Pavel Durov, Elon Musk: EU und Großbritannien setzen mit „Kinderschutz“ Social-Media-CEOs unter Druck

  • Durov: EU und Großbritannien bieten CEOs geheime Absprachen zur Zensur von abweichenden Meinungen
  • Musk unterstützt Durov, nachdem französische Staatsanwälte ihn im Zusammenhang mit X befragen
  • Premierminister Starmer hat vergangene Woche Social-Media-Chefs wegen Kinderschutz einbestellt.
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Der Telegram-Gründer Pavel Durov wirft Behörden in der EU und im Vereinigten Königreich vor, Social-Media-Chefs geheime Angebote zu machen, um abweichende Meinungen zu unterdrücken. Laut ihm ist „Kinderschutz” nur ein Vorwand für Zensur. Elon Musk, der Eigentümer von X (früher Twitter), unterstützt ihn öffentlich.

Durovs Aussagen kamen am selben Tag, als die französischen Staatsanwälte Musk zu einem freiwilligen Gespräch luden. Hintergrund sind Vorwürfe, dass X Material zum Kindesmissbrauch und Deepfakes ermöglicht habe.

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Durov: Behörden nutzen „Kinderschutz” als PR-Schutz

In mehreren Beiträgen beschreibt Durov ein Muster, das er bei europäischen Regierungen erkannt haben will. Seinen Angaben nach wenden sich die Behörden zuerst mit informellen Vereinbarungen an Plattformchefs, um die Inhalte einzuschränken.

Wer diese Angebote ablehnt, dem drohen Strafverfahren, die mit Kinderschutzgesetzen begründet werden.

„Wenn Menschen widersprechen, heißt es: ‚Alles für die Kinder.’ ‚Kinderschutz’ ist inzwischen der Standard-Vorwand in der Justiz und PR”, äußerte Durov.

Außerdem sagt Durov, dass das Argument „Kinderschutz” elterliche Instinkte benutze, um kritische Überlegungen zu Überwachung und digitale Rechte zu umgehen.

Durov selbst wurde im August 2024 am Flughafen in Paris festgenommen und ihm wurden 12 Anklagepunkte vorgeworfen, unter anderem mutmaßliche Beihilfe zur Verbreitung von kinderpornografischem Material.

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Im November 2025 wurde sein Reiseverbot aufgehoben, dennoch läuft die Untersuchung weiter. Kürzlich berichtete er, dass er mit mehr als einem Dutzend Anklagen konfrontiert sei, jede davon könne bis zu 10 Jahre Haft bedeuten.

Musk zeigte sich mit Durovs Kritik einverstanden. Zudem bezeichnete er die französischen Ermittlungen gegen X als einen „politischen Angriff”.

Das US-Justizministerium lehnte Frankreichs Anfrage nach Unterstützung ab. Es bezeichnete die Untersuchungen als Versuch, „die Vereinigten Staaten in ein politisch aufgeladenes Strafverfahren zu verwickeln”.

Zuvor hatte der britische Premierminister Keir Starmer am 16. April bei einem Treffen in der Downing Street Führungskräfte von X, Meta, Snap, YouTube und TikTok gewarnt, dass ein Verbot für Kinder auf den Plattformen „besser wäre als eine Welt, in der Schaden der Preis für soziale Medien ist”.

„Ich weiß, Eltern machen sich Sorgen um soziale Medien und die Sicherheit ihrer Kinder. Sie erwarten zu Recht schnelles Handeln. Heute fordere ich die Führung von X, Meta, Snap, YouTube und TikTok auf, mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich werde alles tun, um Kinder im Internet zu schützen”, so Starmer.

Ob europäische Behörden wirklich Kinder schützen oder die Kontrolle über digitale Plattformen ausbauen wollen, wird vermutlich weiterhin umstritten bleiben. Die Untersuchungen gegen X und Durov gehen in den kommenden Monaten weiter.


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