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Nevada verbannt Kalshi vorübergehend, während der Rechtsstreit quer durch die USA eskaliert

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Geschrieben von
Camila Grigera Naón

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Redigiert von
Phil Haunhorst

20 März 2026 20:46 CET
  • Nevada verpflichtet Kalshi, Betrieb komplett einzustellen
  • Kalshi sieht sich Strafverfahren in Arizona und abgelehnter Klage in Ohio gegenüber
  • Trotz Rechtsstreit: Kalshi sichert sich 1 Milliarde USD bei 22-Milliarden-USD-Bewertung
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Nevada ist der erste US-Bundesstaat, der die Vorhersage-Plattform Kalshi zwingt, den Betrieb vollständig einzustellen.

Dieses Verbot erfolgt in einer schwierigen Phase für Kalshi, da das Unternehmen in mehreren Bundesstaaten rechtliche Auseinandersetzungen führt. Das Unternehmen behauptet weiterhin, dass seine Produkte Finanzinstrumente und keine illegalen Wetten sind.

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Nevada zwingt Kalshi zu Betriebsstopp

Das First Judicial District Court of Nevada hat eine einstweilige Verfügung für 14 Tage gegen Kalshi erlassen, die ab sofort gilt. Das Unternehmen darf seinen Prognosemarkt nur weiter betreiben, wenn es zuvor die nötigen Lizenzen für Glücksspiele erhält.

Der Rechtsstreit in Nevada begann vor über einem Jahr, als die Aufsichtsbehörden Kalshi erstmals eine Unterlassungsanordnung zuschickten.

Bisher konnte Kalshi den Betrieb im Bundesstaat fortsetzen, während die eigenen Anwälte gegen den Fall vorgingen. Nevada zählt zu den größten Glücksspielmärkten der USA, deshalb ist dieses Verbot für Kalshi besonders schwerwiegend. Das Verbot ist daher ein bedeutender Rückschlag.

Rechtsstreit an mehreren Fronten

Nevada ist nicht das einzige Bundesland, in dem sich Kalshi aktuell rechtlichen Auseinandersetzungen stellen muss.

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Die Generalstaatsanwaltschaft von Arizona erhob Anfang der Woche Strafanzeigen gegen das Unternehmen. Einige Tage zuvor hatte Kalshi die Aufsichtsbehörden in Arizona bereits verklagt, um die Anwendung der dortigen Glücksspielgesetze zu verhindern.

In Ohio lehnte ein Bundesrichter Kalshis Antrag ab, staatliche Regulierungsbehörden an Ermittlungen gegen das Unternehmen zu hindern. Ähnliche Streitigkeiten laufen aktuell in Dutzenden anderen Bundesstaaten.

Allerdings konnte Kalshi in Tennessee einen Erfolg erzielen, da dort ein Bundesrichter zugunsten von Kalshi entschied.

Glücksspielprodukt oder Finanzinstrument: Was steckt dahinter?

Im Kern jeder Auseinandersetzung steht der grundlegende Streit zwischen Kalshi und den Behörden der einzelnen Bundesstaaten.

Die Vorhersage-Plattform argumentiert, dass die Event-Kontrakte als Finanzinstrumente gelten, die nach US-Bundesrecht als Swaps klassifiziert werden. Daher unterliegen sie ausschließlich der Aufsicht der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und nicht der Kontrolle der Bundesstaaten.

Die CFTC unterstützt diese Sichtweise und lehnt öffentlich ab, dass staatliche Glücksspielgesetze Anwendung finden. Die Behörden der Bundesstaaten bleiben jedoch anderer Meinung, sodass das oberste US-Gericht am Ende entscheiden könnte.

Trotz der zunehmenden rechtlichen Probleme sammelte Kalshi kürzlich 1 Milliarde USD bei einer Bewertung von 22 Milliarden USD ein. Das Unternehmen hat seinen Wert damit innerhalb von drei Monaten ungefähr verdoppelt.

Diese Finanzierungsrunde ist ein Zeichen für den Aufschwung im gesamten Sektor, denn Analysten erwarten in den nächsten zehn Jahren ein starkes Wachstum für den Bereich der Prognosemärkte.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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