Erste Coronavirus-Tote haben Auswirkungen auf die Europäische Wirtschaft

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Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus in Italien ist auf fünf angewachsen. Die Regierung unternimmt bereits drastische Schritte, um die Infektion einzudämmen. Die europäischen Märkte leiden unter den Ängsten, die durch die Epidemie ausgelöst werden.



Italien vermeldete heute 219 Infizierte des Covid-19 genannten Coronavirus, wobei das Infektionsgebiet hauptsächlich in der nördlichen Lombardei liegt. In der Region um die Metropolitanstadt Mailand gibt es bereits über 100 Infizierte, von denen 26 auf der Intensivstation liegen. Bereits fünf Menschen sind aufgrund von Komplikationen gestorben. [Merkur]

Europäische Wirtschaft durch Coronavirus-Ausbreitung im Rückgang

In der Lombardei wurden bereits mehrere Gemeinden unter Quarantäne gestellt. Dabei besteht ein Aus- und Einreiseverbot, von dem mindestens 50,000 Menschen betroffen sind. Auch in Österreich geht die Angst um das Coronavirus um. Dort sind 11 Krankenhausmitarbeiter unter Quaratäne gestellt worden, die von einer Venedigreise zurückgekehrt sind. Österreich stellte bereits jeglichen Zugverkehr von und nach Italien ein.



Obwohl der Regionalpräsident der Lombardei, Attilio Fontana, versicherte dass die Nachschublieferungen an Lebensmitteln gesichert ist, kommt es in den betroffenen Regionen derzeit zu Hamsterkäufen. Auf Twitter sind bereits erste Bilder von leeren Supermarktregalen aufgetaucht.

Nach China ist jetzt auch die europäische Wirtschaft betroffen. Durch die wirtschaftlichen Ängste, welche von den Quarantänen befeuert werden, suchen viele Investoren nach sicheren Häfen. Dadurch stürzte der Euro kurzzeitig auf einen Wert unter $1,08. [ING] Gleichzeitig stärkte dies den US-Dollar, da dieser neben Gold und Bitcoin als relativ sicherer Hafen gilt.

Rezessionen verbreiten sich ähnlich wie Viren

Der Ökonom Raoul Pal (@RaoulGMI) weist darauf hin, dass sich Rezessionen ähnlich wie Viren verbreiten. Bereits in der Finanzkrise von 2007/2008 folgte auf Krisen in einem Wirtschaftssektor ein sich ausbreitender Zusammenbruch der gesamten Wirtschaft, indem ein kranker Sektor andere Sektoren ansteckte.

Durch den Coronavirus sind Regierungen zum Handeln gezwungen und müssen Regionen, die von dem Virus betroffen sind abschotten, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen. Allerdings kann dies problematische Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.

Gerade die europäische Wirtschaft sitzt nach der jahrelangen Niedrigzinspolitik der EZB auf einem Pulverfass. Neben einer derzeitigen Rezession im deutschen Industriesektor hat sich durch die niedrigen Zinsen eine Spekulationsblase gebildet, welche die europäische Wirtschaft sehr anfällig für Krisen macht.

Es ist eine ähnliche spekulative Situation wie vor der vergangenen Finanzkrise entstanden. Weiterhin kann die EZB einer Rezession nicht mehr entgegenwirken, da ihre Leitzinsen bereits bei Null stehen. Für europäische Anleger könnte es damit Zeit sein, ihr Geld in Sicherheit zu bringen.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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