Trumps Plan zur KI-Übernahme könnte Anthropic Vorteile verschaffen, OpenAI droht Nachteil

  • Anthropic nimmt laut Berichten nicht an Trumps Gesprächen über Regierungsbeteiligungen mit KI-Unternehmen teil.
  • OpenAI-Chef Sam Altman stellt seit Anfang 2025 Konzepte für staatliches Eigentum vor.
  • Beide Unternehmen streben billionenschwere IPOs an, dabei spielt das Verwässerungsrisiko eine wichtige Rolle.
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US-Präsident Trump sagte am Freitag, dass die US-Regierung möglicherweise Beteiligungen an KI-Riesen wie OpenAI, Anthropic und xAI übernehmen könnte. Anthropic fehlt jedoch laut Berichten in den Gesprächen über Beteiligungen, was für das Unternehmen zum größten Vorteil werden könnte.

Trump plant, KI-Unternehmenschefs ins Weiße Haus einzuladen, um schon nächste Woche über das Beteiligungsmodell zu sprechen. Währenddessen wollen sowohl Anthropic als auch OpenAI an die Börse gehen, wobei ihre Bewertungen jeweils in Richtung 1 Billion USD gehen.

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Trumps KI-Beteiligungsplan lässt Anthropic aus

Hochrangige US-Beamte haben erste Gespräche mit führenden KI-Unternehmen über eine mögliche staatliche Beteiligung geführt. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte, dass Anthropic daran nicht beteiligt ist.

OpenAI steht auf der anderen Seite des Spektrums. CEO Sam Altman spricht laut CNBC seit Anfang 2025 mit Vertretern der US-Regierung über das Konzept.

Im April schlug OpenAI zudem in einem Politikvorschlag einen Public Wealth Fund vor, in den gespendete Unternehmensanteile eingebracht werden könnten.

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Trump stellte die Idee laut der Washington Post als Möglichkeit dar, Steuerzahlern einen direkten Anteil an KI-Gewinnen zu verschaffen.

„Es wird fast zu einer Partnerschaft mit der amerikanischen Öffentlichkeit.”

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Berechnungen zur Verwässerung vor Billionen-IPOs

Der Vorschlag erfolgt zu einem sensiblen Zeitpunkt. Anthropic hat am 1. Juni eine vertrauliche S-1 eingereicht, nachdem eine Series H das Unternehmen zuletzt mit 965 Milliarden USD bewertete.

OpenAI wurde im März zuletzt mit 852 Milliarden USD bewertet und bereitet ebenfalls einen Börsengang vor.

Die US-Regierung hat bereits Erfahrung. Sie erwarb 2025 rund 10% an Intel und beteiligt sich an IBM sowie mehreren Quantenunternehmen.

Ein vergleichbarer Anteil bei OpenAI würde etwa 85 Milliarden USD von bestehenden Anteilseignern und neuen Investoren abziehen.

Der politische Druck kommt aus beiden Parteien. Senator Bernie Sanders schlug eine einmalige Steuer von 50%, zahlbar in Unternehmensanteilen, für OpenAI, Anthropic und xAI vor.

Investoren, die die IPO-Welle von 3 Billionen USD betrachten, müssen daher Governance-Risiken einpreisen, die bei Anthropic vorerst nicht bestehen.

Von der schwarzen Liste zum Vorteil

Anthropics Distanz zu Washington war anfangs keine Strategie. Das Unternehmen lehnte im Februar ein Ultimatum des Pentagons zur uneingeschränkten militärischen Nutzung von Claude ab.

Trump ordnete am 27. Februar an, dass Bundesbehörden keine Geschäfte mehr mit Anthropic machen dürfen.

Daraufhin klassifizierte das Pentagon Anthropic als Risiko für die Lieferkette — das erste derartige Urteil für ein US-Unternehmen. Anthropic klagte gegen die Maßnahme im März und scheiterte im April vor einem Berufungsgericht, obwohl Trump später ein Verteidigungsabkommen nicht ausschloss.

Dieser Streit hielt Anthropic aus den Beteiligungsdebatten heraus. Zum Börsengang könnte genau diese Unabhängigkeit nun für öffentliche Investoren eine übersichtliche Eigentümerstruktur bedeuten.

Das Treffen im Weißen Haus in der nächsten Woche könnte Anteile, Stimmrechte und teilnehmende Unternehmen klarstellen.

Bis dahin bleibt offen, ob die Märkte für das KI-Unternehmen, das nicht staatlich kontrolliert wird, einen Aufpreis zahlen.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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