Polymarket hat am 21. April angekündigt, dass Nutzer ab sofort Perpetual Futures handeln können. Damit ist es möglich, rund um die Uhr bullische oder bärische Investitionen auf Vorhersagemärkte abzuschließen.
Diese Ankündigung erfolgte nur wenige Stunden, nachdem Berichte aufgetaucht waren, dass der Konkurrent Kalshi plant, am 27. April sein eigenes Perpetual-Produkt mit dem Codenamen „Timeless” zu starten.
Wettlauf um Perpetuals im Vorhersagemarkt spitzt sich zu
Mit dem neuen Perpetual-Feature von Polymarket können Trader mit Hebel auf Vorhersagemärkten handeln, ohne auf das Vertragsende warten zu müssen.
Die Plattform beschreibt das Produkt in der offiziellen Ankündigung als eine Möglichkeit, „die Märkte, die Sie kennen, 24/7 bullisch oder bärisch zu handeln”.
Der Zeitpunkt scheint strategisch gewählt. Kalshi-CEO Tarek Mansour kündigte „Timeless” bereits am 13. April in einem kurzen Video an und verriet das Startdatum, den 27. April, in New York.
Kalshis Produkt soll auch Perpetual Futures auf Kryptowährungen enthalten und tritt damit in direkte Konkurrenz zu Börsen wie Coinbase und Robinhood.
Beide Plattformen sind in den vergangenen Monaten massiv gewachsen. Die Transaktionen auf Vorhersagemärkten haben im März 2026 mehr als 192 Millionen erreicht, so viele wie nie zuvor.
Kalshi hat mittlerweile eine Bewertung von 11 Milliarden USD und verarbeitet jährlich ein Handelsvolumen von mehr als 100 Milliarden USD. Polymarket wird mit 9 Milliarden USD bewertet, dabei liegt das wöchentliche Handelsvolumen seit Anfang 2026 konstant über einer Milliarde USD.
Die Rivalität zwischen beiden Plattformen spiegelt eine größere Entwicklung wider. Vorhersagemärkte ähneln immer stärker klassischen Finanzprodukten; Perpetual Contracts könnten diesen Trend beschleunigen, da institutionelle Investoren angelockt werden.
Ob Polymarket durch den Vorsprung einen nachhaltigen Vorteil erzielt, hängt vermutlich davon ab, wie schnell beide Plattformen ausreichend Liquidität für ihre neuen Produkte aufbauen können.





