Bitcoin Preis: Kommt die tatsächliche Kapitulation doch noch?

IN KÜRZE
  • Laut On-Chain-Analytiker Willy Woo habe Bitcoin das Makro-Tief noch nicht erreicht.
  • Der Analytiker untermauert seine These mit 3 Indikatoren.
  • Ist dieser Bärenmarkt überhaupt mit vorherigen vergleichbar?
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Dieser Bärenmarkt scheint wirklich alle Anleger auf die Probe zu stellen. Viele schöpfen immer wieder aus der On-Chain-Analyse Hoffnung, allerdings wird diese jedes Mal aufs Neue zunichtegemacht – denn Bitcoin hat den Boden noch immer nicht erreicht.

Dies scheint zumindest das Fazit von Willy Woo, einem der angesehensten On-Chain-Analysten in der Kryptowelt, zu sein. Heute veröffentlichte er einen Twitter-Thread und untermauerte seine These darin mit 3 Indikatoren, welchen zufolge Bitcoin noch weiter fallen wird.

Hat einer der größten Befürworter von Bitcoin nun doch seine Meinung geändert? Oder haben wir die On-Chain-Analyse zu optimistisch bewertet und Willy Woo versucht nur, das Gleichgewicht unter den Enthusiasten wiederherzustellen?

Bitcoin hat den Boden bereits erreicht – oder doch nicht?

In den regelmäßigen On-Chain-Analysen von BeInCrypto haben wir immer wieder auf Indikatoren hingewiesen, nach denen Bitcoin bereits das Makro-Tief dieses Bärenmarktes erreicht hat – oder kurz davor steht. In der Analyse von letzter Woche haben wir uns mit vier On-Chain-Indikatoren befasst, welche mit historischen Daten den Boden zu bestätigen scheinen.

Bei diesen Indikatoren handelte es sich um Hash Ribbons, Dormancy Flow, Puell Multiple und Realized Losses. Darüber hinaus hat auch der MVRV Z-Score in letzter Zeit historische Tiefststände erreicht. Sogar ein relativ neuer Indikator namens Pi Cycle Bottom scheint den Makro-Tiefpunkt von Bitcoin zu untermauern.

Ein Bild von Tradingview.com

Costs Basis Indikator

All dieser Daten und der wachsenden Hoffnung zum Trotze veröffentlichte Willy Woo heute einen Twitter-Thread, in dem jeder Post mit der Frage “Haben wir den Boden erreicht?” begann. Und es scheint, als würde jeder einzelne Tweet diese Frage mit “Nein” beantworten.

Zunächst verweist Willy Woo auf den Cost Basis-Indikator. Dieser vergleicht die durchschnittlichen Einkaufspreise für Bitcoin unter kurz- und langfristigen Anlegern. Die Tiefs der vergangenen Bärenmärkte von 2015 und 2019 traten erst ein, nachdem die kurzfristigen Anleger im Schnitt einen niedrigeren Einkaufspreis als die langfristigen Anleger erzielt hatten.

Im Jahr 2019 erfolgte die Kapitulation unverzüglich, fügte Woo hinzu. Im Jahr 2015 fand die endgültige Kapitulation von Bitcoin jedoch erst im roten Bereich statt.

Derzeit hat sich die rote Linie (kurzfristige Anleger) noch nicht mit der blauen Linie (langfristige Anleger) gekreuzt. Sobald dies geschieht, könnte Bitcoin endgültig kapitulieren und ein Makro-Tief unterhalb des aktuellen Tiefs von 17.622 US-Dollar formen.

Ein Bild von Charts.Woobull.com

Bear Market Accumulation

Als Nächstes verweist Willy Woo auf die Bärenmarktakkumulation. Der Analyst definiert Akkumulation als “die Menge an Coins, die sich von Verkäufern direkt zu Käufern bewegt”.

In dem von ihm präsentierten Diagramm sehen wir die aktuelle Akkumulationsperiode (rechts) und die 3 vergangenen Perioden. Über jeden dieser Zeiträume erstreckt sich eine ansteigende Kurve (rot, gestrichelt), die das Ausmaß der Bärenmarkt-Kumulierung darstellt.

Zum Vergleich von Größe und Dauer der Akkumulationsperioden sind vier gleich große Pfeile (schwarz) eingezeichnet. Die aktuelle Akkumulation hat demnach gerade mal etwas über die Hälfte des Niveaus aller früheren Akkumulationsperioden erreicht. Darüber hinaus sind die Makrotiefs im Bitcoin-Chart erst nach dem Erreichen des Akkumulationshochs entstanden.

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Cost Basis Density Map

Die Cost-Basis-Density-Map ist der letzte Indikator und deutet ebenfalls auf eine endgültige Kapitulation vor dem Erreichen eines Makrotiefs hin. Die blaue Linie in diesem Diagramm stellt den Prozentsatz der Coins dar, die seit ihrem Kaufpreis einen Verlust verzeichnen.

Laut Willy Woo verspüre der Markt noch nicht den gleichen Schmerz wie bei früheren Kapitulationen. Zurzeit verzeichnen 52 % der im Umlauf befindlichen Bitcoin einen Verlust. Während der Makro-Tiefs früherer Bärenmärkte waren es hingegen 61, 64 und 57 %.

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In einem Kommentar zu seinem eigenen Tweet, meint der On-Chain-Analyst: “Die Geschichte wiederholt sich nicht zwangsläufig, vor allem nicht mit den Futures-Hedging-Funktionen von heute. Diese werden auf der Chain gar nicht festgehalten.” Doch würden heute nur 60 % der im Umlauf befindlichen Bitcoin ein Minus verzeichnen, so läge der Bitcoin-Preis bei 9.100 US-Dollar.

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