Die Bitcoin-Treasury Satsuma Technology hat beschlossen, das gesamte Kapital der Gesellschaft an die Aktionäre zurückzugeben und die Notierung an der London Stock Exchange aufzuheben.
Diese Liquidation erhöht den Druck auf digitale Asset-Treasuries (DATs). Dieses Geschäftsmodell war im Jahr 2025 sehr gefragt; damals sammelten Unternehmen Kapital, um Bitcoin zu akkumulieren. Im Jahr 2026 führt der fallende Kurs jedoch dazu, dass mehrere Firmen nun verkaufen müssen.
Satsuma-Aktionäre stimmen für die Abwicklung der Bitcoin-Treasury
Der Druck auf Satsuma hatte sich seit Monaten aufgebaut. Im April berichtete Bloomberg, dass Investoren die Gesellschaft drängten, die Bitcoin-Bestände zu liquidieren und das Unternehmen zu schließen.
Pantera Capital Management, ein bekannter Krypto-Venture-Fonds, war unter diesen Investoren. Bereits zu diesem Zeitpunkt war der Aktienkurs seit dem Hoch im Juni 2025 um 99% gefallen.
Im Mai wurde die Initiative offiziell. Aktionäre mit mehr als 20% des ausgegebenen Kapitals forderten laut einer Mitteilung der Gesellschaft eine Abstimmung.
Vier Direktoren rieten von der Abwicklung ab, während zwei abweichende Direktoren die vorgeschlagenen Beschlüsse unterstützten. Die Gesellschaft bestätigte diese Woche, dass 90,63% für die Kapitalrückzahlung und 90,59% für die Aufhebung der Notierung gestimmt haben.
Satsuma besitzt 668 BTC im Wert von etwa 43,5 Millionen USD. Damit ist sie laut Daten von Bitcoin Treasuries die zweitgrößte öffentliche Bitcoin-Treasury im Vereinigten Königreich, hinter The Smarter Web Company.
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Ein Sektor kämpft ums Überleben durch Verkäufe
Satsuma ist nicht allein. Nach dem Kurssturz im Oktober gerieten auch kleinere Unternehmen unter Druck. Im November verkaufte Sequans 970 Bitcoin, etwa 30% des eigenen Bestands, um Wandelanleihen zu reduzieren.
Auch Empery Digital verkaufte etwa 1.400 BTC und reduzierte den Bestand damit um rund 48%. Selbst die größte Treasury blieb davon nicht verschont. Im Juni veröffentlichte Strategy ihren Digital Credit Capital Framework.
Der Plan erlaubt es dem Unternehmen, BTC in regelmäßigen Abständen zu verkaufen, um bis zu 1,25 Milliarden USD für die Reserve in US-Dollar zu beschaffen, Dividenden- sowie Zinsverpflichtungen zu bedienen, wenn dies günstiger ist als die Ausgabe neuer Aktien, und um eigene Aktien oder Schulden zurückzukaufen. Anfang Juli berichtete BeInCrypto, dass Strategy 3.588 BTC verkaufte und damit rund 216 Millionen USD einnahm.
Für Satsuma steht der Zeitplan fest. Das Unternehmen will die Notierung am 14. September aufheben und die Erlöse bis Ende September an die Aktionäre zurückzahlen.
Ob weitere Treasuries Satsuma aus dem öffentlichen Markt folgen, könnte die nächste Phase des Sektors bestimmen.
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