DeFi Daily: Etherisc und Chainlink testen Ernteversicherung

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IN KÜRZE
  • Das Münchner Unternehmen testet dezentrale Ernteversicherungen in Kenia.

  • Durch die Verwendung von Smart Contracts lassen sich geschätzte Einsparungen von 41 % realisieren.

  • Das offizielle Frontend von Uniswap was für einige Stunden nicht erreichbar.

  • promo

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Etherisc startet einen weiteren Test für eine dezentrale Ernteversicherung. Dies soll einen bezahlbaren Schutz vor Ernteausfällen ermöglichen.



Bereits 2019 schloss das Projekt einen ersten Test in Sri-Lanka ab. Nun haben sie sich Kenia als neues Ziel ausgesucht.

Ernteversicherung made in Germany

BeInCrypto berichtete bereits über das in München ansässige DeFi-Projekt Etherisc. Die Bezeichnung Versicherung durften sie aus regulatorischen Gründen nicht führen. Nun taucht der Begriff dennoch auf. Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass dieser Test in Kooperation mit dem Versicherungsunternehmen ACRE Africa stattfindet.



Gerade in Hinblick auf den Klimawandel wird es zu einem wachsenden Problem dass nur wenige Landwirte in Afrika ihre Felder gegen Dürre und andere Naturkatastrophen versichern. Dies liegt einerseits daran, dass solche Versicherungen oft nicht bezahlbar sind, andererseits allerdings auch daran, dass die Landwirtschafte bei Ernteausfällen häufig mehrere Monate darauf warten müssen, bis der Versicherer den Schaden reguliert.

Etherisc will beide Probleme lösen. Laut einer Schätzung des Global Innovation Lab for Climate Finance könnte die Smart Contract Technologie von Etherisc die Versicherungsprämien um bis zu 41 % senken. Dank einem Chainlink-Oracle für Wetterdaten kann der Schaden in Echtzeit reguliert werden, sobald vorher festgelegte Bedingungen für einen Ernteausfall erfüllt sind.

Etherisc möchte in diesem Versuch einen Versicherungsschutz für bis zu 250,000 Farmer in Kenia anbieten. Die wiederkehrenden Versicherungsprämien könnten dabei bis auf 0,50 USD sinken. Bereits 2019 testete Etherisc dieses Versicherungsmodell in Sri-Lanka mit Unterstützung von Oxfam und Aon.

Frontend-Ausfall bei Uniswap

Über die heikle Governance bei Uniswap berichteten wir bereits mehrfach. Am Dienstag den 17. November läuft das Liquidity Mining Programm für den UNI-Token aus und in der Community der beliebtesten DEX besteht keine Einigung darüber, wie man die 2,4 Mrd. USD an Liquidität, welche auf dem Spiel stehen, auf der Plattform halten soll.

Nun kommt zu allem Überfluss auch noch ein Ausfall des Frontends dazu, wie Uniswap über ihren Twitter-Channel berichtetet. Über Frontends von Drittparteien, oder eine lokal gespeicherte Version der Webseite war der Zugriff auf die Smart Contracts von Uniswap jedoch jederzeit möglich.

Marktbericht

DeFiPulse berichtet derzeit ein Total Value Locked (TVL) von 13,67 Mrd. USD (+1,7 %). Der DeFiPulse Index steht bei 95,09 (+2,8 %).

Die größten DeFi-Plattformen sind derzeit Uniswap (3,00 Mrd., -1,5 %), Maker DAO (2,32 Mrd., -1,6 %), Compound (1,41 Mrd., -1,6 %) und Aave (1,19 Mrd., -0,3 %). Das TVL von Wrapped Bitcoin steht bei 1,98 Mrd. USD (-1,3 %).

Der Ethereum Deposit Contract hat 604 neue Validatoren hinzugewonnen. Er steht nun bei 2591 von 16,384 benötigten Validatoren.

Laut Messari haben DeFi-Tokens im gewichteten Schnitt +5,2 % zugelegt. Der größte Gewinner war Swerve (+30,0 %). Der größte Verlierer war yAxis (-18,8 %).

Stand: 15. November 2020, 05:19 Uhr.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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