Investor, der die Blase 2008 vorausgesagt hat, rät: Verkaufen Sie US-Aktien vor einem Kursrückgang um 70%

  • Jeremy Grantham warnt: KI-Spekulation könnte US-Aktienkurse um bis zu 70 % drücken
  • Er bezeichnet den heutigen Markt als den teuersten in der Geschichte der USA.
  • Grantham rät Anlegern: Ausstieg aus US-Aktien, Einstieg in Anleihen, Gold und ausländische Aktien
Promo

Jeremy Grantham, der Mitgründer von GMO, der bekannt ist, frühere Marktblasen erkannt zu haben, hat gewarnt, dass eine KI-Blase die US-Aktien auf das teuerste Niveau in der amerikanischen Geschichte gebracht hat und einen Rückgang von bis zu 70% auslösen könnte.

Der erfahrene Stratege sagte dies bei CNBC, und seine wichtigste Empfehlung war klar. Er rät Investoren, sich von US-Aktien fernzuhalten und sich international umzuschauen.

Gesponsert
Gesponsert

Eine KI-Blase bei Rekordbewertungen

Grantham erklärte, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Marktes seit 2010 im Durchschnitt mehr als 60% höher ist als im Jahrhundert davor. Er verbindet diesen Aufschlag mit den Jahren des billigen Geldes. Er bestreitet nicht, dass KI die Märkte verändert. Allerdings meint er, dass der fast allgemeine Glaube an diese Technologie zu einer gefährlichen Überinvestition geführt hat, was wachsende Ängste vor einer KI-Blase an der Wall Street unterstreicht.

Nach seinem Blasenmodell kehrt jede frühere spekulative Übertreibung irgendwann zur Norm zurück. Eine Rückkehr zu diesen Werten würde seiner Aussage nach eher einen Rückgang von 70% als von 50% bei den größten Gewinnern bedeuten. Das genaue Timing, gibt er zu, kann zwischen zwei Wochen und zwei Jahren liegen.

Grantham erkannte bereits den Höhepunkt der Dotcom-Blase im Jahr 2000 und warnte vor einer US-Immobilienblase im Jahr 2007. Dieser bisherige Erfolg gibt ihm Gewicht, auch wenn seine Warnung vor einer „Epik-Blase” im Jahr 2021 zunächst zu früh erschien, da die Kurse danach noch stiegen, bevor sie 2022 fielen. Er ist derzeit nicht allein: Auch Investor Ray Dalio hat ähnliche Liquiditätsrisiken aufgezeigt.

Warum Krypto-Investoren aufmerksam sind

Ein Einbruch um 70% würde nicht auf den Aktienmarkt beschränkt bleiben. Der Kurs von Bitcoin (BTC) entwickelt sich ähnlich wie ein Technologiewert, sodass ein starker Risikoabbau gerade die Krypto-Märkte zuerst und am härtesten trifft.

Gesponsert
Gesponsert
Korrelation zwischen Bitcoin und US-Aktien. Quelle: Newhedge
Korrelation zwischen Bitcoin und US-Aktien. Quelle: Newhedge

Die Belastung ist bereits sichtbar. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten nach Angaben von Galaxy Research einen Rekord-Nettoabfluss von 6,35 Milliarden USD innerhalb von 30 Tagen bis Mitte Juni.

Der Bitcoin-Kurs lag während des Rückgangs bei etwa 59.663 USD. Grantham lehnt Krypto weiterhin ab und wiederholt seine Ansicht, dass der Token wertlos sei und auf null falle.

Seine Empfehlung bevorzugt Aktien außerhalb der USA, Anleihen und Edelmetalle gegenüber teuren US-Namen. Es gibt jedoch nicht überall diese Warnung.

Bullische Stimmen weisen darauf hin, dass die heutigen KI-Marktführer echte Gewinne erzielen, anders als viele Unternehmen aus der Dotcom-Zeit. Auch US-Notenbankchef Jerome Powell betont, dass KI-Investitionen reale wirtschaftliche Aktivitäten darstellen und nicht reine Spekulation sind.

„Ich werde keine einzelnen Namen nennen, aber diese Firmen machen tatsächlich Gewinne … Sie haben ein Geschäftsmodell, Gewinn und dergleichen. Das ist wirklich etwas anderes als damals in der Dotcom-Ära”, erklärte er.

Ob Grantham erneut zu früh oder am Ende richtig liegt, seine bisherige Entwicklung sorgt dafür, dass sein Warnhinweis ernst genommen wird.

Für Krypto-Halter ist die Erkenntnis: Das Schicksal von Bitcoin hängt derzeit stark davon ab, wie lange das KI-Narrativ trägt. Die nächsten KI-Geschäftszahlen werden zeigen, wie viel davon berechtigt ist.


Um die neuesten Marktanalysen zu Kryptowährungen von BeInCrypto zu lesen, hier klicken.

Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

Gesponsert
Gesponsert