Unternehmen wandeln ihre Reserven zunehmend in Bitcoin um

Artikel teilen
IN KÜRZE
  • Nach den COVID-19 Rettungspaketen scheint eine rasante Inflation unvermeidbar.

  • Einige Unternehmen beginnen bereits damit, alle Geldreserven in Bitcoin umzuwandeln.

  • Goldgedeckte Tokens könnten sich ebenfalls als Reservewährung anbieten.

  • promo

    Mach mit beim größten ICO Spaniens: Sichere dir jetzt deine B2M Token

Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Aufgrund der deutlich inflationären Tendenzen von Fiatwährungen, insbesondere in Hinblick auf die COVID-19 Rettungspakete, beginnen die ersten Unternehmen, ihre Reserven in Bitcoin umzuwandeln.

Gesponsert



Gesponsert

Den Anfang machte ein kanadisches Restaurant. Nun steigt Snappa, eine Online-Service für die Erstellung von Online-Grafiken in Bitcoin ein. Anscheinend verlieren Unternehmen zunehmend das Vertrauen in Fiatwährungen.

Krypto als Rettungsboje gegen Inflation

Würden Sie ihr Geld eher in einer Währung aufbewahren, deren Umlaufmenge sich jedes Jahr erhöht, oder würden Sie es eher in einer Währung aufbewahren, deren Angebot algorithmisch begrenzt ist?

Diese Frage stellte sich der Snappa-Mitgründer Christopher Gimmer in einem Blogbeitrag auf seiner persönlichen Webseite. Diejenigen innerhalb der Krypto-Community können diese Frage leicht beantworten, aber für die meisten Unternehmen ist es nach wie vor üblich, alle Geldreserven in Fiatwährung zu halten. Das könnte sich allerdings bald ändern. Mit seinem Blogbeitrag erklärt Gimmer, dass nun auch Snappa seine Reserven in Bitcoin halten wird.

Im Zuge der COVID-19-Krise schütten Regierungen und Zentralbanken massive Rettungspakete aus. Häufig werden diese durch einen Ankauf durch die Zentralbank finanziert. In anderen Worten: Die Zentralbank bringt neues Geld in Umlauf und wertet dadurch ihre Fiatwährung ab.

Sehr deutlich zeigt sich das am Beispiel der Türkei. Die Türkische Lira wertet beispielsweise seit Jahrzehnten jedes Jahr rasant ab. Aber auch in westlichen Ländern sind erste Anzeichen einer galoppierenden Inflationsrate erkennbar. Der US-Dollar verlor nach dem Beginn der COVID-19-Krise stetig an Wert. Seit seinem Dreijahreshoch bei 0,94 EUR vor der Krise ist er mittlerweile auf 0,85 EUR gefallen. Nach der Verabschiedung eines Hilfspaketes über insgesamt 1,8 Milliarden durch die EU-Finanzminister, dürfte der Euro die nächste stark inflationäre Fiatwährung sein.

Bitcoin nicht unbedingt die geeignetste Reservewährung

Wenn Unternehmen anfangen, ihre Geldreserven in Kryptowährungen zu halten, wäre es nur der nächste logische Schritt, Mitarbeiter ebenfalls in einer Kryptowährung zu bezahlen und dabei auch ein festes Gehalt in dieser Währung festzulegen. Dadurch lassen sich ständige Nachverhandlungen aufgrund von Inflation vermeiden.

Aufgrund der hohen Volatilität sind die meisten Krypto-Assets wie Bitcoin für diesen Zweck allerdings nicht gerade ideal. Nur wenige Angestellte dürften damit einverstanden sein, dass sich ihr Nettogehalt, abhängig von den Krypto-Märkten, schlimmstenfalls von einem Monat auf den anderen um die Hälfte reduzieren könnte.

Stabilere Assets, zum Beispiel goldgedeckte Tokens stellen in dieser Hinsicht möglicherweise eine deutlich attraktivere Option dar. Zu diesen Tokens gehören unter Anderem Tether Gold (XAUT) und Paxos Gold (PAXG). Statt einem festen Gehalt in entweder Fiatwährung oder Bitcoin, könnten Unternehmen ihre Mitarbeiter in einer festen Menge goldgedeckter Tokens bezahlen.

Haftungsausschluss

Alle auf unserer Website enthaltenen Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Die journalistischen Beiträge dienen nur allgemeinen Informationszwecken. Jede Handlung, die der Leser aufgrund der auf unserer Website gefundenen Informationen vornimmt, geschieht ausschließlich auf eigenes Risiko.
Gesponsert
Share Article

VERWANDTE THEMEN

Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

MEHR ÜBER DEN AUTOR

Marktsignale, Studien und Analysen! Besuch uns noch heute auf Telegramml!

Jetzt mitmachen

Marktsignale, Studien und Analysen! Besuch uns noch heute auf Telegramml!

Jetzt mitmachen