Deutsche Bank: Regierungen schalten auf Erholungsmodus

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IN KÜRZE
  • Chefvolkswirt der Deutschen Bank sagt, dass Regierungen in den Erholungsmodus umschalten

  • Der Fokus liegt jetzt nicht mehr auf Institutionen, sondern auf dem Einzelnen

  • Wandel hin zu digitalem Geld gilt als unumgänglich

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Die Deutsche Bank sieht die Regierungen weltweit von Rettungs- auf Erholungsmodus umschalten. Diese Ansicht kommt in einer Zeit, in der die globale Wirtschaft mit Problemen der Pandemiefolgen zu kämpfen hat.



Covid-19 scheint die Weltwirtschaft noch immer fest im Griff zu haben. So zumindest lesen sich die zahllosen Meldungen der weltweiten Medien. Die Deutsche Bank sieht das anders. Während die Regierungen zuvor im Rettungsmodus waren, schalten die Gesetzgeber jetzt auf Erholungsmodus um. Das gab der Chefvolkswirt Thorsten Slok gegenüber Bloomberg bekannt.

Von institutioneller Krise hin zur Krise für den Einzelnen

Gegenüber Bloomberg gab der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thorsten Slok, bekannt, dass die weltweiten Regierungen nun vom Rettungs- in den Erholungsmodus umschalten. Zwar ist die Pandemie rund um den neuartigen Coronavirus “Covid-19” noch nicht gänzlich überstanden. Aber der Fokus hat sich von einer institutionellen Krise hin zu einer Krise für den Einzelnen verschoben.



“Die [globalen] Gesetzgeber schalten von Rettung auf Erholung um. Sie [die Regierungen] realisieren, dass finanzielle Unterstützungen für Kleinunternehmen und Haushalte vonnöten sind, um diese Liquiditätskrise nicht zu einer Solvenzkrise ausarten zu lassen.”

Die meisten Regierungen haben Hilfspakete für die Wirtschaft in Milliarden-, wenn nicht sogar Billionenhöhe erlassen. In vielen Ländern halten die Diskussionen um weitere Hilfspakete zur Stabilisierung der Wirtschaft an. Währenddessen ergibt sich aus der Coronakrise aber auch eine “Revolution des digitalen Geldes“. So gab es Marion Laboure von der Deutschen Bank Anfang April dieses Jahres bekannt:

“Ein Jahrhundertpathogen erfordert eine Jahrhundertlösung. Der offensichtlichste Platz um [eine solche Lösung zu finden], ist der unvermeidbare Wandel hin zu digitalen Währungen.”

Pandemie zwingt Regierungen über den tatsächlichen Wert von Papiergeld nachzudenken

Für viele Länder hat Papiergeld zunehmend weniger Bedeutung. Die Digitalisierung schreitet immer weiter – und unaufhaltsam – voran. Die Frage nach dem “Warum Papiergeld und nicht digitales Geld?” ist also mehr als berechtigt. Der Fakt, dass Papiergeld ein Risiko bei der Verbreitung von Covid-19 darstellt, dient in diesem Zusammenhang nur als weiterer Kontrapunkt gegen Papiergeld. Das große Wort der Stunde heißt deswegen “Central Bank Digital Currency” (CBDC). Das bedeutet nichts anderes als landeseigene, durch die jeweilige Nationalbank verwaltete und herausgegebene Kryptowährung. Digitale Euros, digitale Dollars, digitale Yen.

Und tatsächlich nähern sich die ersten Nationen mit hoher Geschwindigkeit einer solchen landeseigenen Kryptowährung. Beispiel: China. Wie wir berichteten, starten in Fernost bereits erste Pilotprogramme in großen Städten, die zur Winterolympiade 2022 in Peking ausgeweitet werden könnten. Aber auch die EU in Brüssel drängt die Mitgliedsstaaten mehr und mehr zur Zusammenarbeit für einen digitalen Euro. Und die Türkei will bis Ende 2020 schon eine digitale Lira einsetzen. Während viele Nationen also noch nachdenken, findet die Revolution des Geldes anderswo längst statt.

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