Meine Krypto-Person der Woche ist Riccardo Spagni, weil er hinter einer der wohl interessantesten (und vielleicht auch wichtigsten?) Kryptowährungen steht: Monero. Spagni war Mitglied des Monero-Coreteams bis zum Jahr 2019.

Insgesamt ist recht wenig über die Macher hinter der auf Privatsphäre ausgelegten Coin bekannt. Umso interessanter also ein wenig mehr über Fluffypony aka Riccardo Spagni herauszufinden. Spagni ist bekennender Lego Fan, hat ein Fable für Multikopter und geht gerne am Wochenende in seiner Heimat Südafrika mit seinen Hunden spazieren.

Lego, Monero und was noch?

Spagni verfügt über einen akademischen Hintergrund in Informatik und Logistik. Dieses Wissen setzte er fünf Jahre lang bei Monero ein. Die Kryptowährung entstand im Jahr 2014 und hieß damals noch Bitmonero.

Fluffypony widmete sich viele Jahre der Entwicklung von Software, bis er mit seiner Frau ein Unternehmen in der Import-/Exportbranche gründete. Dies gab ihm ausreichend finanziellen Spielraum, um sich den Kryptowährungen zu widmen. Der Softwareentwickler gründete im Jahr 2017 den Multiwährungs-Zahlungsabwickler Globee.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Aber zurück zu Monero. Das Cryptonote-Whitepaper, auf dem Monero basiert, wurde von einer anonymen Person unter dem Pseudonym Nicholas van Saberhagen veröffentlicht. Ganz ähnlich wie Satoshi Nakamoto weiß die Öffentlichkeit nicht, wer sich eigentlich hinter dem Projekt versteckt.

Aus Bitmonero forkte Spagni mit einigen weiteren Kernentwicklern Monero. Also das Datenschutzprojekt, wie wir es heute kennen. Daraus wiederum entwickelte Spagni zusammen mit dem Mitbegründer Naveen Jain im Jahr 2018 Tari. Tari ist eine Sidechain von Monero, auf der nicht fungible Token (NFTs) laufen sollen.

Fluffypony verabschieded sich von Monero

Den Abschied von Fluffypony vom Monero-Projekt erklärte das Team wie folgt:

Fluffypony tritt als Hauptverwalter von Monero zurück. Snipa wird seinen Platz einnehmen. Fluffypony wird weiterhin als Backup-Maintainer fungieren, um Snipa in Zeiten, in denen er beschäftigt oder im Urlaub ist, abzulösen. Fluffypony hat dem Monero-Projekt in den fünf Jahren seines Bestehens gute Dienste geleistet, und er wird auch weiterhin als Maintainer in der Gemeinde aktiv bleiben.

Der Grund, warum Spagni nun auf unserem Krypto-Thron sitzt, ist die Wichtigkeit von Monero. Privatsphäre und Datenschutz sind wichtiger als jemals zuvor. Bitcoin gilt zwar als anonym, doch sind die Transfers über die transparente Blockchain jederzeit rückverfolgbar. So ist es nicht allzu schwer herauszufinden, wer hinter welcher Wallet steckt.

Bei Monero sieht das anders aus, denn hier kommen raffinierte Mechanismen zum Einsatz, die die Sende- und Empfangsadresse verschleiern. Die Transaktionen sind also nicht rückverfolgbar. Die Privatsphäre steht hier an oberster Stelle und die Entwickler hinter der Kryptowährungen arbeiten außerdem bestrebt daran diese noch auszuweiten. Fluffypony hat also einen erheblichen Beitrag für alle geleistet, die gerne auf eine anonym nutzbare Währung zurückgreifen möchten.

Mal sehen, wer in sieben Tagen auf den Thron der Krypto-Person der Woche klettert…

In dieser Kolumne geht es Woche für Woche um Persönlichkeiten aus der ganzen Welt, die sich im Kryptoversum durch besonders interessante Ansichten oder Aktionen hervorgetan haben.