Portfolio-Manager: “Bitcoin könnte früher als erwartet ein nachhaltiges Wachtum verzeichnen”

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Jetzt, da Zentralbanken wie die Federal Reserve und die EZB ihre Druckmaschine angeworfen haben, sind die Investoren auf der Suche nach einem inflationssicheren Vermögenswert. Bitcoin könnte ein solches Asset sein. Seine jüngste Perfomance kann ein Hinweis auf das sein, was noch kommen wird.



Die Grenzen zwischen den Anlageklassen sind seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie verschwommen. Es gibt keine Gründe mehr für den Handel mit traditionellen Vermögenswerten, da diese wohl weiterhin in den Keller schießen werden. Aktien, Öl, Gold und Kryptowährungen brechen gleichermaßen seit Wochen unterschiedlos zusammen – bis jetzt. Das Wall Street Journal weist darauf hin, dass bestimmte Vermögenswerte, darunter Anleihen und Gold, begonnen haben sich zu stabilisieren, obwohl sie weiterhin hoher Volatilität ausgesetzt sind.



Ein weiterer Vermögenswert, über den die Meinungen auseinander gehen, ist Bitcoin. Der CIO von BlockTower Capital –  Ari Paul – hat dies sicherlich bemerkt. Paul veröffentlichte einen Tweet, in dem er die Marktbedingungen untersuchte und einen Ausblick auf Bitcoin gab, was darauf hindeutet, dass sich die Stimmung bei den Investoren geändert hat.

Er war bereit, eine Weile zu warten, bis die Aktien ihren Tiefststand erreicht hatten und sichere Vermögenswerte, einschließlich Bitcoin und Gold, „ein nachhaltiges Wachstum“ erwischen können. Aber jetzt scheint sich das Blatt zugunsten von Bitcoin und Gold zu wenden, da an der Wall Street eine hohe Inflation befürchtet wird.

Wall Street wartet auf Inflation, während Bitcoin konstant bleibt

Wie Paul erklärt, sieht sich die Wirtschaft mit einem doppelten Inflationsschlag der Fed konfrontiert. Auf der einen Seite wird Geld gedruckt, und auf der anderen Seite ist die Produktion rückläufig. Zusammengenommen wirkt dies wie eine tickende Zeitbombe, die sich früher oder später entzünden könnte. Wenn überhaupt, hat die Fed ihre Konjunkturanstrengungen nur verdoppelt, während die Wirtschaft praktisch zum Stillstand gekommen ist.

Da Bitcoin speziell als Absicherung gegen Inflation konzipiert wurde, könnte dies tatsächlich einen nachhaltigen Anstieg bedeuten, aber Kryptowährungen bleiben immer noch risikoreiche Anlagen. Infolgedessen kommt Paul zu dem Schluss, dass der Markt nicht viel braucht, um eine erneute Umkehrung zu erleben. Er warnt:

“Wenn die Aktien von hier aus um 30% fallen, werden BTC und Gold wahrscheinlich beide stärker betroffen sein.“

Kurzfristige und langfristige Aussichten

Nach einem Zusammenbruch vor zwei Wochen, haben sich die Krypto-Märkte tatsächlich wieder leicht stabilisiert. Derzeit steht Bitcoin bei rund $6700. Wenn man sich die kurzfristige Kursentwicklung von Bitcoin ansieht, könnte man meinen, dass alles wie gewohnt läuft. Diese kurzfristige Performance ist eine willkommene Ablenkung von den Verlusten, die der Markt für Kryptowährungen seit dem Ausbruch des Coronavirus erlitten hat. Bitcoin hat dabei in den letzten Monaten etwa 40% seines Wertes verloren.

Der Krypto-Trader und Analyst Luke Martin drehte den Spieß um, als er “das aktuelle Fiat-Experiment” beschrieb, welches den Weg für den langfristigen Erfolg von Bitcoin ebnen wird, auch wenn es auf dem Weg dorthin einige kurzfristige Schmerzen gibt. Normalerweise ist Bitcoin der Vermögenswert, der gemeinhin als Experiment charakterisiert wird.

In den letzten zwei Tagen konnte Bitcoin eine gute Performance aufweisen, während die traditionellen Finazmärkte nicht Schritt halten konnten. Dies schließt auch Gold ein, das zuletzt nur noch geringfügig gestiegen war. Wie wir bereits gesagt haben, ein Tag macht noch keinen Trend, sondern eine Reihe dieser Leistungen aneinander. Es ist jedoch klar, dass Bitcoin langsam seinen Groove zurückgewinnt.

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Nachdem er sein Studium der internationalen Betriebswirtschaft an der Frankfurt School of Finance and Management abgeschlossen hatte, arbeitete Christian zunächst in der Immobilienentwicklung. Nachdem er Bitcoin und die Kryptowirtschaft für sich entdeckte, änderte er sein Fachgebiet, um digitale Zusammenhänge zu analysieren.

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