Stablecoins werden zunehmend für alltägliche Zahlungen genutzt. DoorDash plant, Auszahlungen an seine Dashers über die Tempo-Blockchain abzuwickeln. Das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Stablecoin-Zahlungen nicht mehr nur in Krypto-Kreisen stattfinden, sondern im Zahlungsverkehr eingesetzt werden.
Durch diese Vereinbarung reiht sich DoorDash neben Stripe, Coastal Bank und der lateinamerikanischen Fintech ARQ ein. Diese Unternehmen nutzen das Tempo-Netzwerk bereits für echte Zahlungsabwicklungen in mehr als 40 Ländern.
Stablecoin-Zahlungen setzen sich im Alltag durch
Bis vor Kurzem nutzte man Stablecoins vor allem, um Geld zwischen Krypto-Börsen zu bewegen. Das ändert sich jetzt schnell. USD Coin (USDC) macht inzwischen mehr als 60% der Krypto-Lohnzahlungen aus, und das Aufkommen bei Stablecoin-Zahlungen zwischen Unternehmen hat im Jahr 2025 die Marke von 10 Milliarden USD überschritten.
Anfang dieses Jahres übertrafen US-amerikanische Stablecoin-Transaktionen das lange führende ACH-System bei mehreren Kennzahlen. Banken hielten dies bisher für undenkbar. Das Argument ist einfach.
Abwicklungen dauern nur wenige Sekunden statt ein bis drei Werktage, und Gebühren fallen besonders bei Zahlungen über Ländergrenzen hinweg deutlich geringer aus. Statt der üblichen 2% bis 6% durch Banken zahlen Unternehmen weniger. Klarere US-Regeln für Stablecoins im vergangenen Jahr haben Banken sowie Zahlungsdienstleistern zudem die rechtliche Sicherheit gegeben, echtes Zahlungsvolumen über Stablecoins statt nur Pilotprojekte durchzuführen.
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Darum ist die DoorDash-Entscheidung wichtig
Das Tempo-Netzwerk, unterstützt von Stripe und dem Krypto-Investor Paradigm, startete sein öffentliches Mainnet im März 2026 nach einer Finanzierungsrunde von 500 Millionen USD bei einer Bewertung von 5 Milliarden USD. Die Blockchain wurde speziell für Stablecoin-Transfers entwickelt, nicht für allgemeine Smart Contract-Anwendungen.
DoorDash reiht sich damit in eine frühe Nutzergruppe ein, zu der auch Shopify, OpenAI, Visa, Mastercard, Klarna, UBS, Fifth Third Bank und Howard Hughes Holdings gehören. Diese Mischung ist wichtig, weil nicht nur Banken, sondern auch bekannte Marken, Zahlungen über Stablecoins abwickeln. Für Gig-Arbeiter in Ländern, in denen Gebühren für Auslandsüberweisungen 5% bis 10% der Auszahlung betragen können, kann sich diese Umstellung direkt beim Lohn bemerkbar machen, nicht nur in Pressemitteilungen.
Andy Fang, Mitgründer von DoorDash, erklärt die Logik dahinter.
„Stablecoins bieten eine Möglichkeit, schneller und zudem günstiger ausbezahlt zu werden.”
Dieses Zitat, das Fang zugeschrieben wird, zeigt, warum Stablecoins für immer mehr Unternehmen außerhalb der Krypto-Branche attraktiv sind.
DoorDash hat noch kein Startdatum festgelegt. Die Frage ist inzwischen nicht mehr, ob Stablecoins für Massenzahlungen geeignet sind, sondern nur noch, wie schnell klassische Zahlungswege ersetzt werden.


