Ethereum News-Roundup: Gray Glacier Hardfork könnte Merge verzögern

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IN KÜRZE
  • Vor kurzem fand die Gray Glacier Hardfork auf Ethereum statt.

  • Die ETH-Transaktionsgebühren erreichten vor kurzem ein neues Jahrestief. was sind die Gründe?

  • Ethereum Wale akkumulierten weiter ETH- trotz des aktuellen Bärenmarktes.

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Welche wichtigen Entwicklungen gab es in den letzten Tagen bei Ethereum? Wir haben für dich die wichtigsten News zusammengefasst.

Die Ethereum-Entwickler führten vor kurzem die Gray Glacier Hardfork durch, um sich für die “Merge” etwas mehr Zeit zu verschaffen. Darüber hinaus erreichten die ETH-Transaktionsgebühren ein neues Jahrestief. Krypto-Whales akkumulieren trotz des aktuellen Bärenmarktes weiter ETH. Haben wir den Boden bald erreicht?

Ethereum Gray Glacier Hardfork

Das Ethereum-Team führte am 30. Juni 2022 das sogenannten Gray Glacier Update durch. Damit entsteht eine neue Ethereum-Chain. Teilnehmer des Netzwerks müssen dieses Update annehmen, wenn sie weiter von neuen Updates der neuen Chain profitieren wollen.

Das einzige Ziel des Upgrades ist es, die sogenannte Difficulty Bomb um 100 Tage zu verzögern. Sobald die Difficulty Bomb aktiviert wird, wird es für Ethereum-Miner immer schwieriger, neue ETH zu minen. Die Blockzeiten werden länger und damit auch die Blockbelohnungen niedriger. Damit soll das Netzwerk einen Anreiz erhalten, schneller auf den sogenannten Proof-of-Stake-Konsensmechanismus zu wechseln, bei dem kein energieintensives Mining notwendig ist. ETH-Miner erhalten damit fast ein halbes Jahr mehr Zeit, ETH zu minen.

Vitalik Buterin und andere Ethereum-Entwickler kündigten vor kurzem an, dass die sogenannten Ethereum-Merge (die Fusion der ETH 1. und ETH 2.0 Chain), bei der das Netzwerk auf den Proof-of-Stake-Konsensmechanismus umgestellt wird, bereits im August oder September 2022 stattfinden könnte. Mit der Verschiebung der Difficulty Bomb haben die Entwickler nochmal rund 3 Monate Zeit, die Merge vorzubereiten. Die Merge, eines der bedeutendsten Upgrades in der Krypto-Geschichte, könnte sich also auf Oktober verschieben, falls die Difficulty Bomb nicht noch einmal verzögert wird. Denn für eine damit verbundene neue Hardfork müssten erst die Nodes auf die neue Chain wechseln.

Ethereum
Ethereum: Ein Bild von BeInCrypto.com

ETH Gas-Gebühren auf Rekordtief

Für NFT- und Krypto-Trader gibt es erfreuliche Nachrichten: Die ETH-Transaktionsgebühren (“Gas -Gebühren”) erreichten vor kurzem mit rund einem US-Dollar ein neues Jahrestief und den tiefsten Stand seit Dezember 2020. Die hohen Transaktionsgebühren waren bisher immer einer der größten Kritikpunkte an dem Ethereum-Netzwerk. Da jedoch der ETH Kurs bei aktuell rund 1.000 US-Dollar liegt, sind auch die Gas-Gebühren weiter gesunken. Zu Zeiten des letzten Allzeithochs lagen die ETH-Transaktionsgebühren noch bei teilweise über 30 US-Dollar.

Im Dezember 2020 lag der Ethereum Kurs jedoch bei gerade einmal rund 500 US-Dollar. Da der Kurs inzwischen mehr als doppelt so hoch ist, kann man schlussfolgern, dass die bisherigen Bemühungen der Entwickler, die Transaktionsgebühren zu senken, Früchte getragen haben. So wurde beispielsweise mit dem London-Upgrade vom August 2021 das Gebührenmodell angepasst und die Auslastung pro Block optimiert.

Allerdings wird auch das rückläufige NFT-Handelsvolumen bzw. die sinkende Nachfrage nach den digitalen Kunstwerken einer der Gründe sein. Das NFT-Handelsvolumen auf ETH ist derzeit stark rückläufig, wie Daten zeigen:

NFT-Handelsvolumen auf Ethereum und anderen Chains
NFT-Handelsvolumen Quelle: TheBlock.com

Die Verzögerung der Ethereum-Merge und der schrumpfende NFT-Markt scheinen die großen Markteilnehmer nicht davon abzuhalten, weiter in die zweitgrößte Kryptowährung zu investieren.

ETH Whales akkumulieren: erreicht der Ethereum Kurs bald den Boden?

Wie die Krypto-Analyse-Firma Santiment berichtete, kauften Ethereum-Whales während des letzten Preisrückgangs (- 35%) weiter nach. Historischen Daten zufolge kaufte diese Gruppe meistens vor wichtigen Kursbewegungen ein.

In der Vergangenheit kauften Wale typischerweise nach, während sich der Markt in einem Abwärtstrend befand. Umgekehrt verkauften die Wale ihre Bestände, während es einen Aufwärtstrend gab. Deshalb kann es nach wie vor weitere Kursrückgänge geben. Die Whales, die meistens langfristig investieren, scheinen jedoch bezüglich der Preisentwicklung von Ethereum optimistisch zu sein. Trotzdem könnte der Ethereum Kurs kurz- bis mittelfristig noch weitere Tiefstände erreichen.

Wie unser Trader Konstantin Kaiser unserer letzten Ethereum Kurs Analyse schrieb, könnte der ETH Preis möglicherweise sogar auf 365-500 US-Dollar fallen. Sollten die Golden Ratio bei 1.020 USD nicht halten, dann gibt es bei erst wieder bei 830-880 US-Dollar und 365-500 US-Dollar große Unterstützung.

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Maximilian M. ist Krypto-Enthusiast und handelt seit über 3 Jahren mit Kryptowährungen.

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