Die Hashrate von Bitcoin geht diesen Monat um 40% zurück und sinkt unter 100 EHash/s

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Die Hashrate von Bitcoin ist inmitten der globalen Pandemie erheblich gesunken. Einige Mining-Pools scheinen bei den aktuellen Preisen zu kapitulieren.

Normalerweise wird die Bitcoin Hashrate als eine Möglichkeit gesehen, um die Gesundheit des Netzwerks zu beurteilen. Obwohl sie nicht der perfekte Indikator ist, sagt es uns doch viel darüber aus, wie “sicher” das Netzwerk ist. Diese Kennzahl ist nun in den letzten Tagen gesunken.

Bitcoin’s Hashrate erleidet starken Rückgang

BeInCrypto berichtet häufig über die Hashrate von Kryptowährungen, die historisch gesehen immer tendenziell steigen sollte. Die jüngste globale Krise hat jedoch dazu geführt, dass der Preis von Bitcoin drastisch gesunken ist. Das sind schlechte Nachrichten für die Miner und damit für die Gesundheit des Bitcoin-Netzwerkes.

Skew (@skewdotcom) berichtet, dass die Hashrate von Bitcoin in diesem Monat um etwa 40% gesunken ist. Da uns eine Halbierung der Block-Erträge bevorsteht, ist dies ein kritischer Zeitpunkt für die Miner, um strategische Entscheidungen zu treffen. In den vorherigen Monaten erhöhte sich die Hashrate, da Miner zuversichtlich waren, dass der Kurs von Bitcoin steigen wird. Angesichts der außergewöhnlichen makroökonomischen Faktoren, die im Spiel sind, ist dies jedoch nicht geschehen.



Die Gesamt-Hashrate des Bitcoin-Netzwerk liegt nun zum ersten Mal seit Januar 2020 unter 100 Ehash/s. Obwohl dieser Rückgang um 40% sehr drastisch ist, befinden wir uns immer noch auf der gleichen Hashrate wie vor ein oder zwei Monaten. Dies ist also kein Grund zur Panik oder zur Annahme, dass Bitcoin ins Stocken gerät.

Allerdings, ist die Hashrate nicht die einzige Möglichkeit, den Zustand des Netzwerks zu beurteilen. China besitzt immer noch die überwiegende Mehrheit der Mining für Bitcoin, was an sich schon eine Belastung darstellt. Andere Miner haben versucht, in den Markt einzutreten, aber es hat sich nicht viel geändert.

Mining-Rentabilität sinkt

Eine weitere Kennzahl, die angesichts des jüngsten Preiseinbruchs bei Bitcoin einen Schlag erlitten hat, ist die Rentabilität des Minings. Laut BitInfoCharts ist der von den Minern verdiente Tagesertrag seit Anfang dieses Monats stark gesunken.

Damit liegt die derzeitige Mining-Rentabilität auf einem Niveau, das seit Jahren nicht mehr erreicht wurde. Viele Miner werden wahrscheinlich gezwungen sein, sich aus dem Markt zurückzuziehen, wenn die derzeitigen Preise anhalten. Mit dem bevorstehenden Halvening werden die Belohnungen der Minern weiter um die Hälfte reduziert. Das könnte bedeuten, dass viele Miner ihre Bitcoins abstoßen werden und auch ihre Mining-Aktivitäten zurückfahren.

Zur Zeit ist die kurzfristige Zukunft ungewiss. Dennoch ist das Netzwerk von Bitcoin im Moment noch sehr stark geblieben.

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Nachdem er sein Studium der internationalen Betriebswirtschaft an der Frankfurt School of Finance and Management abgeschlossen hatte, arbeitete Christian zunächst in der Immobilienentwicklung. Nachdem er Bitcoin und die Kryptowirtschaft für sich entdeckte, änderte er sein Fachgebiet, um digitale Zusammenhänge zu analysieren.

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