Ehemaliger US-Chef-Regulator Chris Giancarlo sagt, dass Ripple (XRP) kein Wertpapier ist

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IN KÜRZE
  • Chris Giancarlo argumentiert, dass XRP kein Wertpapier sei

  • Stattdessen sollte XRP als Währung angesehen werden

  • Giancarlo bezieht Gelder von Ripple Labs

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Chris Giancarlo ist bekannt als ehemaliger Vorsitzender der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Jetzt schrieb der ehemalige Chef-Regulator aus den USA in einem Artikel, dass XRP keine Sicherheit ist. Interessant, da Chris Giancarlo auf der Gehaltsliste bei Ripple steht.



Chris Giancarlo ist in der Krypto-Community gut bekannt. Immerhin setzte er sich noch zu Zeiten des Vorsitzes bei der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) dafür ein, dass Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) damals als Rohstoffe eingestuft wurden. Jetzt können Argumente von Giancarlo in einem Artikel auf IFLR.com gelesen werden, die sich auch beim Ripple (XRP) gegen einen Status als Wertpapier aussprechen.

XRP ist kein Wertpapier, sondern mehr von Interesse für die Federal Reserve (Fed)

Die Diskussion um die Klassifizierung bzw. Kategorisierung des Bitcoin und weiteren Kryptowährungen ist definitiv einen eigenen Artikel wert. Experten jedenfalls beschäftigen sich schon lange mit der Frage danach, was Kryptowährungen im Sinne der traditionellen Märkte denn nun eigentlich sind. Nun, Wertpapiere schon mal nicht. Dafür plädierte Chris Giancarlo selbst, als er noch Vorsitzender der US-amerikanischen CFTC war. Der Ripple (XRP) ist aber auch kein Wertpapier, heißt es jetzt vom ehemaligen Chef-Regulator aus den USA. Stattdessen sollte XRP vielmehr als Währung angesehen werden! Interessant, da Giancarlo mittlerweile auf der Gehaltsliste von Ripple steht.



In einem Beitrag, der auf IFLR.com erschien, argumentieren die Autoren (darunter auch Giancarlo selbst), dass Ripple (XRP) die Qualifikationen als Wertpapier nicht erfüllt. Stattdessen, so argumentieren die Autoren, sei u.a. auch XRP eher eine Währung, die die Federal Reserve (Fed) interessieren sollten, anstatt Finanzmarktregulatoren.

Das Ganze kommt zu einer interessanten Zeit. Denn XRP ist die viertgrößte Kryptowährung, sortiert nach Marktkapitalisierung. Eine eventuelle Klassifizierung des XRP könnte Kunden von Ripple, die nicht auf die Kryptowährung angewiesen sind, positiv oder negativ beeinflussen. Dazu zählen laut Forbes: American Express, Santander und auch die SBI Holdings. Würde XRP als Nicht-Wertpapier klassifiziert und gar als Währung, würde Ripple aller Wahrscheinlichkeit nach als eines der wertvollsten Fintech-Startups dastehen.

Verfolgt Giancarlo hier eigene Interessen?

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass sowohl Chris Giancarlo, als auch ein anderer Autor namens Conrad Bahlke, von Ripple Labs Gelder beziehen. Deswegen scheinen die dargelegten Argumente zwar einerseits faszinierend, andererseits aber auch zweifelhaft in ihren tatsächlichen Intentionen:

“Am Ende, und unter Berücksichtigung der Kriterien nach dem Howey Test (von 1946) und weiteren Analysen, sollte XRP nicht als Wertpapier reguliert werden, sondern stattdessen als Währung erachtet […] Die zunehmende Akzeptanz gegenüber XRP als Tauschware und eine Zahlungsmöglichkeit sowohl bei Privat- als auch Geschäftskunden, unterstreicht den Einsatz von XRP als […] Ersatz für Fiat(-währung).”

An sich ist es weniger verwunderlich, dass Giancarlo für seinen eigenen Klienten spricht. Die Gesamtheit der Argumente scheint auch fundiert und weniger befangen. Welche Folgen der Artikel für XRP und Ripple Labs genau nach sich ziehen wird bleibt natürlich abzuwarten. Allerdings nimmt der Wettbewerb unter den Kryptowährungen auf dem Weg zu offiziellen, anerkannten, digitalen Währungen zu.

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