Krypto-News Roundup: Die wichtigsten Ereignisse der letzten Woche

22. August 2022, 14:04 GMT+0100
IN KÜRZE
  • BlockFi wurde von der Zeitschrift Inc. als eines der am schnellsten wachsenden Privatunternehmen in den Vereinigten Staaten ausgezeichnet.
  • Ponzi-Schema-Scammer verschlimmern die wirtschaftliche Misere in Sri Lanka, indem sie die Bürger mit betrügerischen Krypto-Programmen ausnehmen.
  • Die Demokratische Republik Kongo lädt Kryptowährungsfirmen zur Abgabe von Angeboten für Öl- und Gasexplorationslizenzen ein.
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Wir haben für dich die wichtigsten Krypto-News der letzten Woche zusammengefasst. Falls du etwas verpasst haben solltest, dann bist du hier genau richtig!

Krypto-Unternehmen wachsen trotz Krise

Die Märkte müssen mit einer globalen Pandemie, Naturkatastrophen und anderen unvorhergesehenen Umständen kämpfen. Dennoch konnten die 5000 am schnellsten wachsenden Krypto-Unternehmen der USA die Profitabilität erhöhen. Inc. erklärte in einem kürzlich veröffentlichten Bericht, dass die Top 500 Krypto-Unternehmen in den letzten 3 Jahren eine Gewinnwachstumsrate von 2144 % verzeichnen konnten.

Darüber hinaus schufen die 500 Firmen in diesem Zeitraum mehr als 68.394 Arbeitsplätze. All diese Entwicklungen starteten, als Banken im Jahr 2021 begannen, in Kryptowährungen und Blockchain-Technologien zu investieren. Die Firmen blicken optimistisch in die Zukunft. Allerdings wissen sie auch, dass noch einige Herausforderungen zu meistern sind.

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BlockFi, eine Krypto-Kreditfirma, belegt aktuell den ersten Platz der 5000 US-Firmen. Die Gewinnwachstumsrate von BlockFi betrug beeindruckende 245.000% – in gerade einmal drei Jahren. Das Unternehmen entwickelte sich von einer reinen Krypto-Börse bzw. Kreditplattform zu einem Vermögensverwaltungsunternehmen. Andere bekannte Krypto-Unternehmen, die in der Liste aufgeführt sind, sind Polygon, CoinFlip und Distributed Ledger.

In Sri Lanka gab es außerdem in letzter Zeit eine Welle von Ponzi-Scams, bei denen Kriminelle die wirtschaftliche Notlage des Landes ausnutzen. Die Betrüger versprachen den Anlegern hohe Renditen, wenn diese Geld in Kryptowährungsprojekte investieren. Doch anstatt Geld zu verdienen, verloren die Opfer am Ende alles.

Regulierung von Kryptowährungen schreitet voran

Die kanadische Finanzaufsichtsbehörde (Superintendent of Financial Institutions) veröffentlichte neue Leitlinien zu den mit digitalen Währungen verbundenen Risiken. Der Leitfaden richtet sich an Banken und andere Finanzinstitute, die in Erwägung ziehen könnten, ihren Kunden Krypto-Dienstleistungen anzubieten.

Krypto-Coins mit kanadischer Flagge
Krypto-Coins: Ein Bild von BeInCrypto.com

Für die rechtliche Einordnung von Krypto-Asset gibt es aktuell zwei Ansätze. Ein Teil der kanadischen Regierung möchte die derzeitige Einstufung weiter führen, während ein anderer Teil einen konservativeren Ansatz verfolgt.

dAuch in Europa schreitet die Krypto-Regulierung voran. Vor einigen Wochen hatte der Basler Ausschuss eine Reihe neuer Normen für Banken veröffentlicht, die mit Krypto-Assets und anderen digitalen Vermögenswerten handeln.

Des Weiteren zeigen neue Daten der Bank of Canada, dass sich die Zahl der Bitcoin-Besitzer von 2020 bis 2021 im Land fast verdreifachte. Zudem stieg der Anteil der Bevölkerung, der Bitcoin besitzt, im selben Zeitraum von 5 % auf 13 % an.

Binance erhielt außerdem von der Finanzbehörde der Hauptstadt Kasachstans die offizielle Genehmigung, eine Krypto-Börse in dem Land zu eröffnen. Die Binance Holdings Ltd. bekam von der Astana Financial Services Authority (AFSA) die offizielle Erlaubnis, eine Handelsplattform für digitale Vermögenswerte zu betreiben und Verwaltungsdienstleistungen im Astana International Financial Center (AIFC) anzubieten.

Krypto-Plattform Celsius erhält Unterstützung

Die Celsius-Plattform erwartet frisches Geld, um einen möglichen Umstrukturierungsprozess zu finanzieren.

Im Juli 2022 setzte Celsius die Abhebungen für Kundengelder aus und reichte einen Antrag für Insolvenzschutz ein, der jedoch abgelehnt wurde. Das Unternehmen berät sich nun mit Konkursanwälten, um Alternativen für eine Umstrukturierung zu prüfen.

Celsius prüft mehrere unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten von verschiedenen Parteien, die sich in Form und Umfang unterscheiden. Es ist derzeit unklar, ob diese Angebote auf Eigenkapital oder auf Fremdkapital basieren und wie die Bedingungen für derartige Angebote aussehen.

Celsius
Celsius: Ein Bild von BeInCrypto.com

Krypto-CEOs treten zurück

Der Zipmex-CEO Marcus Lim erntete scharfe Kritik von Investoren und Aktionären. Einige der Kritiker forderten sogar dessen Rücktritt. Grund für die Kritik sind das Missmanagement des CEO und die Verbindungen zu Babel Finance, welches als Ursache für die Liquiditätskrise von Zipmex gilt. Im Juli 2022 musste die Krypto-Plattform die Abhebungen der Kundengelder aussetzen.

Michael Moro, der CEO von Genesis Trading, tritt angesichts des zunehmenden Drucks, der durch das Engagement bei Three Arrows Capital (3AC) und anderen Hedgefonds ausgeht, ebenfalls von seiner Position zurück. Zuvor hatte das Unternehmen bekannt gegeben, im zweiten Quartal 2022 40 Milliarden US-Dollar an Krediten vergeben zu haben. Das entspricht einem Rückgang von 9 % gegenüber dem ersten Quartal.

Institutionelle Investoren zeigen aufgrund der aktuellen Marktsituation ein rückläufiges Interesse. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels beträgt die Krypto-Gesamtmarktkapitalisierung 1,12 Billionen US-Dollar und damit knapp 2 Billionen US-Dollar unter dem Allzeithoch von 3 Billionen US-Dollar.

Tom Conheeny wird dem Vorstand von Genesis beitreten, zusammen mit neuen Führungskräften aus den Bereichen Risiko, Compliance und Technologie. Gleichzeitig sucht das Unternehmen nach einem dauerhaften Ersatz für Michael Moro, der zuvor eine beratende Funktion innehatte.

Chinesische Regierung übt Druck auf NFT-Märkte aus

Tencent Holdings musste einen neuen NFT-Marktplatz aufgrund des regulatorischen Drucks der chinesischen Regierung eine Woche nach dem Start schließen. Die Entscheidung erfolgte, nachdem die chinesische Regierung Richtlinien zur Regulierung des boomenden NFT-Marktes veröffentlicht hatte. Der Rückzug von Tencent ist nur eines von vielen derartigen Beispielen des chinesischen NFT-Marktes, auf den die Regierung in den letzten Monaten immer mehr Druck ausübte.

China entwickelt derzeit eine eigene digitale Zentralbankwährung (CBDC), den digitalen Yuan. Bei den Olympischen Winterspielen 2022 stellte das Land den digital Yuan bereits im Rahmen eines Pilotprojekts vor.

Derzeit befinden sich die meisten Staaten in der Anfangsphase der CBDC-Entwicklung. Die Vereinigten Staaten kündigten beispielsweise vor kurzem an, mit der Erforschung des digitalen Dollars zu beginnen. Indien, eine der am stärksten boomenden Volkswirtschaften der Welt, ist ebenfalls gerade erst dabei, mit der Entwicklung zu starten.

Tornado Cash Eklat setzt sich fort

Letzte Woche kritisierte das Coin Center das US-Finanzministerium scharf. Das US-Finanzministerium drohte mit rechtlichen Schritten gegen den Krypto-Mixer Tornado Cash und behauptet, dass dieser gegen eine Reihe internationaler Vorschriften verstößt. Die Organisation versucht das Office of Foreign Assets Control zu kontaktieren und prüft eine Klage.

Im August sperrte das Office of Foreign Asset Control (OFAC) die Webseite von Tornado Cash und andere Internetseiten, weil sie angeblich mit dem Krypto-Mixer zusammenarbeiten. Nach Angaben des Finanzministeriums wird dieser von Nordkorea und dem Iran zur Geldwäsche genutzt.

Krypto-Mixer Tornado Cash
Tornado Cash: Ein Bild von BeInCrypto.com

Die Software von Tornado Cash ist quelloffen. Außerdem haben die Entwickler keine Möglichkeit zu überprüfen, wer den Dienst benutzt. Der Dienst bietet Nutzern digitaler Währungen ein gewisses Maß an Anonymität. Hierzu können die Nutzer Gelder durch einen sogenannten digitalen Tumbler transferieren, was die Rückverfolgung der Herkunft der Gelder erschwert.

Die Entscheidung des OFAC basierte auf der Tatsache, dass einige Nutzer digitaler Währungen den Tumbler zur Geldwäsche nutzen. Allerdings zweifelt das Coin Center die mit dem Krypto-Mixer dargelegten “Beweise” und die Anschuldigungen des OFAC an.

FED diskutiert digitalen US-Dollar

Der Vorsitzende der Federal Reserve (FED), Jerome Powell, erklärte, dass die Zentralbank im Laufe des Sommers ein Diskussionspapier veröffentlichen wird. Damit soll über die Möglichkeit der Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) entschieden werden.

Der FED-Vorsitzende sprach das Thema in einer öffentlichen Rede an, die auf der Webseite der Federal Reserve veröffentlicht wurde. Zuerst sprach Powell darüber, dass sich die Fed stets an neue Technologien angepasst habe, um den Zahlungsverkehr zu erleichtern.

Danach ging Powell speziell auf die Weiterentwicklung digitaler Ledger-Technologien ein und verwies auf Kryptowährungen, Stablecoins und schließlich auf eine mögliche CBDC. Im Hinblick auf die Entwicklung eines künftigen “digitalen Dollars” erklärte Powell, dass die FED im Sommer ein Diskussionspapier herausgeben wird. In dem Papier soll evaluiert werden, wie die Verantwortlichen mit dem Projekt am besten voranschreiten können.

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