Maduro gewinnt vor Gericht angefochtenes venezolanisches Gold zurück

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IN KÜRZE
  • Ein Berufungsgericht in Großbritannien hat zugunsten des umstrittenen venezolanischen Führers Nicholas Maduro entschieden.

  • Das Urteil hob zuvor blockierte Versuche auf, venezolanisches Gold im Wert von 1 Milliarde USD abzuheben, das von der Bank of England gehalten wurde.

  • Oppositionsführer Juan Guaido hat die Entscheidung des Gerichts noch nicht öffentlich kommentiert.

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Ein britisches Gericht hat zugunsten der venezolanischen Regierung von Nicolas Maduro im Rechtsstreit um die von der Bank of England (BOE) gehaltene Goldmenge von 1 Milliarde USD entschieden.

Wie bereits von BeInCrypto berichtet, reichte Venezuela eine Klage in Höhe von 1 Milliarde USD gegen die BOE ein und behauptete, die Zentralbank habe sich geweigert, das geschuldete Gold freizugeben.

Unsichere Führung?

Die Streitigkeiten um das Gold begannen im vergangenen Jahr. Grund war, dass US-Beamte ihre britischen Kollegen erfolgreich am Zugriff auf das Gold gehindert hatten. Diese Maßnahme wurde aufgrund der Position gegenüber der Regierung Venezuelas ergriffen. Ihrer Meinung nach sei Maduro nicht der legitime Führer des Landes.

Im vergangenen Jahr erklärte die britische Regierung, dass Juan Guaido als Interimspräsidenten Venezuelas anerkannt ist, bis neue „glaubwürdige“ Wahlen abgehalten werden können. Dies war eine Position der Vereinigten Staaten, Kanadas, Brasiliens und mehrerer anderer lateinamerikanischer und europäischer Länder.



Russland, China, die Türkei, der Iran und mehrere andere Staaten unterstützen Maduro als gewählten Präsidenten des Landes.

Umschwung!

Laut einem Bericht von Bloomberg haben die Richter am Montag, den 5. Oktober, eine Entscheidung des Untergerichts aufgehoben, wonach das Vereinigte Königreich den Oppositionsführer Guaido als Interimspräsidenten anerkannt hatte.

Gegenüber Bloomberg berichteten die Richter:

Die Aussagen der Regierung zu Guaido haben möglicherweise nicht die Realität vor Ort widergespiegelt.

Einer, insbesondere Richter Stephen Males, bezeichnete die frühere Anerkennung des Vereinigten Königreichs als „mehrdeutig oder jedenfalls weniger als eindeutig“.

Vertreter der von Maduro ernannten Zentralbank sagten, die vorherige Entscheidung habe eine „unrealistische“ Situation geschaffen:

Der Verwaltung, die die Münz- und laufenden Geschäfte der Zentralbank in Caracas kontrolliert, wurde mitgeteilt, dass sie nicht mehr die hohen Zentralbankeinlagen in London transferieren könne.

Diese Nachricht kommt nur wenige Tage, nachdem der Mangel an Wasser, Strom und anderen Grundbedürfnissen erneut zu Protesten im Land führte. Venezuela kämpft nun seit Jahren mit politischen Turbulenzen. Zum Zeitpunkt dieses Schreibens hat die Guaido-Administration die Entscheidung nicht kommentiert.

 

Auf Englisch geschrieben von Colin Adams, übersetzt von Markus Wald.

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