The Vault arbeitet nun mit Hinkal zusammen, um private Stablecoin-Transaktionen in seine Verwahrungslösung für institutionelle Kunden zu integrieren, da die Offenheit von Blockchains für Unternehmen, die Vermögenswerte auf der Blockchain bewegen, zunehmend ein Problem darstellt.
Die am 18. Juni angekündigte Integration ermöglicht es den Kunden von The Vault, Stablecoins über die Privatsphäre-Lösung von Hinkal einzuzahlen, zu versenden und abzuheben. The Vault ist eine Infrastruktur für digitale Vermögenswerte, die speziell Institutionen anspricht, die Kryptowährungen professionell verwahren, bewegen, verwalten und absichern, und dabei nicht auf gewöhnliche Retail-Wallets oder Krypto-Börsen zurückgreifen möchten.
Der Stablecoin-Boom hat ein Datenschutzproblem
Stablecoins sind inzwischen ein Markt mit mehr als 315 Milliarden USD, wie Daten von DeFiLlama zeigen. Nach Schätzung von McKinsey laufen echte Zahlungen mit Stablecoins bereits auf etwa 390 Milliarden USD pro Jahr. Rund 226 Milliarden USD davon entfallen auf B2B-Zahlungen.
Dieses Wachstum bringt ein einfaches Problem mit sich. Öffentliche Blockchains machen Transaktionsbeträge, Wallet-Bestände und Gegenparteien systembedingt sichtbar. Für Institutionen kann dies Bewegungen in der Treasury, Beziehungen zu Lieferanten, Handelsströme sowie interne Zahlungsabläufe offenlegen.
Der Ledger sieht zu viel
Banken und Zahlungsdienstleister sehen fehlende Privatsphäre bereits als ernsthaftes Hindernis. Visa erklärte Anfang des Jahres, dass die Transparenz öffentlicher Blockchains mit den Erwartungen der Finanzinstitute an Privatsphäre kollidiert und dass das Fehlen von Datenschutz zu einem Ausschlusskriterium für relevante Aktivitäten auf der Blockchain werden kann.
The Vault adressiert das Problem auf der Verwahrungsseite. Das Unternehmen bietet Speicher für digitale Vermögenswerte, Steuerung der Treasury, Freigabeprozesse und Tools zur Verwaltung für institutionelle Kunden.
Hinkal kümmert sich um den Datenschutzaspekt. Die Infrastruktur setzt auf Zero-Knowledge-Technologie, wodurch eine Transaktion auf der Blockchain verifiziert werden kann, ohne alle Details öffentlich machen zu müssen.
Vereinfacht gesagt kann das Netzwerk bestätigen, dass eine Zahlung gültig ist, ohne dass jeder den gesamten Zahlungsweg sehen kann.
Datenschutz ohne Scheuklappen
Ein wichtiger Aspekt ist die Einhaltung von Vorschriften. Datenschutz für Institutionen darf nicht völlige Anonymität bedeuten. Laut Hinkal unterstützt ihr System Funktionen wie View-Keys sowie Prüfmechanismen, die es autorisierten Parteien ermöglichen, Einsicht zu nehmen, ohne dass alle Transaktionsdaten öffentlich werden.
Die Partnerschaft ist eine Investition in die nächste Phase der Stablecoin-Einführung. Stablecoins haben bereits eine relevante Größenordnung erreicht, doch ihre öffentliche Natur ist für seriöse Finanzanwendungen weiterhin schwierig.
Sollen Stablecoins künftig stärker in Treasury, Abwicklung und Zahlungen im Unternehmensbereich genutzt werden, brauchen Institutionen neben Geschwindigkeit und günstigen Kosten auch Datenschutz. Gleichzeitig müssen Kontrollen, Prüfungen und Regulierung weiterhin möglich sein.









