Bitcoin (BTC) erlebte am 02. August 2020 einen beachtlichen Preissturz auf zeitweise 10.548 USD. Der Sturz um knapp 13 % dauerte lediglich Minuten. Genug Zeit, um mit nur einer volatilen Preisbewegung 1 Milliarde USD in offenen Handelspositionen zu liquidieren.

Die nachlassende Volatilität des Bitcoin (BTC) war in der Vergangenheit immer wieder ein Thema. Nicht zuletzt auch wegen wochenlangen Seitwärtsphasen mit teils nur minimalen Preisspannen. Seit dem Ausbruch der erstgeborenen Kryptowährung ist davon nichts mehr zu hören gewesen. Die Volatilität, wenngleich tatsächlich niedriger als zuvor, meldete sich jedoch am 02. August 2020 eindrucksvoll zurück. Binnen Minuten stürzte das BTC/USD Währungspaar auf unter 10.600 USD und liquidierte unterwegs 1 Mrd. USD in offenen Handelspositionen.

Bitcoin geht auf kurze Talfahrt und nimmt 1 Mrd. USD mit sich

In den Morgenstunden des 02. Augusts 2020 kam es u.a. beim Bitcoin zu einem plötzlichen Anstieg der Volatilität. Binnen Minuten stürzte der Preis von über 12.000 USD auf zeitweise unter 10.600 USD. Der BTC ackerte sich daraufhin zwar wieder auf über 11.100 USD zum Zeitpunkt dieses Artikels, doch die Spuren des plötzlichen Preisverfalls sind immer noch deutlich auf den Charts zu erkennen. Die Talfahrt kostete dem BTC/USD Währungspaar insgesamt 12,80 %.

Quelle: Tradingview

Vor der plötzlichen Volatilität kam es zu einer bärischen Divergenz im Relative Strength Index (RSI). Dabei läuft der Preis selbst weiter nach oben, während der RSI tiefere Tiefs zeichnet. Diese bärische Divergenz gilt als Umkehrsignal. Mit einer so krassen Umkehr hatte aber wohl kaum ein Trader oder Investor am gestrigen Sonntag gerechnet. Dies zeigen vor allem die Meldungen über die liquidierten Handelspositionen. 1 Mrd. USD gab es demnach an Verlusten.

Was sorgte für den Crash? Krypto-Twitter spekuliert

Auf der Suche nach der Ursache des plötzlichen Anstiegs der Volatilität stießen wir auf zwei wesentliche Tweets. Einerseits meldete ein User namens Sandy (@SandeepPd), dass die Menge an BTC, die zu Krypto-Börsen fließen, das Niveau von März 2020 erreicht hätten. Dabei wurde sich auf Daten von CryptoQuant berufen.

Sandy spekulierte weiter, dass dies ein Anzeichen für einen Absturz des Bitcoin im Ausmaß des “Black Thursday” wäre. So wird der Tag im März 2020 bezeichnet, an welchem der BTC zeitweise auf unter 4.000 USD fiel und andere Kryptowährungen ähnliche Kurseinbrüche erfahren mussten.

Quelle: CryptoQuant

Daten von CryptoQuant selbst deuten währenddessen auf einen möglichen Verkauf von größeren Mengen an BTC von Minern hin. Wie der Analysedienst berichtet, sollen Bitcoin-Miner ein gutes Gespür für den Kurs haben und den Moment abwarten können, an dem sich ein Verkauf lohnt. Solche sog. “Mining Outflows” hatten schon in der Vergangenheit für Kurseinbrüche gesorgt. Speziell durch das Halving dieses Jahr kommt das Bitcoin-Mining und immer wieder ins Gespräch, meist mit Meldungen über neue Allzeithochs bei der Gesamtleistung des Bitcoin-Netzwerkes oder wegen angeblicher Kapitulation von Minern, wegen der hohen Operationskosten.

Der Preis des BTC wirkt weiter bullisch, wenngleich Tests von Unterstützungen möglich erscheinen

Am Ende wissen wir nicht genau, was zur plötzlichen Volatilität geführt hat. Die technische Analyse jedenfalls zeigte, dass lediglich eine bärische Divergenz auf eine mögliche Preisumkehr hindeutete. Wenngleich wird das Geschehene nicht mehr rückgängig machen können, die volatile Preisbewegung gibt uns kurstechnische Signale. Zunächst stürzte der BTC zwar auf unter 10.600 USD, allerdings geben uns die Kerzenkörper (also die tatsächlichen Preisbewegungen zwischen Eröffnung und Schluss der Kerze) Hinweise darauf, dass die Widerstandszone bei 11.000 USD aktiviert wurde.

Quelle: Tradingview

Zudem konnte der Preis mittlerweile knapp 6 % wiedergutmachen. Ein Halten über 11.000 USD trotz eines so heftigen Sturzes ist beachtenswert und lässt den Kurs weiter bullisch wirken. Allerdings könnte es dennoch zu weiteren Tests der Unterstützungen bei 10.800, 10.500 und 10.300 USD kommen. Ein neues Allzeithoch ist jedoch so oder so “ohne Zweifel” in der Mache, für SpartanBlack (@SpartanBlack_1) auf Twitter: