Krypto-Trends 2022, die mit Lichtgeschwindigkeit auf uns zukommen

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IN KÜRZE
  • 2022 wird das Jahr der DAOs und der und der Eigentumswirtschaft sein.


  • Cross-Chain-Bridges und Multi-Chain-Protokolle werden besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.


  • In den letzten Jahren ist ein 275 Milliarden USD großer DeFi-Markt entstanden.


  • promo

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

2021 war ein bahnbrechendes Jahr für Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie im Allgemeinen. Die Entwicklung der Token-Preise, technologische Fortschritte und Layer-2-Adoption haben alle Erwartungen übertroffen. Und NFTs haben alle zum Reden gebracht. Geht es 2022 so weiter?

Die Preiszyklen mögen der Markteuphorie letztlich einen Dämpfer versetzen, doch was die Weiterentwicklung und den Ausbau des Ökosystems der digitalen Assets angeht, war 2021 nur das Warm-up. Ob das Momentum auch in 2022 andauern wird, zeigen unsere vier Prognosen für das aktuelle Jahr.

1. Das Jahr der DAOs und der “Ownership Economy”

Wie das Metaverse gelangt der Begriff DAO auch gerade erst in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit. Dieser Trend steht in engem Zusammenhang mit dem aktuellen Zeitgeist. Globale Arbeitsgruppen sind aktuell dabei, ihre Arbeitsweise neu zu bewerten und arbeiten auf eine vollständige Dezentralisierung hin.

Jesse Walden von Variant Fund, einem Investor in Gro, hat häufig darüber gesprochen, wie uns die Technologie den Übergang zu einer “Ownership Economy” ermöglicht. In dieser Art von Wirtschaft kann der Einzelne tatsächlich an einigen der Plattformen, zu denen er beiträgt, teilhaben, anstatt nur das Produkt zu sein, von dem diese Plattformen profitieren. Walden argumentiert, dass dieses kooperative Wirtschaftsmodell dazu beiträgt, sich langfristig noch besser auf die Nutzer ausrichten zu können. Dies führt zu Plattformen, die widerstandsfähiger, integrativer und innovativer sein werden.

DAOs - Dezentrale Autonome Organisationen - Quelle: BeInCrypto.de
Dezentrale Autonome Organisationen (DAOs) – Quelle: BeInCrypto.de

Ein Beispiel für die Anwendung der “Ownership Economy” ist Uniswap. Dabei handelt es sich um ein dezentralen Krypto-Exchange, der es Händlern ermöglicht, digitale Assets wie an einer zentralen Börse zu kaufen und zu verkaufen. Im Gegensatz zu ihren zentralisierten Gegenstücken ist Uniswap jedoch quelloffen und gehört den Nutzern. Die Transaktionsgebühr wird nicht einbehalten, sondern an die Market-Maker verteilt, die für Liquidität sorgen und so für eine reibungslose Abwicklung sorgen.

Mehrere Entwickler von Drittanbietern haben bereits ein umfangreiches Ökosystem rund um Uniswap aufgebaut, was die Popularität weiter steigert. Außerdem wird so die Funktionalität ständig erweitert, was bei einem zentralisierten Anbieter in der Regel nicht möglich wäre. 

ConstitutionDAO war die mit Abstand bekannteste DAO-Geschichte des Jahres 2021. Dabei handelte es sich um einen gescheiterten Versuch einer Gruppe von Krypto-Nutzern, eine seltene Erstausgabe der US-Verfassung zu ersteigern. Ende November ersteigerte eine weitere DAO ein anderes Gründungsdokument – die Erklärung der Anti-Sklaverei-Konvention.

Die Bündelung von Gemeinschaftskapital ist also einer der Anwendungsfälle für DAOs. Aber es gibt noch viele andere Use-Cases, die gerade erprobt werden. Nachdem die Gro DAO den GRO-Token auf den Markt gebracht hat, wurde nun ein dezentrales Marketingteam aus Community-Mitgliedern zusammengestellt. Die G-Force hat die Aufgabe, zwei wichtige Kennzahlen (KPIs) zu verbessern. Die erste ist der Gesamtwert, der im Gro-Protokoll gestaket ist. Der zweite ist die Größe der globalen Gro-Online-Community. Die Mitglieder werden für ihre Beteiligung mit GRO-Tokens belohnt. 

Dezentrale Autonome Organisationen (DAOs) - Quelle: BeInCrypto.de
Dezentrale Autonome Organisationen (DAOs) – Quelle: BeInCrypto.de

Die G-Force-Initiative zielt darauf ab, DAOs bei der Entwicklung zu unterstützen. Dabei geht es nicht nur um die reine Verwaltung des Projekts, sondern auch darum, die Community-Beteiligung zu formalisieren und sie an der Vermarktung und Förderung eines Projekts teilhaben zu lassen. 

Im Laufe des kommenden Jahres werden wir mehr solcher experimentellen Initiativen rund um DAOs sehen. DAOs werden auch mehr zum Mainstream werden. Und Projekte werden zunehmend DAO-basierte Gemeinschaftsfinanzierung als Ergänzung oder Ersatz für traditionelle VC-Finanzierung nutzen.  

2. Multi-Chain ist auf dem nächsten Level

Viele Jahre lang sah es so aus, als ob keine Plattform jemals wirklich mit der Funktionalität und Akzeptanz von Ethereum mithalten könnte. Viele der Smart-Contract-Plattformen der ersten Generation verschwanden langsam in der Versenkung. Doch als die Akzeptanz von DeFi Anfang 2020 sprunghaft anstieg, wurden auch die Grenzen von Ethereum, besonders die hohen Gebühren, schnell deutlich.

Im Jahr 2021 kam es außerdem zu einer explosionsartigen Zunahme der Aktivität auf anderen First- und Second-Layer-Chains. Dabei zählten BSC, Solana, Avalanche und Polygon zu den erfolgreichsten Projekten. Es ist daher nicht überraschend, dass Cross-Chain-Bridges und Multi-Chain-Protokolle Ende 2021 ein steigendes Transaktionsvolumen und wachsende Nutzerzahlen zu verzeichnen hatten. Curve Finance, die beliebteste DeFi-App nach Total Value Locked (TVL), operiert inzwischen auf sieben Chains, die auf Layer 2 oder alternativ auf Layer 1 laufen. 

Ethereum Layer 2 - Quelle: BeInCrypto.de
Ethereum Layer 2 – Quelle: BeInCrypto.de

Für 2022 erwarten wir neue Entwicklungen bezüglich Ethereum Layer 2, als Konkurrenz zu den bisher etablierten Layer 1 Lösungen. Layer 2 Projekte wie Arbitrum und Optimism gewinnen weiter mehr an Popularität, und Zero-Knowledge-Rollups werden Teil des DeFi-Ökosystem.

Ein Multi-Chain-Ökosystem bietet große Vorteile, nicht zuletzt, weil es die Transaktionskosten senkt und mehrere Einstiegspunkte für neue Nutzer schafft. Wir können also davon ausgehen, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Mit mehr Protokollen, die auf verschiedenen Chains funktionieren und kontinuierlichen Verbesserungen der Multi-Chain-Nutzererfahrung. 

Web3 erreicht den Mainstream 

NFTs, DAOs und das Metaverse sind lediglich nur einzelne Bestandteile des größeren Web3-Sektors. Dieses Wort wird ab 2022 auch zu einem Mainstream-Schlagwort werden. Kimbal Musk, der weniger bekannte Bruder von Elon Musk, engagiert sich aktuell für den Übergang ins Web3 mit einer eigenen DAO, die sich für die Verbesserung der Lebensmittelversorgung einsetzt. In einem kürzlichen Interview mit Coindesk sprach Kimbal Musk über seinen festen Glauben an die Idee des Web 3, das durch Communitys aufgebaut wird.

Im Laufe des Jahres 2022 werden die Grenzen zwischen den verschiedenen Sektoren zunehmend verschwimmen. NFTs, DeFi, dezentralisierte Metaversen und DAOs werden allmählich Teil der Art und Weise werden, wie wir online interagieren und unter dem Begriff ‘Web 3’ zusammengefasst werden.

2022 wird jedoch das erste Mal sein, dass der Durchschnittsverbraucher das Web 3 in seinem Alltag erleben wird. Ob er sich dessen bewusst ist oder nicht. 

Web3 - Quelle: BeInCrypto.de
Web3 – Quelle: BeInCrypto.de

4. Märkte beruhigen sich, aber bleiben nicht stehen

Preisprognosen sind immer schwierig, aber wir alle wissen, dass ein Anstieg auch einen Rückgang zur Folge haben kann. Anfang Dezember 2021 erwartete der Großteil der Krypto-Community immer noch sehnsüchtig eine weitere große Preisrallye. Basierend auf früheren Zyklen besteht jedoch durchaus die Möglichkeit, dass erstmal ein Abwärtstrend auf uns zu kommt.

Die Vorhersage eines solchen Szenarios sollte jedoch nicht als Schwarzmalerei verstanden werden. Denn man muss sich erinnern, dass der Krypto-Sektor aus dem Krypto-Winter 2018 und 2019 stärker denn je hervorgegangen ist. Und angesichts der aktuellen Dynamik und Aufmerksamkeit scheint es unwahrscheinlich, dass sich eine so lange Abwärtsphase wiederholt. 

Kryptowährungen - Quelle: BeInCrypto.de
Krypto-Kurse – Quelle: BeInCrypto.de

Darüber hinaus gibt es aus der Sicht von Tradern und Investoren einen großen Unterschied zwischen 2018 und jetzt. In den letzten Jahren ist ein 275-Milliarden-US-Dollar-DeFi-Markt entstanden, der den Nutzern sichere Renditen bietet, zum Beispiel beim Stablecoin-Yield-Farming. Soetwas war damals einfach nicht möglich.

Die Preiszyklen werden sich wie immer wiederholen, aber die Märkte werden sich nicht wieder so stark abkühlen wie 2018. Darüber hinaus werden die anderen oben beschriebenen Trends den Anlegern mehr als genug Sicherheit bieten. So wird die Entwicklung und Akzeptanz digitaler Assets auch während des nächsten Marktzyklus weiter vorangetrieben. 

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Hannes Graah is the former VP of growth at Revolut, and founder of stablecoin yielding protocol, Gro. He also spent 8 years at Spotify scaling company operations and assorted growth projects until mid-stage then launching new regions until IPO. Four-times startup founder. Investor and Advisor in 10+ companies. Growth strategist for 30+ brands and companies.

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