SOL liegt aktuell bei etwa 77 USD nach einem Anstieg von 16 % in dieser Woche, bleibt aber ungefähr 74 % unter dem Rekordhoch. Die Aktivität auf der Blockchain nähert sich Jahreshochs, während der Kurs versucht, einen Boden zu finden.
Dieser Gegensatz macht den Juli für SOL zu einem entscheidenden Monat. Eine bärische Kursstruktur auf höheren Zeitrahmen trifft jetzt auf einige der stärksten Netzwerk-Daten, die Solana in diesem Jahr gezeigt hat.
Solana-Netzwerkaktivität nähert sich Jahreshochs
On-Chain-Daten zeigen ein positiveres Bild als der Kurs allein vermuten lässt. Die Anzahl der aktiven Adressen steigt deutlich an und erreicht erneut Jahreshochs knapp unter sieben Millionen.
Transaktionen pro Sekunde, gemessen als Sieben-Tage-Durchschnitt, steigen stark an und nähern sich 1.100. Diese Entwicklung kommt beinahe einem neuen Allzeithoch bei der Netzwerk-Performance gleich.
Dies sorgt für eine deutliche Abweichung. Die Aktivität im Netzwerk steigt weiter, während der Token-Kurs in der Nähe seines Jahrestiefs verharrt.
Ein Großteil des jüngsten Anstiegs beim Durchsatz stammt aus Memecoin-Launchpads und spekulativen Airdrops auf Solana. Sollte die Nutzung dauerhaft über diesen Niveaus bleiben, würde dies das Fundament für eine Kurserholung stärken.
Wochenchart hält SOL in einem bärischen Bereich
Der Wochenchart zeichnet allerdings ein vorsichtigeres Bild. SOL liegt weiterhin etwa 74 % unter dem Allzeithoch von 293 USD und notiert auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2023.
Der Kurs verteidigt aktuell das langfristige 0,786-Fibonacci-Retracement bei rund 73 USD. Diese Marke stellt die letzte größere Unterstützung dar, bevor weiteres Abwärtspotenzial entsteht.
Der erste relevante Widerstand liegt auf dem Fibonacci-Level 0,618 bei etwa 120 USD. Eine Rückkehr in diesen Bereich würde einen Anstieg von mehr als 55 % gegenüber dem aktuellen Kurs erfordern.
Das wöchentliche Handelsvolumen nimmt weiter ab, was häufig für eine Akkumulation und geringe Volatilität spricht. Dennoch bleibt die Struktur insgesamt bärisch, solange die Käufer keine höheren Kursniveaus zurückerobern. Die jüngsten Liquidationen von gehebelten Positionen im Markt zeigen außerdem, wie fragil das Sentiment aktuell ist.
Solana-Kursprognose: 80-USD-Marke als kritischer Bereich
Der Tageschart gibt erste Hinweise auf einen möglichen Boden. SOL war im Juni aus einem aufsteigenden Trendkanal gefallen und erreichte sein Ziel in der Nähe von 63 USD.
Von dort erfolgte ein deutlicher Rebound, der Kurs testet nun den Widerstand knapp unter 80 USD. Der Relative-Stärke-Index ist auf etwa 60 gestiegen, was auf zunehmende Dynamik der Käufer hindeutet.
Ein Tagesschlusskurs über 80 USD würde die Erholung bestätigen und könnte den Weg Richtung 100 USD und perspektivisch 120 USD öffnen. Sollte die Unterstützung bei 73 USD fallen, würde die Nachfragedzone bei 63 USD wieder ins Spiel kommen.
Das bevorstehende Alpenglow-Upgrade beim Netzwerk-Konsens könnte als Impuls dienen, falls die Umsetzung im dritten Quartal näher rückt. Allerdings bleibt die allgemeine Marktschwäche, sichtbar durch jüngste Nettoabflüsse bei ETFs, das Hauptrisiko. Daher hängt es im Juli davon ab, ob SOL die starken Netzwerk-Grundlagen in einen klaren Ausbruch über die 80-USD-Marke umwandeln kann.









