Leitzins in Europa bleibt auf 0 Prozent: Kauft mehr Bitcoin!

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IN KÜRZE
  • Wieso erhöht die EZB den Leitzins nicht?

  • Wie sich die Geldpolitik auf Bitcoin und Ethereum auswirkt?

  • Die Antwort auf alle Probleme, scheint mehr Geld zu sein.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) verkündete gestern, den Leitzins im Euroraum auf 0 Prozent zu belassen. Das, obwohl der Euroraum mit einer Rekordinflation von 7,5 Prozent im März zu kämpfen hat. Bitcoin-Fans jubeln.

Im Rahmen der geldpolitischen Sitzung am 14. April erklärte der Rat der EZB, den Leitzins nicht ändern zu wollen. Ein Ende finden sollen allerdings im dritten Quartal die Anleihenkäufe der EZB. Die amerikanische Federal Reserve hat bereits im März angekündigt, den US-Leitzins auf 0,25 Prozent anzuziehen. Sieht so etwa Preisstabilität nach Corona aus? Wie sich dies auf Bitcoin und Ethereum auswirken könnte, zeigen wir am Ende des Artikels.

Die Inflation befindet sich im gesamten Euroraum seit Dezember 2020 in einem Aufwärtstrend. Bis auf eine einzige Ausnahme wies jeder Monat seither höhere Inflationsraten auf als der vorherige. So leiden Länder wie Litauen oder Estland schon seit Monaten unter Inflationsraten weit über 10 Prozent. Doch mit den 7,5 Prozent erreicht nun auch der Euroraum nun die höchste Inflation seit 1999.

Was dies bedeutet? Güter und Dienstleistungen werden von Monat zu Monat teurer. Ein Überschuss an Geld gegenüber Dienstleistungen. Am einfachsten lässt sich dies am Beispiel eines Bechers Kaffee zeigen:

Quelle: Investopedia

Experten Fragen sich: Was hat die EZB vor?

Welches Ziel die EZB zu verfolgen hat, ist eigentlich in den europäischen Verträgen festgeschrieben. Dort wird festgelegt, dass Preisstabilität oberste Priorität hat – die EZB interpretiert Preisstabilität aber als 2 Prozent jährliche Inflation. Seither versuchen Notenbanker dieses Ziel durch eine ultralockere Geldpolitik und Anleihenkäufe zu erreichen. Mit einem Leitzins von unter einem Prozent seit 2011 ist ihnen dies lediglich im Jahr 2018 gelungen. Noch mehr Geld zu drucken, scheint also die Antwort zu sein. Volkswirte, wie Hans Werner-Sinn oder Jörg Krämer, haben die lockere Geldpolitik der EZB kritisiert.

Die Angst, einen Wirtschaftsaufschwung frühzeitig zu unterbinden, scheint dem Rat im Nacken zu sitzen. Zu frisch sind noch die Erinnerungen an die Finanzkrise 2008. Damals erhöhte die EZB den Leitzins vorzeitig, im Glauben, die Krise sei beendet und trug zu einer schleppenden Wirtschaft in den Folgejahren bei. Als Bruttoinlandsprodukt gemessen, war die Wirtschaftsleistung 2012/13 negativ.

Was dies für Kryptowährungen bedeutet? Bitcoin, Ethereum und Co. als Anlageklasse

Während in Zeiten straffer Geldpolitik sich eher konservative Assets erhöhter Aufmerksamkeit erfreuen, sind es in Zeiten lockerer Geldpolitik risikoreiche Assets. Aufgrund einiger Faktoren, wie Liquidität oder Effizienz, werden Kryptowährungen von professionellen Anlegern als risikoreich erachtet.

Eine lockere Geldpolitik, wie jene der EZB oder FED, ist somit für den Wertzuwachs von Kryptos dienlich. Investoren können sich bei Banken sehr billig verschulden, was zu erhöhter Nachfrage bei Assets führt. Bullish ist auch Stefan Berger, welcher im Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments sitzt:

Der zweite Punkt ist Inflation. Seitdem Bitcoin im Jahr 2009 geboren wurde, herrscht in den USA und auch Europa Inflation. Unter diesem Gesichtspunkt haben sich aber Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum prächtig entwickelt. Bitcoin steht bei rund 840 % jährlichem Wertzuwachs im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Gold hingegen lediglich bei 11,1 %.

Durch seine begrenzte Menge von 21 Millionen Bitcoin, steuern wir auf Zeiten erhöhter Nachfrage bei äußerst niedrigem Angebot zu. Zudem halbiert das alle vier Jahre stattfindende Bitcoin Halving die Belohnung für einen neu geminten Block. Bei Ethereum verhält es sich mit dem aufkommenden Merge sehr ähnlich. Nach dem Merge sollen jährlich weniger Ethereum auf den Markt kommen.

Eine Abkehr von der Nullzinspolitik ist zumindest bis zum dritten Quartal 2022 nicht zu erwarten. Für die Euro-Mitgliedsstaaten ergibt eine hohe Inflation durchaus Sinn, da Kredite in solch einem Szenario für die Schuldner billiger werden. Da die Euroraum-Schuldenquote nach Corona fast in allen Ländern deutlich anstieg, ist es für die Staaten als Schuldner Inflation durchaus vorteilhaft. Staaten können durch höhere Steuereinnahmen die gleichbleibenden Kredite leichter bedienen.

Es sieht wohl so aus als würde sich die Inflation in den folgenden Monaten weiter verschlimmern. Kauft Bitcoin 😉 (und DYOR – Do Your Own Research)!

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Toni begann 2017 während seines Studiums der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, sich für Kryptowährungen zu interessieren. Er entwickelte ein gutes Verständnis des Kryptomarktes und der Investitionsmöglichkeiten, wie ICOs und DeFi durch seine eigene Forschung und Investitionen. Ein echter Krypto-Degen mit akademischem Wissen und viel Berufserfahrung.

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