Oscar Chambers von Umbria Network im Interview: „Alles begann mit Bitcoin“

Artikel teilen
IN KÜRZE
  • Was genau passiert eigentlich bei Umbria?

  • Und welche Probleme versucht das Projekt zu lösen?

  • Oscar Chambers im Gespräch mit BeInCrypto.

  • promo

    Mach mit beim größten ICO Spaniens: Sichere dir jetzt deine B2M Token

Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Oscar Chambers ist der Mitgründer von Umbria Network. Er beschreibt sich selbst als langjähriger Entwickler von Kryptowährungen und ethischer Hacker. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Barney arbeitet er nun seit einiger Zeit an der DeFi-Plattform Umbria. Mit BeInCrypto sprach Oscar Chambers darüber, wie er selbst zu Kryptowährungen kam, vor welchen Problemen der Finanzsektor steht und welche Lösungen Umbria Network bietet.

Gesponsert



Gesponsert

Umbria ist ein Open-Source-Projekt mit der Mission, DeFi zu entmystifizieren und zu vereinfachen und Menschen zu einem Einkommen mit ihrer Kryptowährung zu verhelfen. Die Zugänglichkeit aktueller DeFi-Plattformen ist auf Personen mit Kenntnissen in der neuesten Kryptowährungstechnologie beschränkt, was bedeutet, dass Anfänger und Personen ohne hohe technische Kenntnisse weitgehend ausgeschlossen sind.

Oscar Chambers erklärt, wie die Reise begann:

Gesponsert



Gesponsert

„Klar, alles begann mit Bitcoin. Bitcoin löste das Problem der doppelten Ausgaben. Und so explodierte Bitcoin und nun ist jeder von Kryptowährungen begeistert, weil sie all diese verschiedenen Arten von Sicherheit, schnelle Transaktionen, billige Transaktionen und solche Dinge bieten. Nachdem jeder erkannt hatte, dass Bitcoin ein riesiger Erfolg werden würde, begann man zu überlegen, was man sonst noch mit Kryptowährungen machen kann.“

Oscar erzählt, dass dann Ethereum ins Spiel kam:

„Mit all den robusten Funktionen von Bitcoin als Vermögensspeicher, haben wir jetzt auch Ethereum und können Applikationen auf Kryptowährungen schreiben und viele komplizierte Dinge machen. So fing es an. Seitdem ist Ethereum stetig gewachsen.“

Die Probleme des Krypto-Ökosystems: Skalierbarkeit

Mit dem stetigen Wachstum des Ökosystems kamen auch immer neue Anwendungsbereiche dazu. Und natürlich auch die ein oder anderen Probleme.

„Also hatten wir eine Art, an verschiedene Projekte auf Ethereum aufzubauen. Seitdem ist die Plattform stetig gewachsen. Und mit der Zeit wuchs auch das Problem der Skalierbarkeit. Irgendwann war das Netzwerk überlastet, die Transaktionen wurden immer teuer. Ethereum war somit einfach nicht mehr praktisch. Dabei ist das Krypto-Ökosystem großartig. Wir können Versicherungen, Kredite, Börsen und vieles mehr im dezentralen System erschaffen.“

Das Skalierbarkeitsproblem von Etheureum hat eine Menge dieser Applikationen unpraktisch gemacht.

„Also haben wir diese neue Idee, diese neue Art von Protokoll namens Layer 2. Das nimmt Ethereum eine Menge Arbeit und macht DeFi einfacherer und schneller. Jetzt sehen wir eine Explosion der Layer 2 Projekte. Diese sind viel schneller und ermöglichen uns viele verschiedene Sachen zu machen. Instant-Transaktionen zum Beispiel.“

Daraus ergibt sich das nächste Problem: Interoperabilität.

„Jetzt haben wir all diese großartigen Projekte, doch das nächste Problem. Diese Blockchains kommunizieren nicht miteinander, weil all diese Projekte ihre eigene kleine Insel sind.“

Das nächste Problem: Interoperabilität

In der Zukunft geht es um die Kommunikation der Blockchains untereinander. Diese Interoperabilität ist der Schlüssel, um noch mehr Potenzial zu nutzen.

„So können wir einen einheitlichen Krypto-Raum haben. Und das ist es, was Umbria gerade versucht zu tun. Hier arbeiten wir mit etwas namens Umbria Narni Bridge. Diese wird es den Leuten ermöglichen, ihre Vermögenswerte zwischen all diesen verschiedenen Kryptowährungsnetzwerken zu bewegen, die normalerweise nicht in der Lage wären, miteinander zu sprechen.“

Umbria Network hat es sich zum Ziel gemacht diese Transfers möglichst günstig und schnell zu machen.

„In wenigen Wochen bringen wir unsere erste Umbria Bridge heraus. Die Nutzer können ihre Coins dann über Umbria vom Ethereum-Netzwerk zum Matic-Netzwerk (Polygon) transferieren. Sobald das klappt, fügen wir viele weitere Vermögenswerte und Netzwerke hinzu. Dann können die Nutzer ihre Coins bald zwischen verschiedenen Chains bewegen.“

Es ist kein Zufall, dass Umbria Network sich für die erste Kooperation Polygon ausgesucht hat.

„Die Jungs von Polygon wissen, was sie tun. Wir sind offizielle Partner von Polygon und profitieren enorm von ihrem Wissen und ihrer Erfahrung. Und auf technologischer Ebene hat Polygon all die Dinge, die man auf Ethereum machen kann, um drei oder vier Größenordnungen billiger und schneller gemacht. Sie haben eine viel schnellere Block-Zeit, hier können mehr Anwendungen laufen und das Ganze ist auch noch günstiger.“

Polygon löst die Schwerfälligkeit von Ethereum auf, weist aber dennoch alle Vorzüge auf, laut Oscar Chambers.

Wie Oscar Chambers zu DeFi kam

Nun wissen wir, wie Umbria Network zu Polygon gekommen ist, aber wie ist Oscar Chambers zu Umbria Network gekommen?

„Ich habe mich schon immer für Software interessiert. Ich und mein Zwillingsbruder haben zusammen in der Softwarebranche gearbeitet. Seit wir klein waren, begeisterte uns das Thema. Wir haben recht ähnliche Abschlüsse an der Universität gemacht und fingen an uns mit Kryptowährungen zu beschäftigen. Ende 2016 war das. Dann haben wir angefangen, mit dem Bitcoin-Quellcode herumzuspielen und wir haben ein paar Bitcoin-Forks gemacht, die immer noch irgendwie da draußen sind.“

Als der DeFi-Bereich dann boomte und die ersten Probleme klar wurden, machten die beiden es sich zum Ziel diese Technologie auf Layer 2 Ebene nutzbar zu machen.

„Und es schien eine Art natürliche Entwicklung zu sein, die DeFi passieren musste. Und so nahmen wir diese Herausforderung an und entwickelten DeFi-Produkte.“

Oscar und Barney Chambers sind die Söhne von Clem Chambers, dem CEO von ADVFN, Journalist und Autor von Finanzthrillern.

„Nun, er ist definitiv sehr engagiert in dem, was er macht. Er hat mich inspiriert und uns gefördert. Und nach meinem Abschluss haben wir alle zusammen an einer Finanzsoftware gearbeitet. Das machen wir nun seit einigen Jahren und es läuft wirklich gut.“

Zu einem Interview mit Clem Chambers geht es hier entlang.

Die Reise von Umbria

Natürlich wollten wir von Oscar Chambers auch wissen, wohin die Reise vom Umbria Network noch gehen wird.

„Es gibt ein wirklich tolles Zitat. Ich glaube, es war von Bill Gates und er sagte, dass die Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr tun können, aber unterschätzen, was sie in 10 Jahren tun können. Das ist die richtige Einstellung für Krypto. Wir sind in einem frühen Stadium. Beim Internet war es ähnlich – erst eine Menge Aufregung über Nacht, dann klang das Interesse ab. Die nächsten 10 bis 15 Jahre waren dann von Massenadaption geprägt.“

Zwar sehen wir momentan vor allem viele Diskussionen rund um Krypto-Preise, doch haben wir in den letzten Monaten im Vergleich zu den letzten Jahren eine starke Adaption gesehen.

„Wenn wir über Projekte sprechen, dann sollten wir nicht über das nächste Jahr sprechen, sondern über die nächsten 10 Jahre. Der Plan mit Umbria ist nicht, ein großes, verrücktes Feuerwerk zu veranstalten, bei dem am Anfang viele Leute kommen und viel los ist, und das danach in Vergessenheit gerät. Wir verfolgen einen stetigen Ansatz, einen risikoarmen Ansatz, bauen eine Gemeinschaft auf und planen sozusagen langfristig und nicht nur für ein paar Jahre.“

Langfristig könnten Kryptowährungen unser Finanzsystem verändern:

„Wir sehen eine Menge Entwicklungsländer, die keine gute Finanzinfrastruktur haben. Dort werden Kryptowährungen schnell adaptiert. Und jetzt, da wir all diese Krypto-Anwendungen auf unseren Mobiltelefonen haben und Mobiltelefone sogar in Entwicklungsländern weit verbreitet sind, ist es ein neuer Mechanismus für die Menschen, mit ihren eigenen Finanzen zu interagieren.“

Somit könnte es in Ländern mit robusteren Finanzsystem länger dauern, bis die Kryptowährungen vollständig integriert sind.

„Vielleicht dauert es länger, bis die Leute auf DeFi umsteigen. Vielleicht müssen sie das auch nie. Ich sehe DeFi nicht wirklich als Ersatz für das aktuelle Finanzsystem, vor allem nicht kurzfristig. Es ist ein guter Start, mehr Menschen an der Finanzwelt teilhaben zu lassen. Wir demokratisieren im Grunde den Zugang zu Finanzen für jeden ohne Diskriminierung. Und so haben wir heute bereits sehr stark integrierte Finanzsysteme, aber weil sie so gut sind und es eine so lange Tradition dieser Systeme gibt, wie z.B. das Bankwesen, sind sie so aufgebläht und können in vielen Bereichen nicht so gut funktionieren wie DeFi, wie z.B. beim Geldtransfer.“

Umbria Network sucht übrigens weiterhin nach Entwicklern:

„Wenn ihr vorbeikommt und mit uns plaudern wollt, dann seid ihr mehr als willkommen!“

Danke Oscar!

Haftungsausschluss

Alle auf unserer Website enthaltenen Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Die journalistischen Beiträge dienen nur allgemeinen Informationszwecken. Jede Handlung, die der Leser aufgrund der auf unserer Website gefundenen Informationen vornimmt, geschieht ausschließlich auf eigenes Risiko.
Gesponsert
Share Article

Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

MEHR ÜBER DEN AUTOR

Bit2Me ICO gestartet! Sichere dir jetzt B2M Token!

Jetzt kaufen!

Marktsignale, Studien und Analysen! Besuch uns noch heute auf Telegramml!

Jetzt mitmachen