatsächlichen Besitzer dieser Wallets. Die Nachricht wurde als Beweismittel in das Verfahren mit Kleiman eingebracht.

Nicht nur wird Wrights Behauptung, er sei der Erfinder von Bitcoin innerhalb der Krypto-Gemeinschaft als infame Lüge angesehen. Gegen den australischen Informatiker werden derzeit heftige Plagiatsvorwürfe erhoben. Die Charles Stuart University, welche ihm 2017 die Doktorwürde verlieh, prüft nun seine Dissertation auf Plagiate.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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