Die Zentralbank von Singapur, Monetary Authority of Singapore (MAS), hat Bybit Fintech Limited und die Plattform Bybit am 17.6.2026 auf die Investor Alert List gesetzt. Damit zeigt die Behörde, dass die weltweit zweitgrößte Krypto-Börse nach Handelsvolumen keine Lizenz oder Regulierung der MAS für Dienstleistungen besitzt, die für Nutzer aus Singapur zugänglich sind.
Die MAS veröffentlicht diese Warnung, während die Krypto-Adoption im Finanzzentrum Asiens steigt. Der Hinweis soll Retail-Investoren schützen, damit sie keine vollständige Kontrolle durch die Behörden annehmen.
Was die MAS Investor Alert List bedeutet
Die Investor Alert List zeigt Unternehmen, die „vielleicht als von der MAS lizenziert oder autorisiert angesehen werden oder wurden”.
Diese Liste dient als öffentliche Warnung, ist aber weder ein Verbot noch eine Strafmaßnahme oder eine Einstufung als Betrug.
Bybit steht jetzt neben Plattformen wie Binance (seit 2021 auf der Liste).
Nach Aussage der MAS ist die Liste „nicht vollständig” und basiert auf den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren Informationen. Für Bybit wird speziell die Hauptwebseite aufgeführt.
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Bybits globale Position im Vergleich zu den Regeln in Singapur
Bybit, gegründet vom Singapurer Ben Zhou, zählt zu den wichtigsten globalen Börsen mit täglichem Handelsvolumen in Milliardenhöhe.
Das Unternehmen ist unter anderem in Dubai und anderen Rechtsräumen aktiv, schließt aber Nutzer aus Singapur laut seinen Nutzungsbedingungen ausdrücklich aus.
Singapur verlangt gemäß dem Payment Services Act eine strenge Lizenz für Angebote rund um digitale Zahlungs-Token.
Plattformen ohne Lizenz dürfen keine lokalen Kunden anwerben oder bedienen, da sonst regulatorische Maßnahmen drohen.
Bybit blockiert bereits IP-Adressen aus Singapur, um den Vorgaben zu entsprechen. Dennoch will der Eintrag in die Liste auf mögliche verbleibende Zugangs- und Wahrnehmungsrisiken hinweisen.
Auswirkungen für Nutzer und Marktkontext
Trader mit Sitz in Singapur erhalten damit eine klare Empfehlung: Die MAS rät, im offiziellen Financial Institutions Directory zugelassene Plattformen zu prüfen.
Wer unregulierte ausländische Börsen nutzt, verzichtet bei Streitfällen, Einlagensicherung oder fairem Handel auf Schutz der MAS.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Kürzlich wurde Bybit nach Gesprächen mit den Behörden im April 2026 von der Warnliste in Malaysia gestrichen und konnte damit weltweit Compliance-Erfolge erzielen.
Die aktuelle Entwicklung findet statt, während die Branche allgemein unter Beobachtung steht, etwa nach Sanktionen der UK gegen HTX.
Es gibt keine Meldungen über direkte Handelsausfälle bei Bybit. Die Plattform setzt ihren globalen Betrieb, neue Token-Listings und Proof-of-Reserves-Transparenz fort.
Wie geht es für Bybit und Krypto in Singapur weiter?
Der Eintrag unterstreicht die konsequente Haltung der MAS zum Schutz von Investoren, während die Krypto-Regeln laufend angepasst werden.
Krypto-Börsen könnten künftig schneller lokal agieren oder geografische Beschränkungen verschärfen.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt liegt keine öffentliche Stellungnahme von Bybit zur Aufnahme in die Liste vor.
Erfahrungen mit ähnlichen Situationen zeigen allerdings, dass Plattformen meist mit stärkeren Compliance-Maßnahmen reagieren.
Für Investoren aus Singapur bleibt die zentrale Botschaft: Bevorzugen Sie lizensierte Angebote, um regulatorische und operative Risiken in einem reifenden Markt zu minimieren.
Prüfen Sie aktuelle Informationen immer direkt unter mas.gov.sg.
Bybit hat auf die Anfrage von BeInCrypto mit Bitte um Stellungnahme nicht unmittelbar reagiert.









