Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem April-Update seine Prognose für das globale Wachstum im Jahr 2026 auf 3,1% gesenkt. Das ist eine Abwertung um 0,2 Prozentpunkte gegenüber der Schätzung aus Januar.
Der IWF erklärte, dass die neue Herabstufung vor allem auf wirtschaftliche Störungen durch den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten zurückzuführen ist. Ohne diesen Konflikt hätte sich der Ausblick stattdessen um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4% verbessert.
IWF senkt Wachstums- und hebt Inflationsprognose im Jahr 2026 an
Im Bericht heißt es zudem, dass die globale Wachstumsprognose für das Jahr 2027 im Vergleich zum World Economic Outlook vom Januar 2026 unverändert bleibt.
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Gleichzeitig wird erwartet, dass die globale Gesamtinflation im Jahr 2026 leicht zunimmt, bevor sie im Jahr 2027 wieder sinkt. Für dieses Jahr wird ein Wert von 4,4% prognostiziert, bevor die Inflation im Jahr 2027 voraussichtlich auf 3,7% zurückgeht.
Die ökonomischen Auswirkungen zeigen sich weiterhin regional unterschiedlich. In den Schwellenländern wurde die Wachstumsprognose für das Jahr 2026 um 0,3 Prozentpunkte gesenkt. Bei den entwickelten Volkswirtschaften gab es dagegen kaum Änderungen.
„Entscheidend ist, dass es im Referenzszenario große Unterschiede zwischen den Ländern gibt. Während die Anpassungen beim Wachstum und der Inflation auf globaler Ebene eher gering erscheinen, sind die Folgen für die Konfliktregion und andere verwundbare Volkswirtschaften — insbesondere für rohstoffimportierende Schwellenländer und Entwicklungsländer mit bereits bestehenden Schwächen — deutlich stärker ausgeprägt“, heißt es im Bericht.
Der IWF benennt zudem weitere Abwärtsrisiken. Sollte der Energiepreis deutlicher und über längere Zeit steigen, könnte das globale Wachstum im Jahr 2026 auf 2,5% sinken.
Gleichzeitig könnte die Inflation auf 5,4% steigen. Falls es zu gravierenderen Störungen kommt, zum Beispiel durch Schäden an der Energieinfrastruktur in der Konfliktregion, würde sich die Lage weiter verschärfen, sodass das globale Wachstum auf etwa 2% fallen und die Inflation im Jahr 2027 auf über 6% steigen könnte. Die Schwellen- und Entwicklungsländer wären davon erneut fast doppelt so stark betroffen wie die entwickelten Volkswirtschaften.
Der IWF erklärt außerdem, dass der aktuelle World Economic Outlook eine „Referenzprognose“ nutzt und kein klassisches Basisszenario. Grund dafür ist die schwierige Einschätzung in einer Phase andauernder Unsicherheit.
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