Bitcoin-Halving: Hashrate auf niedrigstem Stand seit März

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IN KÜRZE
  • Am 11. Mai halbierten sich Block-Entlohnungen bei Bitcoin auf 6,25 BTC.

  • Die Hashrate fiel innerhalb von nur drei Tagen von ihrem Allzeithoch auf den niedrigsten Stand seit März.

  • Gefahren für das Bitcoin-Netzwerk sind dadurch allerdings noch nicht zu erwarten.

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Wie erwartet zeigt das Bitcoin-Halving Auswirkungen auf das Mining. Während die Hashrate am Tag der Halbierung ein neues Allzeithoch erreichte, ist sie seitdem stetig und rapide abgesunken.



Da seit dem Abend des 11. Mai nur noch 6,25 BTC für jeden gefundenen Block an die Miner ausgezahlt werden, ist das Mining an vielen Orten zum lokalen Strompreis nicht mehr rentabel. Wie erwartet musste einige Miner ihre Hardware daher abschalten.

Von Allzeithoch auf Jahrestief?

Wie Bitinfocharts berichtet, stieg die Hashrate am 11. Mai auf ein neues Allzeithoch von 137,6 Exahash/s. Seitdem zeigt die Kurve allerdings deutlich nach unten.



Entwicklung der BTC-Hashrate in den letzten 6 Monaten. Quelle: Bitinfocharts.

Die Hashrate ist an drei Tagen hintereinander stark gefallen. Gestern lag die durchschnittliche Hashrate bei nur noch 87,2 Exahash/s. Damit liegt sie derzeit tiefer, als während der meisten Zeit nach dem schnellen Preiseinbruch am 12. und 13. März. Sollte sie auch heute zurückgehen, würde sie auf den niedrigsten Stand des Jahres sinken.

Aktivität auf dem Mining-Markt

Preiseinbrüche und Halvings ziehen immer Verschiebungen auf dem Mining-Markt nach sich. Einige Miner werden die Segel streichen und ihre Hardware verkaufen müssen, dafür werden andere nachfolgen. Das Allzeithoch am 11. Mai zeigt, dass die Miner nach wie vor in neue und effizientere Anlagen investieren.

Sie rechnen fest damit, dass der Kurs von Bitcoin (BTC) nach der Halbierung stark ansteigen wird. In Hinblick auf die momentane Situation, in der eine starke Inflation zu erwarten ist, könnte dies durchaus der Fall sein. Das Interesse an dem Halving war jedenfalls noch sie so groß wie derzeit.

Auch institutionelle Investoren haben ein zunehmendes Interesse an Kryptowährungen. Das Potenzial für einen Kursanstieg ist daher enorm. Wenn dieser Fall eintritt, wird auch die Hashrate, trotz Halving, entsprechend wieder ansteigen.

Ein Problem mit dem Proof of Work Konsensmodell ist, dass es bei einem zu schlechten Verhältnis zwischen Hashrate und Kurs möglich ist, pofitabel 51%-Attacken durchzuführen. Dies passierte zum Beispiel Anfang des Jahres bei dem Bitcoin-Fork Bitcoin Gold.

Gefahren für die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks sind derzeit jedoch nicht zu erwarten. Wie der Tech-Unternehmer Andreas Antonopoulos erklärt, würden wir uns selbst wenn die Hälfte aller Anlagen abgeschaltet würden, immer noch auf dem Stand von 2018 befinden. Selbst dann wäre die Sicherheit von Bitcoin nach wie vor gewährleistet, denn durch die Mining Schwierigkeit passt sich an die Hashrate an.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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