Matic Network: DPoS wird in Kürze aktiviert

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IN KÜRZE
  • Matic Network will Staking aktivieren

  • Die Lösung für den Proof of Stake bei Ethereum?

  • Dezentralisierende Trends in POS-Netzwerken

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Chandresh Aharwar, Vizepräsident für Marketing und Strategie bei Matic Network, hat bestätigt, dass das Staking für das Netzwerk in Kürze aktiviert wird. Dabei werden eine vorerst eine begrenzte Anzahl an delegierten Validatoren berechtigt sein, Blöcke zu erzeugen.



Die meisten Tokens, welche durch eine Initial Exchange Offering (IEO) auf den Weg gebracht wurden, sind in den roten Zahlen. MATIC ist eine erfreuliche Ausnahme, was zeigt, wie wichtig dieses Projekt für das Ethereum-Ökosystem ist.

Matic Network als Übergangslösung zwischen ETH 1.0 und ETH 2.0

Das Matic Network verwendet eine Multi-Chain-Architektur, um eine gute Skalierbarkeit zu gewährleisten, ähnlich wie Polkadot oder Cosmos. Im Gegensatz dazu ist Matic allerdings als Layer-2-Lösung geplant. Anstatt ein neues Blockchain-Netzwerk zu erschaffen, baut Matic auf Ethereum auf.



Das Matic Network stellt somit ein wichtiges Bindeglied zwischen Ethereum 1.0 und 2.0 dar. Denn ETH 2.0 möchte eine völlig unabhängige neue Blockchain, basierend auf dem Proof of Stake (PoS) Konsensalgorithmus sein. Die Implementierung des Layer 1 Upgrade muss in mehreren Phasen passieren. Dieser Vorgang könnte sich wohl noch über Jahre hinziehen.

Im Gegensatz dazu kann Matic schnell Abhilfe für Ethereums Skalierungsprobleme bringen. Da es sich um eine Layer 2 Lösung handelt, entstehen zum Beispiel keine Probleme mit der Rückwärtskompatibilität von Smart Contracts. Für den Erfolg des Matic Networks müssen allerdings viele DApps von seiner Funktionalität Gebrauch machen, anstatt wie üblich die normale Ethereum-Blockchain zu verwenden.

Übergang zu dezentraleren PoS-Modellen

Ein weiterer Trend sind die zunehmend in dezentralen Architekturen in PoS-Netzwerken. Das Matic Mainnet ist bereits seit dem 15. Mai live. Da allerdings noch kein Staking stattfindet, liegt die Block-Erzeugung ausschließlich in den Händen der Entwickler.

Mit der Aktivierung des Stakings bekommen erstmals wenige Validatoren die Möglichkeit, an der Block-Erzeugung mitzuwirken. Diese werden im Rahmen eines Delegated Proof of Stake (DPos) Modells von den Besitzern der MATIC Tokens gewählt. Mit der Zeit soll sich die Anzahl der Validatoren stetig vergrößern.

Eine ähnliche Entwicklung sehen wir auch bei Polkadot. Die Block-Erzeugung soll dort in der ersten Phase ausschließlich durch die Web3 Foundation stattfinden. Später sollen weitere Validatoren mit hinzukommen, bis die Web3 Foundation schließlich ganz aus dem Prozess ausscheidet. Gleichfalls sieht das kürzlich ins Leben gerufene Projekt Free TON einen fließenden Übergang zu mehr Validatoren und einem dezentraleren Konsensmodell in mehreren Phasen vor.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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