Zwei US-Finanzaufsichtsbehörden haben diese Woche Klage gegen Goliath Ventures und den Geschäftsführer Christopher Delgado eingereicht, zwei Monate nachdem Delgado im Zusammenhang mit demselben mutmaßlichen Krypto-Ponzi-System auf schuldig plädiert hatte.
Die Securities and Exchange Commission (SEC) erklärte, dass das mehrjährige System mindestens 425 Millionen USD von mehr als 1.300 Investoren eingesammelt hat.
Einblick in das mutmaßliche Goliath-Ventures-System
Goliath bot Investoren eine Partnerschaft zum gemeinsamen Investment in Krypto-Asset-Liquiditätspools an, die das Unternehmen angeblich verwalten wollte. Laut SEC versprach Goliath monatliche Gewinnausschüttungen zwischen 3 % und 10 %.
Die Aufsichtsbehörde behauptet, dass die Beschuldigten kein Geld investierten und stattdessen frühere Investoren mit Geldern neuer Investoren auszahlten.
Nach Angaben der SEC verwendete Delgado mindestens 51 Millionen USD für persönliche Ausgaben. Dazu gehörten unter anderem der Kauf von Wohnimmobilien, Luxusautos, einer Yacht und Reisen.
Laut Klage engagierte das Unternehmen zudem Vertriebspartner auf Provisionsbasis und verschickte gefälschte Kontoauszüge sowie angebliche Investment-Leistungskennzahlen. Damit sollten die Investoren davon überzeugt werden, dass sie Gewinne erzielten.
Schließlich konnte Goliath ab November 2025 nicht mehr genügend neue Investoren gewinnen, um die Auszahlungen zu decken, und das System brach zusammen.
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Zwei Behörden agieren parallel
Die SEC berichtet von mindestens 425 Millionen USD, die von über 1.300 Investoren eingesammelt wurden. Die CFTC führt ungefähr 1.600 Kunden und mindestens 397 Millionen USD an.
Die SEC klagt beide Angeklagten auf Grundlage des Securities Act und des Exchange Act an. Delgado stimmte einem zweigeteilten Vergleich zu. Die CFTC fordert Rückzahlung, Abführung unrechtmäßig erzielter Beträge, zivilrechtliche Strafen sowie ein dauerhaftes Verbot für Handel und Registrierung. CFTC-Vorsitzender Michael Selig bezeichnete die Maßnahme als Teil einer breiteren Durchsetzungskampagne.
„Wir werden weiterhin entschieden gegen Betrug, Missbrauch und Manipulation auf den Krypto-Asset-Märkten vorgehen, damit Täter bestraft werden, während wir klare Regeln schaffen, damit seriöse Investoren in den USA aufbauen können“, sagte er .
Delgado hat bereits gestanden, sich der Verschwörung zum Drahtbetrug, Drahtbetrug sowie Geldwäsche schuldig gemacht zu haben. Sein Strafmaß soll am 8. Oktober verkündet werden.
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