Die Aktie von Enflame ist am Freitag bei ihrem Handelsstart in Shanghai um mehr als 200% gestiegen. Mit diesem Börsengang sind nun die vier führenden chinesischen KI-Chip-Start-Ups am Markt.
Das von Tencent unterstützte Unternehmen entwickelt Alternativen zu Nvidia-Prozessoren. Enflame macht bisher aber noch keinen Gewinn.
Enflame-Aktie steigt um 200%: Chinas KI-Chip-Startup geht an die Börse
Enflame legte den Ausgabepreis auf 142,18 Yuan fest und startete mit 410 Yuan in den Handel, was einem Plus von 188% entspricht, so berichtet SCMP. Die Aktie kletterte danach bis auf 475 Yuan, also 234% über dem Ausgabepreis.
Das erste Angebot für Privatkunden zog Aufträge für mehr als das 6.000-Fache der verfügbaren Aktien an. Daraufhin wurden mehr Aktien dieser Gruppe zugeteilt.
Auch die drei Wettbewerber erlebten kräftige Kursgewinne beim Börsendebüt. MetaX stieg im Dezember fast 700%, Moore Threads legte um mehr als 400% zu, und Biren erzielte im Januar 76%. Speicherhersteller CXMT verzeichnete im Juli an der gleichen Börse eine ähnliche Entwicklung.
Diese hohen Einstiegskurse wurden jedoch nicht gehalten. Moore Threads notiert etwa 42% unter dem Anfangskurs, während MetaX laut Google Finance Daten rund 35% verloren hat.
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Nvidia dominiert weiterhin den Zielmarkt von Enflame
Laut IDC-Daten, auf die CNBC verweist, hielten internationale Chip-Hersteller wie Nvidia im Jahr 2025 fast 60% des chinesischen KI-Beschleuniger-Marktes.
US-Ausfuhrbeschränkungen haben die Exporte von Nvidia nach China im Computermarkt deutlich eingeschränkt. Peking selbst zeigt zudem wenig Bereitschaft, fortschrittliche ausländische Chips zu importieren.
Inzwischen kommen chinesische Chips tatsächlich zum Einsatz. Z.ai teilte mit, dass sein GLM-5.3-Flash-Modell vollständig auf in China produzierten Chips arbeitet. Nach Einschätzung von Analysten verwendet das Unternehmen dabei einen Mix aus Huawei-Prozessoren, Komponenten von Enflame und anderen lokalen Anbietern.
Enflame erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von 990 Millionen Yuan, umgerechnet etwa 147 Millionen USD. Im Vorjahr waren es 722 Millionen Yuan.
Mit den Erlösen sollen Prozessoren der fünften und sechsten Generation entwickelt werden. Diese sollen mit den High-End-Lösungen internationaler Konkurrenten mithalten. Goldman Sachs erwartet, dass Chinas Investitionen in die Halbleiterindustrie bis 2030 auf 82 Milliarden USD steigen.
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