Portugiesisches Parlament lehnt Gesetzesentwurf zur Besteuerung von Kryptowährungen ab

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IN KÜRZE
  • Der Kongress von Portugal lehnte zwei Vorschläge zur Besteuerung von Kryptowährungen ab.

  • Bisher war der Handel und der Besitz von Kryptowährungen aufgrund einer Gesetzeslücke steuerfrei.

  • Die Regierung von Portugal möchte dies jedoch ändern.

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Das portugiesische Parlament hat zwei Vorschläge zur Besteuerung von digitalen Assets abgelehnt. Die Tage der steuerfreien Kryptos könnten allerdings bald vorbei sein.

Der portugiesische Kongress lehnte die Vorschläge der linken Partei Bloco de Esquerade und Livre ab. Diese haben aktuell eine Minderheit in dem portugiesischen Parlament und forderten eine Besteuerung von Bitcoin und Kryptowährungen. Die regierende Partei Partido Socialista (PS) plant aber in Zukunft eine Besteuerung von Kryptowährungen. Krypto-Unternehmen müssen nach wie vor Steuern auf ihre Gewinne zahlen.

“2022 wird die Regierung die notwendigen Initiativen ergreifen, um eine Steuererklärungspflicht für Krypto-Assets einzuführen. So können wir Kapitalgewinne ab einem Mindestbetrag von 5.000 Euro besteuern”, erklärte die Partei.

Portugal ist nun ein weiteres Land, das mit der Besteuerung von Kryptowährungen zu kämpfen hat. Ähnliche Debatten entstehen gerade auf der ganzen Welt. Einige Länder, wie zum Beispiel Indien, haben bereits eine feste Steuerregelung eingeführt.

Aktuell gibt es in Portugal keine Kapitalertragssteuer auf Kryptowährungen

Denn Bitcoin Kryptowährungen gelten in dem Land als Währungen, und nicht als Vermögenswert. Deswegen sind Kryptowährungen in dem Land aktuell steuerfrei. Die Regierung wird natürlich versuchen dies zu ändern, um eine gewisse Kontrolle durchzusetzen und sicherzustellen, dass sie Einnahmen daran erhält. Zum Vergleich: Die Kapitalertragssteuern liegen in dem Land derzeit bei 28%. Der Steuersatz für Krypto-Unternehmen in dem Land liegt momentan zwischen 28% und 35%.

Krypto-Steuern: Ein Bild von BeInCrypto.com

Der portugiesische Finanzminister Fernando Medin sagte, dass das Land sein eigenes Steuermodell für Kryptowährungen entwickeln wird:

“Viele Länder haben bereits Systeme, viele Länder bauen ihre Modelle in Bezug auf dieses Thema auf, und wir werden unser eigenes aufbauen”.

Der Staatssekretär für Steuerfragen Mendonça Mendes erklärte: “Wir bewerten durch internationale Vergleiche, wie die Definition von Krypto-Vermögenswerten, zu denen auch Kryptowährungen gehören, aussieht. Wir evaluieren die Regelungen in diesem Bereich, sei es im Kampf gegen Geldwäsche oder bei der Regulierung der Märkte, um eine Gesetzesinitiative vorzulegen, die einem Land wirklich in allen Aspekten dient, und nicht eine Gesetzesinitiative, die es auf die Titelseite einer Zeitung schafft.”

Portugal war bisher sehr liberal, was digitale Assets betrifft. Die portugiesische Zentralbank erteilte Lizenzen für Kryptobörsen und Anfang des Monats wurde eine Wohnung in Portugal für drei Bitcoin verkauft.

Steueroase Madeira?

Darüber hinaus gilt die autonome Insel Madeira, die jedoch rechtlich zu Portugal gehört, ebenfalls als Steuerparadies für Kryptowährungen. Die Insel ist Teil einer Sonderwirtschaftszone und möchte zu einem Krypto-Hub werden. Der Präsident von Madeira, Miguel Albuquerque, sprach vor kurzem auf der Bitcoin-Konferenz in Miami. Er sagte:

“Als Regierung von Madeira und als Präsident der Regierung glaube ich an die Zukunft und ich glaube an Bitcoin.”

Steuern auf den Kauf, Verkauf und das Halten von Bitcoin soll es laut dem Präsidenten in Zukunft keine geben. Ob die Insel ihren Status als Krypto-Steueroase behalten wird, wird die Zukunft zeigen.

Krypto-Steuern: Keine leichte Aufgabe

Die Entscheidung, den Kryptomarkt zu regulieren ist, für die Regierung keine leichte. Der Kryptomarkt ist beispiellos und Regeln, die anderswo durchgesetzt werden können, lassen sich hier nur schwer anwenden. Während die Regierungen ein Rahmenwerk für die Regulierungen ausarbeiten, behalten sie durch die jetzige Besteuerung eine gewisse Kontrolle über den Markt.

Indien hat eine der härtesten Regulierungen bei der Besteuerung von Kryptowährungen und es könnte sogar noch härter werden. Andere Länder verfolgen einen weniger aggressiven Ansatz, sind aber dennoch an einer Steuererhöhung interessiert. In den nächsten Jahren wird sich auf dem Kryptomarkt viel verändern. Sowohl auf regulatorischer als auch auf infrastruktureller Ebene.

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Rahul Nambiampurath ist ein in Indien ansässiger Digital Marketer, der sich seit 2014 in den Bereichen Bitcoin und Blockchain engagiert. Seitdem ist er ein aktives Mitglied der Community, außerdem hat Rahul einen Master-Abschluss in Finanzen.

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