Die Meta-Aktie ist im Jahr 2026 um etwa 10% gefallen, und die großen Investoren, die den Markt bewegen, verkaufen die Anteile leise, während sie möglicherweise stattdessen Anteile von Google kaufen.
Der Grund dafür ist Geld. Meta gibt Rekordsummen für künstliche Intelligenz aus, hat jedoch – im Gegensatz zu Google – keine klare Möglichkeit, dieses Geld wieder hereinzuholen.
Warum sich große Investoren zurückziehen
Meta Platforms (META) möchte im Jahr 2026 zwischen 125 Mrd. und 145 Mrd. USD ausgeben, den Großteil davon für KI-Rechenzentren. Diese hohe Summe steht im Mittelpunkt der Sorgen. Das Problem ist die Erholung der Investition. Nahezu der gesamte Umsatz von Meta, etwa 98% der 200,97 Milliarden USD im Jahr 2025, stammt weiterhin aus der Werbung.
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Im Gegensatz zu Google, Amazon und Microsoft betreibt Meta kein Cloud-Geschäft, um die neue Rechenleistung zu vermieten. Daher bringt das AI-Investitionsvolumen von Meta derzeit keine zusätzliche Einnahmequelle. Das könnte sich allerdings verändern.
Bloomberg berichtete am 1. Juli, dass Meta eine Cloud-Plattform mit dem internen Namen Meta Compute aufbaut, um überschüssige KI-Kapazitäten zu verkaufen, wobei sich die Pläne jedoch noch im Frühstadium befinden und sich noch ändern könnten.
JPMorgan hat dies bereits im April angesprochen, stufte Meta auf Neutral herunter und senkte das Kursziel von 825 USD auf 725 USD. Die Bank warnte, das Unternehmen könne erstmals seit Jahren einen negativen Free Cashflow verzeichnen.
Das Kapital fließt zu Google
Diese Vorsicht zeigt sich inzwischen auch in den Geldströmen. Der Chaikin Money Flow, ein Indikator dafür, ob große Investoren kaufen oder verkaufen, liegt bei Meta bei -0,209 und signalisiert fortlaufende Verkäufe. Bei Google steht er bei +0,177 und zeigt Käufe an.
Meta hinkt zudem bei der relativen Stärke hinterher, die eine Aktie mit ihrer Vergleichsgruppe vergleicht. Meta kommt auf einen Wert von 95,8 und schneidet schlechter ab, während Google mit 123,0 an der Spitze steht.
Zusammengefasst sieht es so aus, als ob Investoren Meta gegen Google tauschen, da beide im gleichen KI-Segment, den sogenannten Hyperscalern, aktiv sind. Google betreibt bereits eine große, profitable Cloud-Sparte, die das KI-Investitionsvolumen heute in Einnahmen verwandelt.
Meta hingegen hat bisher nur einen Plan angekündigt, dies ebenfalls zu tun. Genau diese Lücke zwischen Funktionsgeschäft und einer Ankündigung bestimmt, wohin die großen Gelder fließen.
Meta befindet sich in der schwächsten Gruppe des Marktes
Auch der Gesamtmarkt wirkt fragil. Nur 32% der KI-bezogenen Aktien notieren über ihrem Durchschnittspreis der letzten 50 Tage, ein Wert, der auf eine schwache und enge Rallye hindeutet. Metas eigene Vergleichsgruppe schneidet am schlechtesten ab. Keine der fünf großen Hyperscaler-Aktien handelt aktuell über diesem Durchschnitt, was den schwächsten Wert in allen KI-Kategorien markiert.
Meta ist also nicht nur für sich betrachtet schwach. Das Unternehmen bleibt der Nachzügler im schwächsten Segment des Marktes.
Optionen und Analysten uneinig vor den Quartalszahlen
Trader beginnen sich abzusichern. Das Put-Call-Verhältnis, das bärische gegen bullische Investitionen misst, stieg am 2. Juli von 0,37 auf 0,58, was auf einen größeren Schutzbedarf hindeutet. Calls überwiegen insgesamt weiterhin, daher signalisiert diese Entwicklung Zurückhaltung, jedoch keine Angst.
Die Wall Street bleibt dennoch positiv. Am 2. Juli haben Citi, Wells Fargo und Wolfe Research alle ihre Kaufempfehlungen bestätigt, mit Kurszielen zwischen 767 und 850 USD, was deutlich über dem aktuellen Kurs von etwa 585 USD liegt.
Diese Differenz schafft die nächste wichtige Phase. Meta veröffentlicht den Quartalsbericht für das zweite Quartal am 29. Juli, wobei Analysten einen Umsatz von etwa 60 Milliarden USD erwarten.
Derzeit gibt es unterschiedliche Meinungen. Große Investoren verkaufen und Optionen-Trader sichern sich ab, während Analysten weiterhin zum Kauf raten. Der Ergebnisbericht am 29. Juli wird zeigen, welche Seite den Meta-Aktienkurs richtig einschätzt.









