Hat Japans Premierministerin den Memecoin mit ihrem Namen wirklich unterstützt?

  • Japanische Medien berichten: Tonaufnahmen belegen Zustimmung von Premierministerin Takaichis Sekretär für SANAE TOKEN-Launch
  • Die japanische FSA legt diese Woche einen Gesetzentwurf vor: Krypto wird als Finanzinstrument nach dem Wertpapiergesetz eingestuft.
  • Höchststrafe für den Verkauf von Krypto ohne Lizenz: Geplantes Gesetz sieht bis zu zehn Jahre Haft vor
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Die Geschichte um den SANAE TOKEN in Japan geht in eine neue Phase: Neue Medienberichte behaupten, das Büro der Premierministerin habe mehr gewusst, als es zugegeben hat. Für die Kryptomärkte ist jedoch wichtiger, wie es nun im Parlament in Tokio weitergeht.

Politische Diskussionen und regulatorische Entwicklungen treffen derzeit zeitgleich aufeinander.

Wie der Token scheiterte

Der SANAE TOKEN startete am 25. Februar auf Solana, wie BeInCrypto berichtete. Die NoBorder DAO — eine Community unter Leitung des Serienunternehmers Yuji Mizoguchi — brachte den Token im Rahmen der Initiative „Japan is Back” heraus, unter Verwendung von Takaichis Namen und Bild auf der Projekt-Website. Am Tag des Starts stieg der Token um das 40-Fache, bevor Takaichis Dementi vom 2. März einen Kurssturz von 58% auslöste.

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Die FSA leitete eine Untersuchung gegen NoBorder DAO ein, weil diese ohne Lizenz als Krypto-Börse agierten. Die Verantwortlichen des Tokens stoppten die Ausgabe kurz danach.

Die Webseite des SANAE TOKEN beschreibt den Token als „nicht nur ein Mem, sondern die Hoffnung Japans“, neben einem Porträt von Premierministerin Takaichi und einem Zeitstrahl ihrer politischen Karriere. Quelle: japanisbacksanaet.jp
Die Webseite des SANAE TOKEN beschreibt den Token als „nicht nur ein Mem, sondern die Hoffnung Japans“, neben einem Porträt von Premierministerin Takaichi und einem Zeitstrahl ihrer politischen Karriere. Quelle: japanisbacksanaet.jp

Japanisches Boulevardmagazin berichtet über Zustimmung des Sekretärs

Weekly Bunshun, ein japanisches Boulevardmagazin, das für politische und Promi-Enthüllungen bekannt ist, berichtet, dass Entwickler Ken Matsui dem Magazin mitteilte, sein Team habe das Büro von Takaichi über das Krypto-Asset-Projekt informiert. Das widerspricht direkt Takaichis Dementi vom 2. März. Laut Takaichi hatten weder sie noch ihr Büro Informationen über den Token erhalten.

Das Magazin berichtet, es habe Tonaufnahmen des leitenden Sekretärs von Takaichi aus über 20 Jahren erhalten. Daraufhin soll er das Projekt positiv beschrieben haben. Ein weiteres japanisches Online-Medium meldete, dass das Büro von Takaichi bis Dienstag keine Anfragen von Medien beantwortet habe. Takaichi hat seit dem 18. Februar, als ihr zweites Kabinett gebildet wurde, keine Pressekonferenz mehr gegeben.

Die politische Dimension ist weiterhin ungeklärt. Entscheidend für Krypto ist, ob der Skandal Japans Regulierungsreform beschleunigt oder erschwert.

FSA-Gesetz ändert die Regeln

Die japanische Finanzaufsichtsbehörde FSA hat diese Woche ihren wegweisenden Krypto-Reformvorschlag ins Parlament eingebracht, wie Asahi Shimbun meldete. Das Gesetz überträgt Krypto von dem Gesetz über Zahlungsdienste in das Gesetz über Finanzinstrumente und Börsen. Damit gelten digitale Vermögenswerte erstmals als Finanzinstrumente.

Wie BeInCrypto bereits berichtete, würde die maximale Haftstrafe für den nicht lizenzierten Verkauf von Kryptowährungen auf 10 Jahre verdreifacht. Die Geldstrafen steigen von 3 Millionen Yen auf 10 Millionen Yen. Die SESC erhält erstmals Befugnisse zur strafrechtlichen Untersuchung von Krypto-Betreibern. Im Bericht von Nikkei zur Gesetzesinitiative wurde ausdrücklich der Fall SANAE TOKEN genannt.

Das Gesetz würde zudem standardmäßig Transaktionen mit nicht registrierten Betreibern für ungültig erklären, was es Investoren leichter macht, Rückzahlungen zu verlangen. Diese Regel ist direkt relevant für den Fall SANAE TOKEN.


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