Bitwise nennt das CLARITY Act als einen der wichtigsten Auslöser für die Kryptomärkte im dritten Quartal und sagt, dass die Verabschiedung wahrscheinlich das Ende des aktuellen Bärenmarkts markieren könnte.
Der Vermögensverwalter nennt in seinem Bericht für das dritte Quartal 2026 insgesamt vier wichtige Auslöser. Er ergänzt, dass dieses Quartal für das Marktstruktur-Gesetz entscheidend ist.
Warum das CLARITY Act bei Bitwise im dritten Quartal ganz oben steht
Das CLARITY Act ist seit einiger Zeit eines der am meisten beobachteten Gesetze im Krypto-Bereich. Dennoch gibt es wichtige Hürden, zwei Fragen bremsen den Fortschritt gerade.
Zum einen sorgen Ethikvorschriften im Zusammenhang mit den Krypto-Interessen der Familie des Präsidenten für Diskussionen. Außerdem gibt es Streit um den Abschnitt 604, der nicht-verwahrende Entwickler von Geldüberträger-Regeln ausnimmt. Hier gibt es unterschiedliche Meinungen zwischen Politikern und Strafverfolgungsbehörden.
Prognosemärkte sehen die Wahrscheinlichkeit für eine Verabschiedung des Gesetzes im Jahr 2026 derzeit bei etwa 40%. Dieser Wert ist stark gefallen, nachdem er Mitte Mai noch bei 75% lag.
Trotzdem bleibt Bitwise vorsichtig optimistisch bezüglich der Chancen des Gesetzes. Die Analysten sagen, dass ein positives Ergebnis wohl den Tiefpunkt des Bärenmarktes markiert. Bei einer Ablehnung erwartet Bitwise zunächst Volatilität.
„Wenn es angenommen wird, glauben wir, dass dies wahrscheinlich den Tiefpunkt dieses Bärenmarktes bedeutet. Scheitert das Gesetz, rechnen wir zuerst mit Volatilität, dann aber mit mehr Klarheit, weil die Branche weiter unter einer kryptofreundlichen SEC und CFTC arbeitet“, heißt es in dem Statement.
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Die weiteren Krypto-Auslöser für das dritte Quartal auf dem Radar von Bitwise
Neben dem CLARITY Act nennt der Vermögensverwalter drei weitere wichtige Auslöser. An zweiter Stelle stehen Stablecoins. Die Behörden wollen die GENIUS Act Regeln im aktuellen Quartal abschließen, bevor das Gesetz im Januar 2027 in Kraft tritt.
Bitwise rechnet damit, dass noch mehr große Unternehmen Stablecoin-Projekte vor dem offiziellen Start ankündigen. Besonders OpenUSD wird genannt, unterstützt von Stripe, BlackRock, Visa, Coinbase und rund 140 weiteren Unternehmen.
„Das Angebot an Stablecoins blieb seit Herbst 2023 nahe 300 Milliarden USD, ein stiller Beweis für Stabilität trotz Kursverlusten am Kryptomarkt. Wir sehen beschleunigtes Wachstum der Stablecoins als Auslöser für Blockchains wie Ethereum und Solana im dritten Quartal, je mehr Aufmerksamkeit auf den Start im Januar gerichtet wird“, erklärt Bitwise.
Bitwise hebt zudem den neuen Vorsitzenden der Federal Reserve Kevin Warsh hervor, dessen Linie am Markt noch weitgehend unbekannt ist. Bisher wurden die Leitzinsen nicht verändert. Bis zum Quartalsende rechnet Bitwise mit mehr Klarheit über die Ausrichtung der Fed. Allerdings ist die Richtung der Zinspolitik weiterhin schwer vorhersehbar. Das Unternehmen betont, dass Entscheidungen der Fed das Sentiment für alle Risiko-Anlageklassen beeinflussen, wodurch jede Zinssenkung oder Erhöhung die Märkte bewegen kann.
Außerdem weist Bitwise auf eine stille Neubewertung im Bereich Decentralized Finance (DeFi) hin. Im letzten Monat ist Bitcoin (BTC) etwa 22% gefallen, aber der DeFi-Index von Bitwise verlor nur 4%.
„DeFi reagiert normalerweise viel stärker als Bitcoin. Das aktuelle Durchhaltevermögen ist daher besonders, und fast niemand spricht darüber. Wir denken, dass DeFi derzeit still neu bewertet wird“, heißt es in dem Bericht. „Wir erwarten, dass DeFi im dritten Quartal weiterhin besser abschneidet. Solche Verschiebungen werden am Markt meist erst spät wahrgenommen.“
Die Einschätzung von Bitwise folgt auf ein schweres zweites Quartal, das bereits das dritte Quartal mit Verlusten für Krypto und die schlechteste Serie seit 2022 ist. Im laufenden Quartal zeigt sich, ob diese Serie fortgesetzt wird oder ob es zu einer Wende kommt.
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