Bitcoin-Handelsvolumen stagniert in Hongkong angesichts des schwachen Beschäftigungsberichts

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Hongkong rechnet derzeit mit einem schwachen Beschäftigungsbericht aufgrund von Ängsten um das Coronavirus und wirtschaftlicher Stagnation. Der Bitcoin-Handel im Land stagniert zur Zeit.



Anhaltende Proteste und die Angst vor dem Coronavirus haben die Wirtschaft Hongkongs verlangsamt. Das Volk bereitet sich jetzt auf den neusten Beschäftigungsbericht vor, von dem die meisten Wirtschaftswissenschaftler erwarten, dass er die Erwartungen nicht erfüllen wird. Im Januar war die Arbeitslosenquote der Stadt auf dem niedrigsten Stand seit 2016, und der Rückgang wird sich voraussichtlich fortsetzen.



Ein weiteres dringendes Problem, mit dem die Stadt konfrontiert ist, sind ihre täglichen Besucher und diejenigen, die in die Stadt pendeln. Die Besucher der wohlhabenden Stadt sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 99% gesunken. Laut Finanzminister Paul Chan wird es in Hongkong bald zu „Tsunami-ähnlichen“ Schocks kommen, die dazu führen könnten, dass die Arbeitslosenquote deutlich ansteigt. [Bloomberg]

Zurzeit sucht die Stadt innerhalb eines Konjunkturpakets 25 Milliarden HK$ (€2.9 Milliarden), um die Rezessionsängste zu mildern. Das Finanzierungspaket muss noch vom Gesetzgeber in Hongkong genehmigt werden.

Inmitten dieser wirtschaftlichen Unsicherheit hat auch der Handel mit Bitcoin gelitten. Das Handelsvolumen von LocalBitcoins in Hong Kong, welches oft als Maßstab zur Beurteilung der Nachfrage nach Bitcoin verwendet wird, ist seit Ende 2019 ins Stocken geraten und stagniert weiterhin.

Wie die folgende Grafik zeigt, lag das Allzeithoch des Handelsvolument Ende September auf dem Höhepunkt der Proteste gegen die Einmischung Chinas in die souveräne Sonderverwaltungszone. BeInCrypto berichtete damals, dass dies das höchste Bitcoin-Handelsvolumen war, das jemals innerhalb eines Tages in dem Land gemeldet wurde. Seitdem stagniert das Handelsvolumen jedoch.

Quelle: LocalBitcoins

Bitcoin wird oft als Absicherung gegen wirtschaftliche Unsicherheit eingesetzt, aber es scheint, dass Hongkong sich dem Trend widersetzt. Kryptowährungen wären eine natürliche Alternative, um die finanziellen Schwierigkeiten des Landes zu lindern.

China überwacht den elektronischen Zahlungsverkehr, was dazu führen könnte, dass das chinesische Festland Beschränkungen auferlegt. Eine digitale Währung ist jedoch außerhalb der Reichweite behördlicher Beschränkungen. Daher kann Bitcoin als Mittel zur Wahrung der finanziellen Unabhängigkeit dienen und gleichzeitig eine Absicherung gegen Inflation darstellen.

Diese Idee hat sich in der Öffentlichkeit in Hongkong zwar noch nicht durchgesetzt, aber Analysten sollten diese Trends genau beobachten, da sich diese in den kommenden Monaten ändern könnten.

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Nachdem er sein Studium der internationalen Betriebswirtschaft an der Frankfurt School of Finance and Management abgeschlossen hatte, arbeitete Christian zunächst in der Immobilienentwicklung. Nachdem er Bitcoin und die Kryptowirtschaft für sich entdeckte, änderte er sein Fachgebiet, um digitale Zusammenhänge zu analysieren.

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