Strategy hat vier Wochen in Folge keine wöchentlichen Bitcoin (BTC)-Käufe getätigt, was die längste Kaufpause seit zwei Jahren ist. Das Unternehmen veröffentlicht die Ergebnisse für das zweite Quartal am Donnerstag, 30. Juli, nach Börsenschluss in den USA.
SEC-Meldungen bestätigen, dass der letzte Kauf von Strategy die Woche zum 21. Juni betraf. Seitdem hat das Unternehmen Bitcoin verkauft, statt den eigenen Bestand zu erhöhen.
Eine Pause aufgrund fallender mNAV
Die Aktie von Strategy wurde über Jahre mit einem Aufschlag auf die eigenen Bitcoin-Bestände gehandelt. Dieses Verhältnis nennt man mNAV. Durch diesen Aufschlag konnte das Unternehmen Aktien über dem BTC-Wert verkaufen und so die Anzahl Bitcoin je Aktie für Halter steigern.
Dieses Modell funktioniert nicht mehr, sobald die mNAV gegen 1 sinkt. Neue Aktienverkäufe zerstören dann Wert, anstatt Wert zu schaffen. Die mNAV erreichte Ende Juni etwa 0,99. Das war das erste Mal unter dem Wert von eins, bevor eine Erholung auf ungefähr 1,03 folgte. Die Bestände von Strategy liegen nun unter dem eigenen Kaufpreis, und die Geschäftsführung sieht den realen Break-Even eher bei 1,22.
Strategy verkaufte zwischen 29. Juni und 5. Juli in zwei Tranchen 3.588 BTC für etwa 216 Millionen USD. Mit den Verkäufen wurden Dividenden aus Vorzugsaktien bezahlt und die eigene Liquiditätsreserve gestärkt. Strategy begann Mitte Juni mit diesem Kapitalrahmen, der am 20. Juli auf 3,225 Milliarden USD angewachsen war.
Was Donnerstag zeigen könnte
Strategy wies im ersten Quartal einen operativen Verlust von 14,5 Milliarden USD aus, was auf den Rückgang des Bitcoin-Kurses zurückzuführen war. Die Konsensschätzung von LSEG rechnet im zweiten Quartal mit einem operativen Gewinn von 3,86 Milliarden USD. Allerdings haben zwei von sieben Analysten ihre Prognosen noch vor dem Bitcoin-Rückgang Ende Juni abgegeben.
Die Ergebnisse am Donnerstag werden zeigen, ob Strategy bei diesem Kompromiss bleibt, sich neues Kapital zu beschaffen, aber den eigenen Bitcoin-Bestand nicht anrührt.









