Krypto Konservative gegen Krypto Anarchisten

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Paul Gosar und Brett Guthrie sind Lobbyisten ohne Lobby. Die beiden US-Kongressabgeordneten kämpften schon in den Bewegungen Pro-Life (gegen Abtreibung) und Pro-Guns (Waffen) an.  In dieser Logik sind sie heute Pro-Krypto und Pro-Blockchain, quasi Krypto Konservative. Allerdings müssen sich die Herren da auch mit “Krypto-Anarchisten” arrangieren.



Der Republikaner Guthrie, der Donald Trump ungeniert schätzt, hatte im früheren Lobby-Leben ebenso Bestnoten wie sein Parlamentarier-Kollege. 

Letzte Woche verteidigte Guthrie eine Gesetzesvorlage namens “Advancing Blockchain Act“. Es geht darum, diese Technologie im Energie- und Handelsausschuss des Kongress zu unterstützen. Vor zwei Monaten hatte Gosar noch allein auf weiter Flur gestanden, als es um „Crypto-Currency Act of 2020“ ging. 



Krypto Konservative gegen Anarchisten

Die amerikanische Politik besteht aus einem Gegeneinander von Lobbys. Doch bei den beiden Abgeordneten gibt es vor allem Interesse.

Für Guthrie geht es sogar um parteiübergreifende Arbeit. Der “Blockchain Promotion Act von 2019“, ist so ein Beispiel. Er kämpfte zusammen mit der Demokratin Doris Matsui. Ein ähnlicher Gesetzentwurf wurde von Senator Edward Markey (Demokraten) und Senator Todd Young (Republikaner) im Senat verteidigt.

Die Frage ist natürlich, ob die Krypto-Community diese „Krypto Konservativen“ einbeziehen möchte. Sie arbeiten als Außenseiter. Und haben möglicherweise Ansichten , die sich nicht mit der Branche decken.

“Sie scheinen in den meisten Fragen Recht zu haben, daher wundert es mich nicht, dass sie auch in Bezug auf Krypto Recht haben”, erklärt Preston Byrne, Partner bei der Kanzlei Anderson Kill in Washington D.C.

„Die meisten Menschen im Krypto-Sektor sind Libertäre“, sagte Wendy O, Gründerin von Beyond Associations.

„Ich persönlich mag minimale Regierungsbeteiligung und glaube, dass die Menschen die Dinge verantworten sollten. Ich denke allerdings nicht unbedingt, dass die Unterstützung durch die konservative republikanische Seite negativ ist.“

Der „Chief Promoter of Blockchain“

 In der aktuellen Phase sei jede Unterstützung willkommen, da für die Umsetzung eine Zusammenarbeit mit der Regierung erforderlich sei. 

Zwei Welten prallen aufeinander: In der Community gehe es um Dezentralisierung und in einigen Fällen um Anarchie. Ohne Kompromisse wird es aber kein Wachstum geben.

Eine Branche, in der die Idee des „Hype“ keine Grenzen kennt, wird gut ergänzt von einem bürgerlichen Abgeordneten, der den Titel „Chief Promoter of Blockchain“ trägt.

Es kam auch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, um über digitale Währungen der Zentralbanken zu diskutieren. In dem gemeinsamen Papier heißt es:

“Um regulatorische Bedenken auszuräumen, müssen die Behörden zunächst eine  regulatorische Klassifizierung. Und dabei Kriterien verwenden, die auf wirtschaftliche Funktionen und nicht auf der verwendeten Technologie basieren”

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Manfred interessiert sich schon seit einigen Jahren für den Krypto-Raum und setzt seine intensive Erfahrung im journalistischen Bereich mit unterschiedlichen Schwerpunkten um.

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