Mastercard ist dem Blockchain Security Standards Council (BSSC) als Gründungsmitglied beigetreten. Das Zahlungsunternehmen wird dabei helfen, Sicherheitsrahmen für Blockchain-Netzwerke und tokenisierte Vermögenswerte zu entwickeln.
Die Ankündigung erfolgte am 21. April 2026 aus Wakefield, Massachusetts. Mastercard wird zudem an Arbeitsgruppen teilnehmen, die sich mit Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien beschäftigen.
Ein Zahlungsriese verstärkt sein Blockchain-Engagement
Der BSSC arbeitet als gemeinnütziges Konsortium. Er entwickelt Prüfrahmen und Sicherheitsstandards für Ökosysteme digitaler Vermögenswerte.
Mastercard reiht sich damit in eine Liste ein, die bereits Unternehmen wie Coinbase, Fireblocks und Anchorage Digital umfasst. Außerdem sind BitGo, Figment und Ribbit Capital im Council vertreten.
Unterdessen wird Claire Le Gal Mastercard im Vorstand des BSSC repräsentieren. Sie leitet Integrität und Standards im Bereich Security Solutions des Unternehmens.
Ihr Team arbeitet an der Betrugsbekämpfung, Cyber-Resilienz, Streitfällen und Bedrohungsanalysen. Daher sollte ihr Beitrag innerhalb der Arbeitsgruppen des Councils besonderes Gewicht haben.
Adam Rak ist Geschäftsführer des Councils. Er sieht die Erfahrung von Mastercard im Zahlungsverkehr als wertvoll für die Entwicklung robuster Blockchain-Sicherheitsregeln an.
„Ein Teil meiner Arbeit ist es, Kriminellen das Leben schwer zu machen”, sagte Claire Le Gal, Senior Vice President von Mastercard, .
Warum dieser Schritt für die institutionelle Einführung wichtig ist
Mastercard betreibt bereits das Multi-Token-Netzwerk und Crypto Credential-Produkte. Beide verfolgen das Ziel, Vertrauen in Blockchain- und tokenisierte Infrastrukturen zu bringen.
Das Unternehmen führte Crypto Credential im Jahr 2023 ein, um komplexe Wallet-Adressen durch einfache Aliase zu ersetzen. Zudem veröffentlicht der BSSC seine allgemeinen Sicherheits- und Datenschutzstandards für Betreiber von Blockchains.
Allerdings bleiben uneinheitliche Sicherheitspraktiken ein Hindernis für institutionelles Kapital. Einheitliche Standards könnten daher die Beteiligung von traditionellem Finanzsektor an digitalen Vermögensmärkten beschleunigen.
Dieser Schritt zeigt, dass die traditionelle Finanzbranche Blockchain inzwischen als kritische Infrastruktur betrachtet. Gemeinsame Sicherheitsregeln erscheinen dadurch weniger optional, sondern eher notwendig.
Das Sicherheitsteam von Mastercard wird Empfehlungen in die Arbeitsgruppen des BSSC einbringen. Außerdem plant das Unternehmen, operative Erfahrungen aus jahrzehntelangem Risikomanagement im Zahlungsverkehr zu teilen.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Standards des Councils auch außerhalb der beteiligten Unternehmen Akzeptanz finden. Derzeit hat die Blockchain-Governance eine bedeutende institutionelle Stimme gewonnen. Der BSSC kann Mastercard nun als Beweis anführen, dass auch etablierte Finanzunternehmen an der Regelgestaltung mitwirken möchten.


