Irans Ölsektor gerät unter Druck: US-Blockade der Straße von Hormuz belastet

  • Iran verfügt nur noch zwölf bis 22 Tage über freie Lagerkapazitäten für Rohöl.
  • Iranische Exporte brechen nach US-Blockade von 1,85 Millionen auf 567.000 Barrel pro Tag ein
  • Iran muss voraussichtlich bis Mitte Mai die tägliche Produktion weiter senken
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Die Straße von Hormus ist geschlossen, daher haben viele Länder Schwierigkeiten mit der Versorgung. Nach Schätzungen von Goldman Sachs gehen aktuell täglich 14,5 Millionen Barrel Ölförderung aus dem Persischen Golf verloren, wodurch die globalen Ölbestände im April mit einer Rekordgeschwindigkeit von 11 bis 12 Millionen Barrel pro Tag sinken.

Während der Welt das Öl ausgeht, hat Iran kaum noch Platz, um das Rohöl zu lagern, das es nicht mehr exportieren kann.

Wie die US-Blockade der Straße von Hormus Irans Ölströme veränderte

Entsprechend einem Präsidialdekret hat das US-Zentralkommando (CENTCOM) ab 10 Uhr ET am 13. April eine Blockade für den gesamten Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen verhängt.

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Seitdem sind die iranischen Rohölexporte stark gesunken. Im März lagen sie bei 1,85 Millionen Barrel pro Tag, nun sind es nur noch rund 567.000 Barrel pro Tag.

Bloomberg berichtete, dies sei ein Rückgang um fast 70%, und zitierte dabei das Schifffahrtsanalyseunternehmen Kpler. Die Analysten erklärten, dass kein Tanker die Blockade bei der Straße von Hormus durchbrechen konnte.

Da die Exporte zum Erliegen gekommen sind, gehen dem Iran die Möglichkeiten aus, das Rohöl zu lagern. Nach Angaben der Analysten von Kpler bleiben dem Land nur noch zwölf bis 22 Tage freie Lagerkapazität.

Goldman Sachs Group Inc. erklärte vergangene Woche, dass Iran seine Rohölförderung bereits um rund 2,5 Millionen Barrel pro Tag reduziert hat. Wegen der knappen Lagermöglichkeiten muss Teheran vermutlich die Tagesproduktion bis Mitte Mai um weitere 1,5 Millionen Barrel senken.

Die Auswirkungen sind in der gesamten Region spürbar: Auch benachbarte Förderländer wie Saudi-Arabien, Irak, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate mussten seit dem Ausbruch des Konflikts am 28. Februar ihre Produktion verringern.

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Trotzdem spürt Teheran den Einnahmeausfall nicht sofort. Rohöllieferungen nach China brauchen in der Regel etwa zwei Monate, bis sie ankommen. Die Käufer zahlen dann oft erst nach weiteren zwei Monaten. So verschiebt sich der finanzielle Engpass um drei bis vier Monate, auch wenn die physischen Lager bald voll sind.

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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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