Der Bitcoin-Miner MARA Holdings hat eine wichtige Partnerschaft mit Starwood Capital Group von Barry Sternlicht geschlossen. Zusammen wollen sie die aktuellen Mining-Standorte in Infrastruktur für Rechenzentren für künstliche Intelligenz und Cloud Computing umwandeln.
Infolge der Ankündigung am 26. Februar stieg die MARA-Aktie nachbörslich um etwa 17 Prozent.
MARA & Starwood zielen auf 2,5-GW-Kapazität
Beide Unternehmen entwickeln, finanzieren und betreiben gemeinsam Projekte für Rechenzentren auf MARAs bestehenden Standorten. Starwood Digital Ventures, die Plattform für Rechenzentren, übernimmt Planung, Bau, Suche nach Mietern und den Betrieb. MARA bringt Standorte mit Zugang zu günstiger Energie ein.
Ziel der gemeinsamen Plattform sind etwa 1 Gigawatt kurzfristige IT-Kapazität. Langfristig könnten es über 2,5 Gigawatt werden. Die Anlagen werden so gebaut, dass sie je nach Markt und Nachfrage zwischen Bitcoin-Mining und KI-Anwendungen wechseln können. MARA kann bis zu 50 Prozent an dem gemeinsamen Unternehmen behalten. Beide Firmen teilen sich die Entwicklungskosten und Gewinne. Finanzielle Details wurden jedoch nicht genannt.
„Unsere Partnerschaft mit Starwood ermöglicht es uns, aus Planungssicherheit bei Strom auch Planungssicherheit für Kapazität zu machen“, sagte MARA-CEO Fred Thiel. Er ergänzte, dass das Gemeinschaftsunternehmen einen effizienteren Weg für den Ausbau der Infrastruktur biete.
Starwood Capital verwaltet mehr als 125 Milliarden USD an Vermögen. Starwood Digital Ventures hat ein Team von 94 Personen mit Erfahrung bei Rechenzentren mit mehr als 10 Gigawatt.
Miner setzen auf KI-Infrastruktur
Die Ankündigung wurde gleichzeitig mit MARAs Ergebnissen für das vierte Quartal veröffentlicht. MARA machte einen Nettoverlust von 1,7 Milliarden USD, hauptsächlich wegen noch nicht realisierter Wertverluste bei seinen Bitcoin-Beständen. Der Quartalsumsatz lag bei 202 Millionen USD und damit 6 Prozent unter dem Wert vom Vorjahr. Das Unternehmen besitzt nach Michael Saylors Strategy Inc. die meisten Bitcoin als börsennotiertes Unternehmen.
MARA passt sich damit einem Trend innerhalb des Mining-Sektors an. Firmen, die früher nur auf das Mining von Bitcoin gesetzt haben, nutzen ihre Energieanlagen und Gebäude jetzt auch für KI-Anwendungen, weil das schneller geht, als komplett neue Zentren zu bauen.
Manche Miner, die diesen Wechsel früh vollzogen haben – darunter IREN, TeraWulf und Cipher Mining – haben heute teils einen höheren Börsenwert als MARA, obwohl sie weniger Mining-Hashpower für Bitcoin liefern. Außerdem hat Starboard Value einen großen Anteil an Riot Platforms gekauft und setzt das Unternehmen aus Texas unter Druck, beim Umbau in Richtung Rechenzentren schneller zu werden.
JLL und Paul Weiss waren für MARA als strategische und rechtliche Berater tätig.